#Wien

Karin Fenzmedienmuse
2026-03-09

Laut eben ausgeschickter ORF-Aussendung wird nach dem Rücktritt von Weißmann mit Ingrid Thurnher interimistisch eine Frau beim ORF das Ruder übernehmen. Also auch während des ESC in Wien:

ots.at/presseaussendung/OTS_20

2026-03-08

Regionale Vernetzung statt Lobautunnel

Der #Lobautunnel als Teil einer Umfahrung von #Wien wird seit Jahrzehnten diskutiert. Von einem Projekt ohne klaren Blick auf die Realität spricht jetzt Harald Frey vom Institut für Verkehrswissenschaften der TU Wien. Seine Alternative ist eine bessere regionale Vernetzung.

Die #ASFINAG will im Frühjahr mit dem Bau der #Nordostumfahrung beginnen. Grünes Licht gibt es aber nur für den S1-Abschnitt #GroßEnzersdorf bis #Süßenbrunn. Für den Abschnitt mit dem Lobautunnel laufen noch Verfahren. Frey bezweifelt im APA-Gespräch überhaupt die Sinnhaftigkeit des Projekts. Denn die Entscheidungsgrundlagen für den schon 2009 eingereichten Lückenschluss wären heute nicht mehr aktuell und seien es schon damals nicht gewesen, weil mit „stark überhöhten #Motorisierungsentwicklungen“ argumentiert worden wäre.

Als ein Beispiel verwies Frey auf die Website der ASFINAG, auf der 2012 geschrieben gestanden sei, dass ohne S1 im Jahr 2025 etwa täglich rund 30.000 Kraftfahrzeuge durch Essling fahren würden. In Wirklichkeit sei aber das Verkehrsaufkommen entlang der Esslinger Hauptstraße in den vergangenen Jahren sogar gesunken, der Mittelwert sei im Jahr 2024 bei unter 20.000 Kfz gelegen.

wien.orf.at/stories/3344913/

#Autokorrektur

Le Chat à Vélolechat@le-chat-a-velo.at
2026-03-08

Wien – Znojmo
106km, 503hm

Seit eini­ger Zeit beob­ach­te ich eine häu­fi­ger wer­den­de, aber noch immer rela­tiv sel­te­ne Spe­zi­es Rad­fah­rer: den Rad­ler mit – man kann es kaum anders sagen – Auto­ra­dio am Len­ker. Natür­lich ist ein Fahr­rad kein Auto und die Radi­os sind nicht die­se Din­ger, mit dem in der rech­ten Hand („con l’au­to­ra­dio semp­re nella mano des­tra“) in den 80ern noch Toto Cotug­no als „ita­lia­no vero“ durch die Stadt […]

Gudrun in Radausflug

More: le-chat-a-velo.at/2026/03/wien

#AUT #Česko #CZE #Donau #Donauradweg #Dunaj #Dyje #Eurovelo13 #Eurovelo6 #Eurovelo9 #Gießgang #Göllersbach #GreenwayKrakowBrnoVienna #GreenwayPragWien #HevlínSlavonice #Hollabrunn #Intec #IronCurtainTrail #JihomoravskýKraj #KampThayaMarchRadroute #KleinerGöllersbach #KleinwasserkraftwerkWehr1 #Klosterneuburg #Korneuburg #Krumpenwasser #Mähren #Marchfeldkanal #Morava #Niederösterreich #ÖBB #PoltRadwanderweg #Pulkau #Pulkava #Reiserad #Správaželeznic #Stockerau #SüdmährischeRegion #Thaya #Tschechien #Tullnerfeld #Weinviertel #Wien #ZeměMoravskoslezská #Znaim #Znojmo

Ob das was kann?
Geisterstadtgeisterstadt_oi
2026-03-08
Flyer for Destroy Vienna Warmup: ÇAYÎR + EXCEPTION + LÁZ
2026-03-08

Ich bin mit ziemlich sicher, dass der Boden Anfang März nicht so ausschauen soll. 🤔 Zugegeben, wir haben sehr lehmigen Boden, der leicht reißt, wenn er trocken ist, aber das sollte feuchter, klebriger, weicher Frühfrühlingsboden sein. Es soll in absehbarer Zeit nicht regnen.

#wien #wien23 #nixIstMehrSoWiesWar #klimakatastrophe #trockenheit #östereich #climateDiary

Ein Stück Gartenboden mit ein paar krautigen Pflanzen, die gerade erst aus dem Winter erwachen, ein paar verwelkten Blättern und recht viel offener Erde. Die Erde ist oberflächlich komplett trocken und schon aufgerissen.
2026-03-08

Hör!Spiel! in Wien 9.-30.3.2026

Vom 9. bis 30. März 2026 findet immer montags in der Alten Schmiede in der Wiener Schönlaterngasse das Hör!Spiel! statt. Hier das Programm zum Download (PDF).

Liebe Hörerinnen, Sie hören nun etwas, was Sie nie zuvor gehört haben oder hören konnten: Max Müller hat die Lockrufe von Moho nobilis, des Hawaii-Krausschwanz, nach vorhandenen wissenschaftlichen Dokumenten detailliert und naturgetreu rekonstruiert« – so zu hören in Wolfgang Müllers Radio-Séance der ausgestorbenen Vogelarten. Die Ohren zu öffnen für unsere Imaginationen von ›Natur‹, lädt Hör!Spiel! an zwei Abenden ein: mit Martin Leitner, Ralf Wendt, Hanne Römer und Wolfgang Müller (16.3. & 23.3.). Umgang mit Geistern pflegen auch Peter Pessl und Katia Sophia Ditzler in ihren Text-Performances und verweisen auf Reservoirs für Ideologie und Fanatismus (30.3.). Die Hörspielperformance Cyfre des Liquid Penguin Ensembles untersucht eine Leerstelle im Getriebe der Zahlen und Daten, davor widmet sich Bernhard Fetz ungehörten Registern von Ernst Jandls Stimme (9.3.).
Annalena Stabauer (Konzept und Moderation)

09.03.2026 Laut, Luise, Kopf und Zahl

18.30 Uhr: Bernhard Fetz & Frieder von Ammon:
Ernst Jandl, Biografie einer Stimme

Wer Ernst Jandl einmal gehört hat, behält ihn im Ohr. Was macht seine Stimme einprägsam – und: Was prägt eine Stimme? Im Titel Laut und Luise (1966) nannte Jandl den Vornamen seiner Mutter; »Form ist Erfahrung«, befand er 1998. Bernhard Fetz nähert sich über Ernst Jandls Stimme dem Zusammenhang von Biografie und Werkästhetik: »doing biography – im Augenblick der Artikulation von Lauten (…)«. Seine Studie fächert Bereiche wie Lautpoesie und Hörspiel auf und situiert Jandls Stimme im denkbar weiten Bezugsfeld zwischen »Gottes Stimme« und der »heruntergekommenen« Sprache Kurt Cobains.

Bernhard Fetz, *1963 Literaturwissenschaftler, Direktor des Literaturarchivs an der Österreichischen Nationalbibliothek und des Literaturmuseums; Literaturkritiker. Autor von: Ernst Jandl. Biografie einer Stimme. Wallstein Verlag
Frieder von Ammon, *1973; Prof. für Neuere Deutsche Literatur an der LMU München. Fülle des Lauts. Aufführung und Musik in der deutschsprachigen Lyrik seit 1945: Das Werk Ernst Jandls in seinen Kontexten (201).

20.00 Uhr: Liquid Penguin Ensemble: CYFRE – oder: Kopf und Zahl

Hörspielperformance mit Katharina Bihler Text/Stimme/Spielzeug, Stefan Scheib Komposition/Kontrabass/Zither/Elektronik
Dass man mit Zahlen auch dichten kann, zeigt nicht zuletzt die Konkrete Poesie. Das Liquid Penguin Ensemble widmet sich den Zahlen als Wörtern, Figuren, Symbolen. Im Zentrum steht die Null – und die Figur der Ermelinde: »Die Grundrechenart unserer Gesellschaft ist die Division, von Stundenkilometer bis Stundenlohn geht es fast immer um Leistung. Vor wenigen Jahren haben wir alle einen pandemischen Mathekurs in Exponentialrechnung absolviert und mit vereinten Kräften eine Kurve abgeflacht. Wir alle haben enorm viel geleistet. – Ermelinde leistet Gesellschaft. Sie verfügt über alle Zeit der Welt und bläst Kringel aus Pfeifenrauch aus: lauter weiße, fast durchsichtige Nullen.«

Liquid Penguin Ensemble, gegründet 1997 in Saarbrücken von der Autorin, Regisseurin und Performerin Katharina Bihler und dem Komponisten und Bassisten Stefan Scheib; Projekte zwischen Sprache, Musik und Performance in wechselnder Besetzung; Schwerpunkte auf Mehrsprachigkeit, historische Wörterbücher, Interspezies-Kommunikation. 2024 Günter-Eich-Preis für das Hörspiel-Lebenswerk.

16.03.22026 sounds like [naˈtuːɐ]

19.00 Uhr: Martin Leitner & Ralf Wendt im Gespräch über Naturklänge und Tierstimmen

Zuspielungen aus:
Martin Leitner/Bodo Hell/Georg Vogel: Natur Aufnahme – Von Ziegen, Zaunammern und Zikaden
ORF 2022 / Mandelbaum klangbuch 2023
Ralf Wendt: Popopopopopoporzananana, ORF 2025
Live-Performance

Nature Writing, Climate Fiction, Ecological Sound Art – Begriffe, die beispielhaft stehen mögen für die künstlerische Hinwendung zu ›Natur‹. Aber die Dichotomie Natur/Kultur trägt nicht länger und die Spezies Mensch wird im Zuge der Anthropozentrismuskritik als usurpatorische Art unter Arten neu betrachtet. Wie sich einer derart verflüchtigten ›Natur‹ nähern? Hat ein solches Vorhaben wieder nur den Menschen im Blick? Die Soundscapes – ›akustischen Landschaften‹ – von Ralf Wendt und Martin Leitner entstehen mittels Verdichtung und Montage und halten ein Ohr für die zugrunde liegende Technik offen. Natur Aufnahme ist ein poetisch-akustischer Stationengang durch Martin Leitners Klangarchiv. Ralf Wendt lauschte in Sumpflandschaften dem Kleinen Sumpfhuhn (Porzana parva) und nahm mit Stimme und Text den Faden auf.

Martin Leitner, 1964. Tonmeister beim ORF, intensive Beschäftigung mit Bioakustik. Projekte mit Autorinnen und Musiker*innen, mehrfach Zusammenarbeit mit Bodo Hell, u.a. für die Hörstücke Landschaft mit Verstoßung (mit F. Mayröcker, ORF 2014) und Tisenjoch (ORF 2016).
Ralf Wendt, *1963, lebt in Halle/Saale. Radioarbeiten, Texte, Performances, Installationen mit Fokus auf Mensch-Tier-Beziehungen; Projekte (u.a.): Buch der imaginären Wesen (Hörstück nach Texten von J. L. Borges; DLR 1997), Kunst für Tiere (Installation und Performance, 2011), Making Nature (seit 2021).

23.03.2026

19.00 Uhr: Hanne Römer: L U F T stück der Forscherin

ORF 2026. Ursendung: Ö1, 30.03.2026, 21.00 Uhr
Hörproben und Gespräch, Eine Kooperation mit Ö1 – Blaue Stunde

Wolfgang Müller: Séance Vocibus Avium / Islandhörspiele

Bayerischer Rundfunk 2008 bzw. 1996–99
Gespräch und Zuspielungen

Die Dichotomie Natur/Kultur trägt nicht länger und die Spezies Mensch wird als usurpatorische Art unter Arten neu betrachtet. Wie sich einer derart verflüchtigten „Natur“ nähern? Bei Hanne Römer und Wolfgang Müller geht sie als Phantom um: Von Pressluft bis Windstille forscht Hanne Römer im L U F T stück der Wirkung unterschiedlicher akustischer Dichte nach. Mal lässt sie sich von Maschinen in akustische Idyllen fahren, mal reicht sie ihren Hörer*innen Verschnaufpausen dar: »Luft als Tonträger transportiert unterschiedslos, was sich einmischt« (H. Römer). Wolfgang Müllers Arbeiten sind oftmals narrative Interventionen in kulturelle Phantasmen. Beginnend mit seinen Islandhörspielen befasste er sich mehrfach mit der Rekonstruktion von Stimmen ausgestorbener Vogelarten. Ausgangspunkt waren Beschreibungen der Vogellaute durch Naturforscher: Dass diese vor allem um sich selbst kreisen, zeigt ein ausgiebiges Sprachspiel.

Hanne Römer ist mit .aufzeichnensysteme eine Schnittstelle der Künste; Buch und Hörstück, Zeichnung und Aufzeichnung durchdringen einander; zuletzt in Buchform: Datum Peak (2024); 2026 erscheinen das Buch Luft und die .aufzeichnensysteme als Ausstellung im Literaturhaus.
Wolfgang Müller, *1957. Künstler, Autor, Musiker, »Missverständniswissenschaftler«; Teil der Gruppe Die Tödliche Doris; Kunstprojekte, Bücher, Hörspiele zu Island, u.a. Blue Tit. Das deutsch-isländische Blaumeisenbuch (1997); Das Echo ist der Zwergen Sprache (Hörspiel; 1999). Karl-Sczuka-Preis für Séance Vocibus Avium.

30.03. 2026 Sound als Séance

Peter Pessl: Dieser seltsame Salamander Selbst

Peter Pessl Text, Stimme
Sainkho Namtchylak Stimme
Michael Fischer Ad-hoc-Soundscapes an drei CD-Playern

Katia Sophia Ditzler: Lieder der Dreistigkeit

Katia Sophia Ditzler Text, Stimme, Sounds, Video, Performance

In Peter Pessls Gedichten hält eine nach innen gerichtete, traumverwandte Sprache die Außenwelt auf Distanz und ist doch Resonanzraum für das Zeitgeschehen. Geisterhafte Figuren erheben die Stimme, das Dichter-Ich stimmt ein in ein rituelles, Silben umbildendes Sprechen. Peter Pessls Radioarbeiten erweitern dieses Sprechen um trance-induzierte Lautgesten und Gesang. Erstmals ist Peter Pessl hier in einer Live-Peformance mit Sainkho Namtchylak zu hören.
Katia Sophia Ditzler evoziert eine aus den Fugen geratene Welt: Ein Ich macht seine ungesicherte Existenz zum Freiraum und probiert Haltungen wie Masken an. Jeder Text ist Teil eines von sieben Performance-Videos, in denen die Performerin vor chimärischen Kulissen Alltag, Rituale und archaische Symbolik miteinander konfrontiert.

Peter Pessl, *1963; Autor, Radiokünstler. Zuletzt: Am Bildrand ein oder zwei verwischte Mädchen (Hörstück; ORF 2023); Ah, das Gasthaus der Wilderness! Prosagedichte (2023). Mehrfach Zusammenarbeit mit Michael Fischer.
Sainkho Namtchylak, *1957 in Tuwa (Sibirien); Vokalistin, Performancekünstlerin; Weiterentwicklung der traditionellen Techniken Oberton- und Kehlkopfgesang, seit den 80er Jahren internationale Kollaborationen in den Bereichen Jazz und Experimentalmusik.
Michael Fischer, *1963; Musiker, Instant Composer; Gründung des Vienna Improvisers Orchestra; zahlreiche Projekte mit Autorinnen.
Katia Sophia Ditzler, *1992; arbeitet interdisziplinär zwischen Text, Klang, Video, Performance und digitalen Medien. Zuletzt (u.a.): Metaversum für Auserwählte (Virtual Reality/begehbares Gedicht; 2024); Fliederblüte: Wie man zwischen den Zeilen liest (dokumentarischer Video-Essay, 2025); I Think About the Roman Empire Every Day (Poesiefilm; 2025).

#BernhardFetz #FriederVonAmmon #HanneRömer #HörSpielAlteSchmiede #KatiaSophiaDitzler #LiquidPenguinEnsemble #MartinLeitner #PeterPessl #RalfWendt #Wien #WolgangMüller
Hör!Spiel! Alte Schmiede, Wien 2026.
2021-03-02

Hör!Spiel! Festival 2021 in Wien

Das diesjährige Hör! Spiel! Festival nutzt die Gunst der Stunde und konzentriert sich aufs Gespräch im kleinen Kreis. Hörspielschaffende stellen an vier Abenden eine ihnen wichtige »fremde« Hörspielproduktion vor und sprechen über ihre eigene Arbeit. Jeder Abend hat einen eigenen thematischen Schwerpunkt. Außerdem sollen an zwei Sonntagnachmittagen Hörspiele in ganzer Länge zu hören sein. In Verbindung von Hörspielgeschichte und -gegenwart, im Sprechen über Ästhetik, über Methoden der Text- und der Studioarbeit, über Bedingungen der Produktion und Rezeption soll eine Art Mosaik des zeitgenössischen Hörspiels entstehen.
Annalena Stabauer

Die vier Festivalabende werden live gestreamt.
Die Sonntagnachmittage können aus rechtlichen Gründen nicht gestreamt werden und müssen entfallen, sollte keine Publikumspräsenz gestattet sein.

Dienstag, 2.3.21, 19.00 Uhr

[youtube youtube.com/watch?v=Krtk6pvQ19]

Magda Woitzuck über
Die Andouillette
Text: Gion Mathias Cavelty
Regie: Martin Bezzola
SRF 2014

Michael Hammerschmid über
Die Hamletmaschine
Text: Heiner Müller
Regie: Blixa Bargeld, Wolfgang Rindfleisch
Musik: Einstürzende Neubauten
Rundfunk der DDR, Einstürzende Neubauten 1990

20.00 Uhr Hörspiel und das Imaginäre

Michael Hammerschmid und Magda Woitzuck – Gespräch mit Hörbeispielen

Der Ort des Hörspiels sei die Imagination der Hörer*inen. Seit über das Hörspiel nachgedacht wird, hat diese Sichtweise mehrere Variationen erfahren: in der Rede von der »inneren Bühne« (Erwin Wickert), von der »Reise nach innen« (E. Jandl / F. Mayröcker), der Stimme als »körperloser Wesenheit« (Richard Kolb) oder auch im Diktum »Sprich, damit ich dich sehe« (Heinz Schwitzke mit Sokrates) – denn sehen lässt sich im Hörspiel nunmal nur vor dem »inneren Auge«. Auf Produktionsseite scheint sich diese Auffassung in der kontinuierlich großen Zahl an Hörspielen zu spiegeln, die die sinnlich erfahrbare Welt in Richtung Gedanken, psychische Wirklichkeit, Traum, Fantastik oder in die Abstraktion erweitern. Wie denken Hörspielautor*innen mit heutigen Medienerfahrungen über die Beziehung zwischen Hörspiel und Imagination? M. Hammerschmid und M. Woitzuck öffnen in ihren Texten auf je unterschiedliche Weise Imaginationsräume.

Michael Hammerschmid, *1972, Dichter und Autor von u.a. Liedern, Hörspielen, Essays; Lehrbeauftragter am Institut für Sprachkunst, Wien. Zuletzt Josef Guggenmos-Preis 2018; Hörspiele (u.a.): Candide und Belphegor und Die Kapsel, R: G. Fritsch (ORF 2001 u. 2002); Ende gut, alles gut – Kein Hörspiel (ORF 2008).

Magda Woitzuck, *1983 in Wien; Veröffentlichte Erzählungen und einen Roman – Hörspiele (u.a.): Doggod. R: P. Kaizar, P. Scheiner (ORF 2009); Vom Fehlen des Meeres auf dem Lande. R: P. Kaizar (ORF 2013); u.a. Hörspielpreis der ARD.

 

Donnerstag, 4.3.21, 19.00 Uhr

[youtube youtube.com/watch?v=KXp4jDBco2]

Renate Pittroff über
Verkommenes Ufer
Text: Heiner Müller
Regie: Heiner Goebbels
HR 1984

Friedrich Hahn über
Turm von Babel
Text, Stimme: Gerwalt Brandl
Regie: Heinz Hostnig
NDR/ORF 1979

 

20.00 Uhr Alles ist möglich, alles ist erlaubt?

Friedrich Hahn und Renate Pittroff – Gespräch mit Hörbeispielen

»Hörspiel ist eine offene Form. […] Sie [Auto r*innen, Dramaturg*innen und Regi s seu r*innen] sollten sich stets bewußt sein, daß sie machen können, was sie wollen«. (Helmut Heißenbüttel: Horoskop des Hörspiels, 1968) »So gesehen ist die Geschichte des Hörspiels im Rundfunk die Geschichte eines Abhängigkeitsverhältnisses. « (Klaus Schöning: Hörspiel als verwaltete Kunst, 1970). In diesen etwa zeitgleich formulierten Einschätzungen zeigt sich ein Spannungsfeld, in dem seit mittlerweile fast hundert Jahren Hörspiele geschrieben und produziert werden: Einerseits gibt es bis heute keine normative Formensprache, andererseits ist das Hörspiel der Programmpolitik der Sender unterworfen. F. Hahn hat als Hörspielautor und -regisseur in den 40 Jahren seiner Arbeit für und mit Radio Möglichkeiten und Unmöglichkeiten eines öffentlich-rechtlichen Massenmediums kennengelernt – ebenso wie die Regisseurin und Medienkünstlerin R. Pittroff, die sich in enger Zusammenarbeit mit Autor*innen unkonventionelle Methoden der akustischen Umsetzung erschließt.

Friedrich Hahn, *1952. Romane, Gedichtbände, Essays, Theatertexte, Hörspiele (u. a.): die tage der weißen steine. R: F. Hahn (ORF 1985); drüben im hüben. R: F. Hahn (Autorenproduktion 2019). Hg. von Hörspiel-Themenheften.

Renate Pittroff, *1963; akustische Kunst, experimentelles Theater, Medienkunst; Projekt und Galerie wechselstrom mit C. Theiler. Hörspielregie zuletzt: Das Institut. Text: L. Spalt (ORF 2018); Das Los der Irdischen. Text: J. Schutting (ORF 2020).

 

Dienstag, 9.3.21, 19.00 Uhr

[youtube youtube.com/watch?v=vkCI7VxWu3]

Andreas Jungwirth über
Atlas
Text: Thomas Köck
Regie: Heike Tauch
MDR 2020

Lucas Cejpek über
Preislied
von Paul Wühr
BR/NDR 1971

 

20.00 Uhr Altes Neues Hörspiel?

Lucas Cejpek und Andreas Jungwirth – Gespräch mit Hörbeispielen

Worthörspiel, literarisches Hörspiel, Dialog-Hörspiel, Schallspiel, Neues Hörspiel, O-Ton-Hörspiel, Pop-Hörspiel – wie unterschiedlich Hörspiel in seiner Geschichte geklungen hat, zeigt sich auch an zahlreichen Versuchen, diese Vielfalt begrifflich abzubilden. Dabei war kaum ein anderer Begriff so polemisch gemeint wie jener des Neuen Hörspiels, das ab Mitte der 60er Jahre antrat, das als ästhetisch unzeitgemäß und politisch restaurativ empfundene wortorientierte Hörspiel abzulösen. Ablöse gab es letztlich keine: Das Hörspielschaffen heute ist durch ein gleichberechtigtes Neben- und Ineinander verschiedenster Formen und künstlerischer Interessen geprägt. Lassen sich dennoch Tendenzen heraushören? Wie wirkt sich etwa Digitalisierung ästhetisch auf das Hörspiel aus? Welche Impulse mag es gegenwärtig von Strömungen in anderen Künsten empfangen? L. Cejpek schrieb selbst fürs Hörspiel und hat als Hörspiel- und Theaterregisseur Erfahrung mit den Einflusskräften zwischen den Künsten. A. Jungwirth ist ebenfalls Hörspielautor und -regisseur mit Erfahrungen am Theater und hat zudem durch seine Moderatorentätigkeit ein Ohr in der »freien« Hörspielszene außerhalb der Sender.

Lucas Cejpek, *1956, erste Theaterarbeiten während des Studiums, seit 1983 für das ORF-Radio tätig, u.a.: Sirenen und Sirenen intim (2005); Einsingzimmer (mit A. Schönmüller, 2008); Regie zuletzt: M. Kreidl: Gesellschaft im Kasten (2019). Gesprächsbücher mit dem O-Ton-Pionier Paul Wühr.

Andreas Jungwirth, *1967, u.a. Schauspielstudium, ab 1992 Teil eines Duos für Dada und Neue Musik. 2012–2016 Reihe Hörspielhaus im Schauspielhaus Wien. Hörspiele (u.a.): Alleine bin ich viel. R: H. Krewer (DLR 2011); Döbeln. R: H. Tauch (MDR 2013); Regie zuletzt: T. Arzt: Laute Nächte (ORF 2020).

 

Donnerstag, 11.3.21, 19.00 Uhr

[youtube youtube.com/watch?v=JRvpXPCjS3]

Elisabeth Weilenmann über
Casanova Matador
Text: Petschinka, Rafael Sanchez
Regie: Petschinka
WDR/ORF 2000

Helmut Peschina über
Fünf Mann Menschen
Text: Ernst Jandl, Friederike Mayröcker
Regie: Peter Michel Ladiges
SWF 1968

20.00 Hörspiel als Text

Helmut Peschina und Elisabeth Weilenmann – Gespräch mit Hörbeispielen

Die Hörspielgeschichte begann ohne genuine Hörspieltexte: Grundlage der »Sendespiele« in den 1920er Jahren waren zumeist Theatertexte, die in verteilten Rollen und mit geringem szenischen Aufwand im Studio live interpretiert wurden. Auch als eigens fürs Hörspiel geschrieben wurde, blieben Bearbeitungen von Werken der Literaturgeschichte selbstverständlicher Teil der Programme. Eine neuere Entwicklung ist die starke mediale Präsenz mehrteiliger Adaptionen umfangreicher Prosawerke (etwa von R. Musil, J. Joyce, T. Pynchon), die mitunter bereits von Hörbuch verlagen coproduziert werden. Bei manchen Hörspielschaffenden stehen diese Bearbeitungen im Verdacht, die »Originalhörspiele« schleichend zu verdrängen; bei Hörer*innen erfreuen sie sich großer Beliebtheit. Was spricht, abseits der ökonomischen Seite, für die Bearbeitung von Texten fürs Hörspiel? Und was macht einen Hörspieltext überhaupt aus? H. Peschina hat neben eigenen Hörspiel texten viele Bearbeitungen verfasst und überblickt mehrere Jahrzehnte Hörspielpraxis. E. Weilenmann hat bereits die unterschiedlichsten Rollen und Perspektiven eingenommen: Sie produzierte zunächst (Kurz-) Hörspiele und realisiert heute als Autorin, Regisseurin und Bearbeiterin Hörspiele bei öffentlich-rechtlichen Sendern.

Helmut Peschina, *1943. Theater-, Hörspiel-, Drehbuchautor, Herausgeber. Leitete viele Jahre die Hörspieltage in NÖ. Mehrfach ausgezeichnete Bear beitungen – u.a.: Der Wassermann. Nach dem Hörspielfragment v. M. Haushofer (2000); H. Lebert: Die Wolfshaut (2004); mehrfach Werke von J. Roth. Zuletzt: Antigone. A Poem. Nach Sophokles. R: E. Weilenmann (ORF 2020).

Elisabeth Weilenmann (ehem. Putz), *1982, Autorin, Regisseurin, Journalistin.Hörspielregie zuletzt u.a.: G. Kögl: Höllenkinder (Prix Europa, ORF 2018). Als Autorin Elodie Pascal u.a.: Mein Körper ist ein Schlachtfeld (ORF 2008); 243 Tage (SRF 2013).

 

 

Sonntag, 28.2.21 Vorspiel

14.00 Uhr
Michael Hammerschmid: Weißer Mund
Regie: Götz Fritsch
ORF 2003, 41 Min.

15.00 Uhr
Magda Woitzuck: Die Schuhe der Braut
Regie: Philip Scheiner, Peter Kaizar
ORF 2017, 44 Min.

16.00 Uhr
Friedrich Hahn: Der Punkt und die 88 Tasten
Regie: Beate Andres
DLR 2000, 40 Min.

17.00 Uhr
Peter Pessl: und doch nahe genug kein Wort
Regie: Renate Pittroff
ORF 2001, 29 Min.

Sonntag, 7.3.21 Vorspiel

14.00 Uhr
Andreas Jungwirth: Madonnenterror
Regie: Nikolaus Scholz
ORF 1997, 59 Min.

15.15 Uhr
Margret Kreidl: Kinderspiel
Regie: Lucas Cejpek
ORF 2007, 25 Min.

16.00 Uhr
Elodie Pascal: La vie en vogue
Regie: Elisabeth Weilenmann
DLR 2013, 55 Min.

17.15 Uhr
Helmut Peschina: Gemeinsames Etwas
Regie: Robert Matejka
ORF/DLR 1997, 44 Min.

#2021 #AlteSchmiedem #HörSpielFestival #Wien
Hoer!SpielFestival 2021 WienHoer!SpielFestival 2021 Wien 2
2026-03-08

Die Demo zum heute in war groß, wirklich groß. Und bunt und divers und bei aller guten Laune war allen sehr bewusst, dass es jetzt wieder Zeit ist aufzustehen. Schön war das, vor allem die vielen jungen Leute!

Demoschild "I support women's rights and wrongs"gezeichnetes Porträt einer rauchenden Johanna Dohnal
2026-03-08

RE: wien.rocks/@vcoe_mobilitaet_mi

Bin heute wieder einmal mit dem Rad durch die Lobau gefahren. Und wieder muss ich eindrücklich betonen: Was ist das für ein Wahnsinn, einen Tunnel durch dieses Gebiet graben zu wollen! Ich kann Euch sagen, wie sie wollen: Sie wollen, dass der Bau den Nationalpark soweit zerstört, dass das geschützte Gebiet in Bauland umgewandelt werden kann. Das wollen sie. Geld. Pfui!

#nobau #LobauBleibt #Wien #LookBackinAnger

2026-03-08

RE: systemli.social/@anneroth/1161

Nicht nur in #wien ist das freie Radio unter Druck. Auch in #halle geht es zur Sache. Überall sind freie Medien wichtig. Überall braucht es Eure Solidarität!

#radio #freiesradio #rettetradioorange

2026-03-08

„Make feminism a threat again!“
Rund 660–710 Personen demonstrieren mit Feminism Unlimited Wien für einen universellen Feminismus. (Helmut-Zilk-Park – Karlsplatz)
#w0803 #AlertaQueerfeminista #feministischerKampftag #Wien

In #wien gehen #manner am #weltfrauentag auf die Straße. In #osterreich haben sie verstanden. In Österreich!!🇦🇹

instagram.com/reel/DVl4OZBIDiE

2026-03-08

Auch für |er Frauen hab ich eine Empfehlung: Early Eve, der Club mit dem frühen Beginn, von 18-23 Uhr pure Tanzfreude nur unter Frauen zu den gepflegten Superhits der letzten paar Jahrzehnte, gestern war das Special im Rathaus wegen Frauentag, sonst im legendären U4! Großartige Stimmung immer! 'cause if I can't dance, this is not my revolution! 💜
earlyeve.at/

karlender.netdaily@karlender.net
2026-03-08

In der Früh ist es noch kalt. Auch wenn es unter Tags inzwischen richtig warm werden kann, darf man die Kälte der Luft ohne Sonne noch nicht unterschätzen.

Foto-Permalink: Flickr
Location: ///nail.hops.spelled
Print: on demand (10/10 available)

➾ Blogpost: karlender.net/24624/
Zarte, frostbedeckte Wildpflanzen und Gräser auf einer Wiese; im unscharfen Hintergrund stehen kahle Bäume in nebliger, winterlicher Stimmung (Schwarzweißfoto).
2026-03-08

In #Wien demonstrierten gestern erstmals Männer für #Frauenrechte und gegen Gewalt. Gefordert wird mehr therapeutische Hilfe für gewaltbereite Männer (und Opfer) und ein Männernotruf zur Selbsthilfe, wenn bei überkochenden Emotionen Gefahr droht. DANKE, zusammen verändern wir unsere Gesellschaft 👍❤️🙏🌹#InternationalerFrauentag

TuxTux👗🧔‍♀️mills@mastodon.tuxtux.eu
2026-03-08

@deuxcvsix
Grüße nach #Wien 👍

🔊🎶 N U N DNUND@troet.cafe
2026-03-07

30 Jahre Techno Café - Wie ein Dienstagabend die Wiener Clubkultur veränderte

Die Jubiläumssaison des Wiener Techno Cafés beginnt mit einer Pre-Party am 17. März 2026. Nicht wie gewohnt im Volksgarten, sondern in einer "secret location” mit begrenzter Kapazität.
looprituals.de/30-jahre-techno

dastechnocafe.at

#PeaceLoveMusic #Techno #Wien #Clubcultur #Volksgarten

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