Keine Zeit für Pessimismus
Ein taz-Leserbrief, überschrieben mit "Diese Regierung bereitet mir Kopfzerbrechen", faßt die Stimmung der Schreiberin aus Gelnhausen zusammen https://taz.de/brief-des-tages/!6098377/ . Sie reagiert auf einen Gastkommentar von Claus Leggewie, Daniel Cohn-Bendit, Klaus Lederer und anderen über den Zustand des Landes https://taz.de/Kollektiv-gegen-Dystopien/!6094759/ . Dieser stellt die offene Eingangsfrage: "Wie gelingt es uns zusammen, eine positive, schöne, lebenswerte Zukunft zu gestalten?"
Der für mich wichtigste Satz: "Wo zuletzt die 'existenzielle Bedrohung der Klimakrise' Thema wird, muss gesagt werden, dass sie nicht nur von Proto-, Semi- und Vollfaschisten geleugnet, sondern von demokratischen Regierungen vernachlässigt wird."
Wenn man sich schon die Mühe macht, einen Kommentar an den Überbringer der Botschaft zu schreiben, erreicht man mit der Veröffentlichung in Druck-, Online- oder öffentlich-rechtlichen Medien sicher viele Gleichgesinnte, die zustimmend nicken; andere Leser:innen und Hörer:innen werden widersprechen und weiterblättern. Diskutiert wird allerorten genug.
Die richtigen Adressaten wären aber doch diejenigen, über die man sich aufregt.
Ein Anrufer beim 'Presseclub nachgefragt' heute mittag meinte, in einem Jahr hätte es sich "ausgemerzt".
So locker kann man es natürlich auch sehen.
Aber was, wenn nicht?
Auch mein Kommentar dritten Grades an dieser Stelle wird im Nirwana verschwinden, weil ich nur noch auf Leserbriefe reagiere, in denen sich jemand als harter Leugner des menschengemachten Klimawandels outet.
#Leserbrief #Kritik #Hilflosigkeit #Pessimismus #Optimismus #Indifferenz #ProblemeDerZeit #Klimakrise