#Chinesischen

thkampenkejie
2025-11-29

: „Ich fahr Pakete aus in “. Aus dem von Monika Li. Suhrkamp Nova, Berlin 2025. 295 Seiten, 23 Euro

taz.de/!6132349/

🚂 BahnerStellwerk
2025-07-18

Werden bald wegen Lizenzmängeln von der Straße geholt?

Wir verlangen Nacherfüllung für den vom chinesischen Autohersteller , weil die Lizenzbedingunen der Open Source Komponenten nicht eingehalten wurden ...

Vielleicht kann @kuketzblog ein Auge auf die MG-App werfen.

youtube.com/watch?v=1_l_EaWwPPY

Lars :tux: :AFD:lemba@social.tchncs.de
2025-07-15

@VQuaschning Ich finde es nicht nur wegen unseres Wohlstands gefährlich, das Waren (Autos, Handys, etc.) eines #chinesischen Unternehmens in #Deutschland und #Europa verkauft werden, sondern auch wegen unserer Daten. Nicht umsonst warnt das #BSI aktuell vor der Umsetzung des #Solarspitzengesetzes: "Chinesische Unternehmen hätten dadurch direkten Zugriff auf einen systemrelevanten Teil der deutschen #Stromversorgung."
spiegel.de/wirtschaft/service/

Dirk Bachhausendirk@www.bachhausen.de
2025-07-04

Trotz Spionage-Risiko: Bundeswehr trainiert mit chinesischen Drohnen

Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck / Zur Quelle wechseln

Drohnen sind aus modernen Kriegen nicht mehr wegzudenken. Nirgendwo zeigt sich das eindrucksvoller als auf den Schlachtfeldern der Ukraine: Dort nutzen ukrainische und russische Soldaten die Fluggeräte zur Nahaufklärung, für die logistische Unterstützung oder – präpariert mit Sprengstoff – direkt als Waffe.

Das entgeht auch der Bundeswehr nicht. Die Truppe trainiert für kommende Kampfeinsätze daher verstärkt mit den Fluggeräten. So auch bei der neuen Panzerbrigade 45 in Litauen, die die NATO-Ostflanke schützt. Dafür werden nach CORRECTIV-Informationen immer wieder sogenannte „Matrice“-Aufklärungsdrohnen des chinesischen Herstellers DJI verwendet. Derzeit werden offenbar neue Drohnen vom Unternehmen beschafft. 

Das Verteidigungsministerium (BMVg) äußerte sich dazu und zur Gesamtzahl der chinesischen Drohnen in der Truppe nicht. Ein Sprecher bestätigte aber, dass die Bundeswehr die DJI-Geräte zu Ausbildungszwecken einsetzt.

Das Thema ist brisant, wird bislang jedoch kaum öffentlich diskutiert: Fachleute sehen schon lange das Risiko, dass Geheimdienste sensible Daten aus der Technik erbeuten könnten. So könnten etwa Informationen zum Truppenverhalten abfließen. Zudem zeigten Untersuchungen, dass die Geräte mittels „Kill Switch“ von Peking aus möglicherweise jederzeit ausgeschaltet werden könnten.

Eingesetzt werden die Drohnen in Deutschland auch von einigen Polizeibehörden. Ein Drahtseilakt: Es mangelt an europäischen Alternativen, die in der Masse und zu ähnlich günstigen Preisen liefern könnten. Und so werden die Risiken durch das chinesische Gerät offenbar sehenden Auges in Kauf genommen.

Ausspäh-Risiken: USA möchte DJI-Drohnen vom Markt verbannen

Die US-Regierung schränkte die Nutzung von DJI-Drohnen bei Militär und Behörden, aber auch privat in den vergangenen Jahren stark ein. Die aufgezeichneten Flugdaten könnten an die chinesische Regierung weitergegeben und von Geheimdiensten ausgewertet werden, so die Begründung. 

Die US-Behörden setzten das Unternehmen schon 2020 wegen erheblichen „Risiken für die nationale Sicherheit“ auf die Sanktionsliste („US-Entity-List“). 

Die US-Entity-List ist ein Instrument des US-Handelsministeriums, mit dem Unternehmen oder Organisationen gelistet werden, die aus Sicht der US-Regierung nationale Sicherheitsinteressen oder außenpolitische Ziele gefährden. 

Einträge auf dieser Liste – wie im Fall des chinesischen Drohnenherstellers DJI im Jahr 2020 – bedeuten, dass US-Firmen nur mit spezieller Genehmigung Geschäfte mit diesen Unternehmen machen dürfen, etwa bei Technologieexporten oder Komponentenlieferungen. 

In Deutschland existiert kein vergleichbares Sanktionsinstrument mit dieser rechtlichen Wirkung.

Weiterhin sollen Drohnenteile durch Zwangsarbeit von Uiguren in Xinjiang hergestellt worden sein, einer Region, die wegen sogenannter „Umerziehungslager“ Schlagzeilen machte; das behaupten zumindest die US-amerikanischen Behörden. 

Forscher der Ruhr-Universität Bochum haben 2023 zudem erhebliche Sicherheitslücken entdeckt: „In bestimmten Angriffsszenarien können die Drohnen sogar im Flug aus der Ferne zum Absturz gebracht werden“, schreiben sie in einem Beitrag.

Das Unternehmen DJI selbst bestreitet jegliche Vorwürfe der US-Behörden und gibt an, alle Sicherheitslücken geschlossen zu haben. 

Experte beim deutschen Drohnenverband: Beschaffung von DJI-Drohnen „Dorn im Auge“

Anders als in den USA, wo Behörden den Einsatz von DJI-Drohnen mittels Regulatorik seit Jahren verhindern wollen und die Beschaffung fürs Militär ganz verboten haben, vereinfachte man diese in Deutschland 2023 noch: Seither können Drohnen laut eines Sprechers des Verteidigungsministeriums nämlich per „Handgeld Kommandeure“ bestellt werden. Das seien rund 60.000 Euro im Jahr. Auch Modelle des Herstellers DJI sind bestellbar, sie befinden sich auf der sogenannten „Whitelist“.

Die Drohnen dürfen bei der Bundeswehr damit aktuell zwar lediglich für Training eingesetzt werden. So werden etwa Drohnenpiloten damit ausgebildet, sagte ein Insider gegenüber CORRECTIV. Weiterhin dienten sie als „feindliche Drohnen zur Zieldarstellung“. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums sagt, es würden bei den Übungen mit Geräten von der „Whitelist“ keine „sicherheitsrelevanten Aspekte berührt“.

Aber: Es sind letztlich alle Einblicke in Übungen, die fremden Armeen Informationen über mögliche Schwachstellen der Bundeswehr liefern könnten. Solche Erkenntnisse stehen hoch im Kurs; so spähte Russland kürzlich laut Medienberichten eine NATO-Übung in Litauen aus. 

Das Verteidigungsministerium hat die Beschaffung von Drohnen in den vergangenen Jahren vereinfacht und zwei Listen erstellt, auf denen sich die Geräte finden:

Auf der „White List“ stehen demnach kostengünstigen Hersteller und Drohnenmodelle, die für den Erwerb zu Zwecken der Übung und Ausbildung vorgesehen sind. Hier werden laut Verteidigungsministerium Geräte von DJI aufgeführt.

Auf der „Blue List“ wiederum stehen Drohnensysteme, die für die Verwendung in sogenannten „Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben“ (BOS) optimiert sind. Für diese gelten strengere Einschränkungen – DJI-Systeme werden hier laut des Verteidigungsministeriums nicht aufgeführt.

Gerald Wissel vom „Europäischen Verband für unbemannte Luftfahrt“ (UAV Dach) berichtet CORRECTIV, dass aktuell wieder neue DJI-Drohnen für die Truppe beschafft würden. Das Verteidigungsministerium äußerte sich dazu nicht. 

Wissel sieht die Bestellung von DJI-Drohnen kritisch, aber unter den Voraussetzungen am Markt zumindest nachvollziehbar. „Das ist uns ein Dorn im Auge, es gibt auf dem europäischen Markt aber aktuell kein adäquates Produkt, das in einer ähnlichen Masse lieferbar wäre und vor allem zu dem Preis“, sagt er.

Der Verbandschef wünscht sich für unsere Soldaten und Behörden deutsche oder europäische Drohnen. Die Technologien dafür gäbe es, nur eben die Produktionsbedingungen nicht. Um diese zu schaffen, sei Wissel derzeit unter anderem im Austausch mit Automobilzulieferern. Wichtig sei vor allem, dass die Drohnen massenproduktionstauglich, günstig und nicht zuletzt auch NATO-kompatibel sind, sprich von jedem Mitglied einsetzbar.

Bis Alternativen verfügbar sind, trainiert die Bundeswehr weiter mit den chinesischen Geräten – Risiko hin oder her.

Redaktion: Martin Böhmer, Anette Dowideit
Kommunikation: Franziska Eiles

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Author: Till Eckert

#bundeswehr #chinesischen #drohnen #risiko #spionage #trainiert #trotz

Verfassungklage@troet.cafeVerfassungklage@troet.cafe
2025-06-17

#Satellitenaufnahmen:

#China baut #Nurflügel-Drohne mit 52 Metern Spannweite.

#Satellitenaufnahmen haben wohl ein riesiges unbemanntes #Luftfahrzeug auf einem #Militärtestgelände in der #chinesischen #Provinz #Xinjiang enthüllt.

China entwickelt offenbar eine riesige Drohne. Das am 14. Mai 2025 von Satelliten fotografierte Fluggerät könnte für lange #Überwachungsmissionen in großer Höhe eingesetzt werden, heißt es bei The War Zone.

golem.de/news/satellitenaufnah

Dirk Bachhausendirk@www.bachhausen.de
2025-05-19

Spionage-Kontroverse an TU München: Forscherin an staatsnahem chinesischen Firmennetzwerk beteiligt

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China Science Investigation

Spionage-Kontroverse an TU München: Forscherin an staatsnahem chinesischen Firmennetzwerk beteiligt

Die Spionage-Kontroverse um eine Professorin der TU München weitet sich aus: Nach CORRECTIV-Recherchen ist sie mit ihrem Ehemann in China an einem staatsnahen Firmennetzwerk im Medizinbereich beteiligt. An ihrem Lehrstuhl war das Ausmaß ihrer Nebentätigkeiten nicht bekannt.

von Till Eckert
, Alexej Hock

19. Mai 2025

(Collage: Ivo Mayr / CORRECTIV)

Ihre Forschung diene dem „sozialen Gut“, sagte die Spitzenwissenschaftlerin Z. im Jahr 2019 bei einem Vortrag. Als Professorin der TU München (TUM) arbeitet sie im Bereich der Satellitenbildanalyse in Kombination mit KI- und Social-Media-Daten. Sie sagte bei dem Vortrag, sie wolle einen Beitrag leisten, wenn es um soziale Herausforderungen wie die globale Urbanisierung und Armut geht. 

Rund 8.600 Kilometer von München entfernt, im ostchinesischen Wuxi, residiert eine Firma, die in ihrem Logo einen frappierend ähnlichen Spruch führt: „KI für das soziale Gut“. Doch hier geht es nicht um Satellitenaufnahmen, sondern um medizinische Ultraschallbilder. Man will Lösungen entwickeln, die Millionen kranken Menschen helfen könnten. 

Es ist eine Verbindung, die normalerweise gar nicht auffallen würde. Doch der Fall der Professorin Z. ist alles andere als normal: Ihr zweiter Arbeitgeber, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), hat die Frau chinesischer Herkunft der Ausspähung sensibler Daten verdächtigt. CORRECTIV hatte kürzlich über den Verdacht berichtet. Der Vorgang beschäftigt inzwischen die Politik: Die Grünen-Fraktion im bayerischen Landtag hat eine Stellungnahme der Landesregierung gefordert. Führende Innen- und Sicherheitspolitiker zeigen sich alarmiert.

Nun dürfte sich die Spionage-Kontroverse ausweiten. Recherchen von CORRECTIV zufolge ist sie gemeinsam mit ihrem Ehemann an der millionenschweren Medizin-Firma in Wuxi beteiligt. Beide melden für diese Firma Patente an – auf einem Gebiet, das Überschneidungen mit ihrer Forschung in München aufweist. 

Es handelt sich möglicherweise um einen Fall von illegitimem Technologietransfer:  Z. entwickelt in München Algorithmen für die Analyse von Satellitendaten. Diese könnten laut Experten auch für die Auswertung von Ultraschallbildern nutzbar sein. Ergebnisse aus ihrer Tätigkeit in München könnte so in medizinische Forschungen und Anwendungen in China fließen – und Z. und ihr Ehemann damit Geld verdienen. Am Lehrstuhl ist das Ausmaß der Nebentätigkeiten der Professorin nicht bekannt. Fachleute, die den Sachverhalt für CORRECTIV einschätzen, zeigen sich deshalb alarmiert: Für sie wirft der Fall ethische, rechtliche und sicherheitspolitische Fragen auf.

Denn das zweite Standbein in China könnte auch ein Sicherheitsrisiko darstellen. Eine freie kommerzielle Forschung gibt es in der Volksrepublik nicht: alle Bereiche werden dort auf die militärische Nutzbarkeit abgeklopft. Ihre Forschung bei der Satellitenbildanalyse ist für Militäranwendungen höchst relevant. China könnte sie beispielsweise im Territorialkonflikt um Taiwan nützen. Denn wenn sich die Algorithmen von einem Feld auf das andere übertragen lassen – dann geht das auch wieder in die andere Richtung.

Die Forscherin will sich nicht zum Sachverhalten äußern, wie sie über einen Anwalt mitteilen ließ. Auch ein Sprecher der TUM teilte auf einen umfangreichen Fragenkatalog von CORRECTIV mit: „Wir äußern uns nicht zu personalrechtlichen Themen von Mitarbeitenden.“ Die Dimension und Bedeutung von Z.’s Beschäftigung in China drängt die Frage auf: Wurde diese brisante Verbindung in München übersehen? 

Millionensummen fließen in staatsnahes Firmennetzwerk

Dass Z. offenbar ein Gespür dafür hat, wie sie als Forscherin ihr Know-How kommerzialisieren kann, hätte man schon 2018 erkennen können. Wissenschaftler seien oft „gut bei ihrer Forschungsarbeit, aber schwach in der Durchführung und Vermarktung von Projekten“, zitierte China Daily Z. damals. In dem Bericht über den Besuch einer internationalen Gruppe durch einen Forschungscampus im chinesischen Qingdao wird Z. in eine Reihe mit einem Nobelpreisträger und weiteren Spitzenforschern gestellt. 

Im gleichen Jahr, das zeigen Recherchen von CORRECTIV, startete das chinesische Start-Up Med Imaging AI durch – und damit vermutlich auch Z.’s Karriere als Unternehmerin. Laut Handelsregisterdaten, die der Anbieter Sayari zusammengetragen hat, sind Z. und ihr Ehemann aktuell mit jeweils 15 Prozent an der größten Gesellschafterin der Firma mit Sitz in Wuxi beteiligt. Die Firma wendet Prozesse aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz in der medizinischen Diagnostik an. Es ist ein Zukunftsfeld: Die Staatsführung in China hat kurz zuvor einen nationalen KI-Plan verabschiedet. Bis 2030 soll die Volksrepublik auf dem Gebiet weltweit führend sein. 

Innerhalb von acht Jahren hat die Firma einen rasanten Aufstieg in der Volksrepublik erlebt. Das High-Tech-Unternehmen gewinnt nach eigenen Angaben staatliche Preise, Förderprogramme und Aufträge. Für das Jahr 2021 wurden Umsatzerlöse von umgerechnet 3,7 Mio. Euro geschätzt. Die Beratungsfirma Deloitte listete Med Imaging AI zuletzt auf Platz 28 der wachstumsstärksten High-Tech-Unternehmen Chinas. 

Wer chinesische Handelsregisterdaten prüft, stößt letztlich auf ein ganzes Firmennetzwerk rund um Med Imaging AI in China. Es geht um medizinische Forschung, Algorithmen für die Analyse von Ultraschallbildern. Dafür fließen offenbar Millionensummen. 

Ein Labor, von dem in München niemand etwas weiß

Der Grundstein für den Erfolg liegt auch in Deutschland – so zumindest die Eigenbeschreibung auf chinesischen Job-Portalen. Dort ist die Rede von einem „vielseitigen strategischen Kooperationsverhältnis mit Deutschland“ seit 2018. Das Unternehmen sei „von einem Team aus Akademikern gegründet“ worden, die Forschungskapazitäten des Labors im Ausland zählen im Bereich der künstlichen Intelligenz „zu den drei größten in Deutschland“.

Solch ein Labor mit Verbindung zur Med Imaging AI gibt es aber nicht in Deutschland. Die TUM äußerte sich uns gegenüber nicht dazu. Ein Beschäftigter an Z.’s Lehrstuhl in München runzelt die Stirn: „Z. spricht hier nie über Medizinisches, wir haben hier gar nicht die Kompetenzen für sowas.“ 

Was ist also die Quelle für das Wissen, das im chinesischen Wuxi versilbert wird?

Eines fällt auf: Z.s heutige Geschäftspartner tauchten zu verschiedenen Zeitpunkten an ihrer Seite in München auf. Als „Labordirektor“ von Med Imaging AI wird ein Gastprofessor an Z.s TUM-Institut genannt. Der CTO der Firma arbeitete früher am Münchner Leibniz-Rechenzentrum und forschte mit Z. zu maschinellem Lernen mit neuronalen Netzen. Z.’s Ehemann wird als Leiter der Forschungsabteilung von Med Imaging AI genannt. Bis vor wenigen Jahren arbeitete er an der TUM am Lehrstuhl für Methodik der Fernerkundung.

Millionenschwere Patente und Verbindungen zum Staatsapparat

Z. und ihr Mann sind nicht nur Anteilseigner, sie forschen und melden Patente an. Bei zwei Erfindungen geht es um die Detektion von Schilddrüsenknoten mittels neuronaler Netze. Teils geht es um Modelle, mit denen Z. auch bei der Forschung zur Erdbeobachtung in München beschäftigt ist. Mitunter vermischen sich auf Arbeiten ihre Zugehörigkeiten: In einer jüngeren Forschungsarbeit zur Erkennung von Prostatakrebs ist Z. als TUM-Professorin gelistet, ihr Ehemann als Forscher für Med Imaging AI.

Für Christopher Bohlens, der für den Verein Transparency International Deutschland die Arbeitsgruppe Wissenschaft leitet und als Sachverständiger im Wissenschaftsrat tätig ist, sind diese Vorgänge bedenklich. „Die Kommerzialisierung von Forschungsergebnissen durch Universitätsangehörige muss strikten Transparenzanforderungen unterliegen. Ohne diese Transparenz droht ein Vertrauensverlust gegenüber der Öffentlichkeit“, sagt der Experte.

Laut ihm könnte ein Interessenkonflikt vorliegen, „insbesondere durch die parallele Beteiligung der Professorin an Unternehmen in China, die mit Technologien arbeiten, die sie auch im universitären Kontext erforscht“. Gerade Patentanmeldungen bedürfen laut Bohlens einer klaren Offenlegung und Prüfung: um sicherzustellen, „dass keine missbräuchliche Verwendung von Forschungsergebnissen oder Ressourcen der Universität stattfindet“.

Solche Patente sind viel wert. So hat das West China Universitätskrankenhaus in Chengdu im Jahr 2024 für umgerechnet 500 Tausend Euro vier gemeinsam angemeldete Patente von der Med Imaging AI übernommen – die alle von Z.’s Ehemann mitverfasst wurden. Auch finden sich direkte Kooperationen mit staatlichen Institutionen. So nahm ein Tochterunternehmen einen staatlichen Auftrag an, das Krankenhaus in Chengdu mit Equipment zu beliefern. 

Das Ehepaar tritt auch öffentlich im Namen des Unternehmens auf – und zeigt dabei keine Berührungsängste mit dem chinesischen Staat. Im Jahr 2023 haben sie als Experten an einem Weißbuch zu Künstlicher Intelligenz in der Medizingeräte-Industrie mitgeschrieben. Der Bericht wurde von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften veröffentlicht, die staatlich kontrolliert wird. 

Z.’s Ehemann wird in München indes eine „dubiose Figur“ genannt. Ein Insider berichtet davon, dass er bei einem gemeinsamen Kooperationsprojekt der Lehrstühle von Z. und dem Lehrstuhl für Wasserbau als Leitung vorgestellt worden sein soll, jedoch keine E-Mail-Signaturen verwendete. Fraglich sei gewesen, ob der Mann zu dem Zeitpunkt überhaupt formell an Z.’s Lehrstuhl angestellt war. 

In internen Dokumenten, die CORRECTIV vorliegen, findet sich für eine Anstellung als Lehrstuhl-Mitarbeiter bei Z. tatsächlich kein Hinweis. Allerdings wurde er offenbar als „Betreuer“ für Doktorandinnen und Doktoranden eingesetzt. Die TUM äußerte sich nicht auf unsere Anfrage zu seinem Beschäftigungsverhältnis an der Uni. 

Militärische Nutzung nicht ausgeschlossen

Inwiefern hat Z. ihre Nebentätigkeiten und Patentanmeldungen gegenüber der TUM offengelegt? Sieht sie Interessenskonflikte zwischen ihrer KI-Forschung in München und den kommerziellen KI-Entwicklungen in China? Dies und vieles mehr hätte CORRECTIV gerne von Z. erfahren. Einen ausführlichen Fragenkatalog ließ sie aber unbeantwortet.

Die Forscherin könnte ideelle Beweggründe für ihre Investition in und Tätigkeit für die Med Imaging AI haben, den Spruch „KI für das soziale Gut“ ernst meinen. Falls mit dem Arbeitgeber TUM abgestimmt, wäre das vermutlich unter Umständen zulässig. Dann bliebe die Frage, ob sie einen geeigneten Investitionsstandort gefunden hat: In China gilt die Philosophie, dass Firmen neue Technologien dem Staat anbieten oder verfügbar machen sollen – und somit unter anderem Hochtechnologien zur Nutzung in jedem vorstellbaren Bereich freigeben, bis hin zum Militär. 

Laut Experte Bohlens ergibt sich daraus ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko: „Die Professorin arbeitet an Algorithmen, die gleichermaßen für zivile und militärische Zwecke geeignet sind (Dual-Use-Technologie), wodurch erhebliche Gefahren für die nationale Sicherheit entstehen könnten.“ 

Doch auch falls Z. rein kommerzielle Interessen verfolgt, wäre es laut Bohlens „höchst problematisch“, sollte tatsächlich Wissen aus München abgeflossen sein. Denn schließlich hat Med Imaging AI inzwischen auch Produkte zur Diagnostik auf den Markt gebracht – die Firma befindet sich im Wettbewerb. Dieser wäre so laut Bohlens möglicherweise beeinträchtigt.

Erst im Februar ist in den USA ein früherer Mitarbeiter von Google angeklagt worden, dem die Staatsanwaltschaft vorwirft, Firmengeheimnisse aus dem Bereich KI gestohlen zu haben. Damit habe er zwei chinesischen Firmen, für die er heimlich arbeitete, einen Wettbewerbsvorteil verschaffen wollen. Ihm drohen mehrere Jahre Haft.

Text und Recherche: Till Eckert, Alexej Hock
Redaktion: Anette DowideitFaktencheck: Gesa SteegerDesign: Ivo MayrKommunikation: Esther Ecke, Katharina Roche, Nadine Winter

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Author: Till Eckert

#chinesischen #firmennetzwerk #forscherin #kontroverse #munchen #spionage #staatsnahem

Verfassungklage@troet.cafeVerfassungklage@troet.cafe
2025-05-09

#AfD-Politiker Maximilian #Krah:

Ermittlungen wegen #Korruption eingeleitet.

Die #Generalstaatsanwaltschaft #Dresden ermittelt wegen #Geldwäsche und #Bestechlichkeit gegen den #AfD-Politiker Krah. Auch seine Immunität soll aufgehoben werden.

Das am Donnerstag eröffnete Verfahren stehe „im Zusammenhang mit #chinesischen Zahlungen“. Die Aufhebung der #Immunität des #Abgeordneten sei beantragt worden.

taz.de/AfD-Politiker-Maximilia

Fabriken von #Volkswagen, die zur #Schließung vorgesehen sind, könnten bald von #chinesischen #Investoren und Unternehmen aufgekauft werden. Dem Nachrichtendienst Reuters zufolge und unter Berufung auf Quellen seien sowohl der chinesische Staat als auch die #Automobilindustrie daran interessiert.

Chinesische Investoren interes...

@tuwat@ruhr.socialtuwat@ruhr.social
2024-10-06

Muss man sich da Gedanken machen - das es bei einem Aufzug ein offenes #WLAN im Aufzug Schacht mit komischen #SSID gibt die dann auf einer Anmeldeseite mit #Chinesischen #Schriftzeichen enden - die APs im Schacht schauten wie die von #Freifunk aus

utzer :verify: utzer@soc.utzer.de
2024-08-17
Wollt ihr #Fotos vom #chinesischen #Essen in #Thailand. Ich habe gerade bestellt und denke das wird sicher leckeres Essen sein hier.
Dirk Bachhausendirk@www.bachhausen.de
2024-03-12

Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck / Zur Quelle wechseln

Ein Siemens-Mitarbeiter ist Autor mehrerer Arbeiten zum sogenannten „Point Cloud Matching“. Neben ihm waren Wissenschaftler einer chinesischen Militäreinrichtung an der sensiblen Forschung beteiligt – wovon er nichts gewusst haben will. Der Fall wirft Fragen über wissenschaftliche Integrität auf.

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Author: Till Eckert

https://www.bachhausen.de/die-fragwuerdige-verbindung-eines-siemens-forschers-zum-chinesischen-militaer/

#chinesischen #eines #forschers #fragwurdige #militar #siemens #verbindung

Werner Keilwernerkeil
2024-03-07

Streit über Festschmuck: Streit über -Schriftzug in sorgt bundesweit für Debatten. Bei der oder dem regt sich doch auch niemand auf.🤦 faz.net/aktuell/rhein-main/fra

2024-01-02

Nahezu 90% der ausländischen Gelder, die 2023 an die #Börse und in den #chinesischen #Aktienmarkt geflossen sind, haben #China bereits wieder verlassen. Dies spiegelt das mangelnde Vertrauen in die wirtschaftliche Entwicklung des Reichs der Mitte wider. finanzmarktwelt.de/china-knapp

HistoPol (#HP) 🏴 🇺🇸 🏴HistoPol
2023-11-10

@ZamhoidnLA

(5/n)

...voll seien und eine Reichweite von mehreren Jahren hätten (wenn ich mich richtig erinnere).
ist der weltgrößte Importeur von 1), die rd. 20% seiner Importe ausmachen. 2)

Sieht man sich die Importe wertmäßig über 10 Jahre an, dann fällt auf, dass sie (bis auf 2 Jahre) immer so um die 2 Mrd. USD lagen. Seit 2021 gab es einen Sprung auf 2,7 Mrd. USD -...

2)
worldstopexports.com/chinas-to

Steffen Kunze (昆思远) 🇪🇺🇺🇦Kunze_steffen
2023-09-03

Übrigens ist es in allen laut, solange man nicht in einem eigenen Raum isst, wobei...

... ach lassen wir das.

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