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In Südindien fand man in einer Meeresalge einen #Pilz aus der Gattung Fusarium, der wirksame Metabolite gegen #Malaria herstellt und im menschlichen Blut den Erreger der lebensgefährlichen Malaria tropica, Plasmodium falciparum, bekämpft. Zwischenzeitlich sind aus Meeresalgen zahlreiche Pilzsymbionten bekannt geworden - ein faszinierender Forschungsbereich: Die Natur, das ist nicht nur Fressen und Gefressenwerden, die Natur ist in wesentlicher Hinsicht auch auf Kooperationen zum beiderseitigen Nutzen gegründet.
Pilze in Korallenriffen
Nicht minder bedeutend ist die Rolle der Pilze in den so schönen und artenreichen Korallenriffen. Fungi treten hier als Endobionten, als Pathogene in Korallen, als Teil des Endolithions (Organismen, die im Kalkgestein bohren bzw. leben) und als Saprobionten auf, die in toter, sich zersetzender organischer Substanz leben. Obwohl bohrende, endolithische Fungi bereits 1973 beschrieben wurden, hat man ihre volle Bedeutung im Ökosystem Riff erst nach und nach erkannt. In allen vorstellbaren symbiotischen bis parasitischen Wechselwirkungen, spielen Pilze im Riff eine wichtige Rolle. Schon seit Jahrzehnten ist die unheilvolle Korallenbleiche {coral bleaching), das Ausbleichen und Absterben von riffbildenden Steinkorallen, ein großes Thema des Meeresschutzes, doch hängt dieses unerfreuliche Phänomen
nicht ausschließlich mit der steigenden Temperatur des
Wassers zusammen. Wenn die Immunität der Korallen durch schädliche, vom Menschen verursachte Umwelteinflüsse geschwächt ist, werden sie durch eine Vielzahl von Pathogenen bedroht, und dazu gehören auch mikroskopisch kleine Pilze.















































