#Kennenlernen
Kennenlernen klingt harmlos. Ist es aber nicht immer. Deshalb fange ich ganz oben an – an der Oberfläche. Mit einfachen Worten.
Kennenlernen ist nicht:
Kennenlernen ist kein Abfragen. Niemand muss erst etwas „liefern“, um akzeptiert zu werden.
Kennenlernen ist kein Ausfüllen eines Formulars. Name, Alter, Beruf, Hobbys – das ergibt noch keinen Menschen.
Kennenlernen ist kein schneller Check. Nicht: „Passt“ oder „passt nicht“. Menschen sind keine Produkte.
Kennenlernen ist kein Überreden. Wer sich erklären oder rechtfertigen muss, wird nicht kennengelernt.
Kennenlernen ist kein Beweisverfahren. Niemand schuldet Glaubwürdigkeit, Offenheit oder Tiefe.
Kennenlernen ist kein Wettbewerb. Es gibt kein „besser“, „interessanter“, „spannender“.
Kennenlernen ist kein Rollenspiel. Nicht die Maske zählt, sondern dass man sie ablegen darf.
Kennenlernen ist kein Smalltalk-Marathon. Viele Worte können Nähe auch verhindern.
Kennenlernen ist kein Tempozwang. Schnelligkeit ist kein Zeichen von Vertrauen.
Kennenlernen ist kein Zugriff. Nicht auf Gefühle, nicht auf Zeit, nicht auf Aufmerksamkeit.
Kennenlernen ist kein Besitzanspruch. Niemand gehört jemandem, nur weil man sich kennt.
Kennenlernen ist kein Spiegeln um zu gefallen. Wer nur bestätigt, bleibt unsichtbar.
Kennenlernen ist kein Problemlösen. Man muss Menschen nicht „reparieren“, um sie zu sehen.
Kennenlernen ist kein Archivieren. Menschen sind keine Profile, keine Fälle, keine Datensätze.
Kennenlernen ist auch kein Dauerzustand. Man kann sich verlieren, verändern, fremd werden – das gehört dazu.
Kurz gesagt: Kennenlernen ist nicht machen, nicht nehmen, nicht bewerten, nicht beschleunigen.
Vielleicht ist Kennenlernen eher: Dableiben, ohne zu greifen. Zuhören, ohne zu sammeln. Zeit lassen, ohne Ziel.
Aber das kommt später. Hier ging es nur darum, was es nicht ist.
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