#sondern

φօӀìէìҟచąէçհ🇩🇪🇪🇺PolitikWatch
2025-07-27

Wusste gar nicht das man Pickel wichsen kann, ich dachte die drückt man aus ? 🤦‍♂️🧠💩

Kinder werden nicht als , zu Nazis !
& die !
Sonst werden wir die Nazis nie Los!

❗️

Dirk Bachhausendirk@www.bachhausen.de
2025-07-14

(Luxemburger Wort) “Die Pride ist keine Folklore, sondern Ausdruck unserer Existenz”

Equality March, Dragshows und klare Worte: Bei der Luxembourg Pride in Esch wurde nicht nur gefeiert, sondern auch für queere Rechte laut und sichtbar demonstriert.

Direktlink

#ausdruck #folklore #keine #luxemburger #pride #sondern #unserer

Piratenpartei NRWpiraten@nrw.social
2025-06-23

Wenn Firmen zu schlecht bezahlen und Menschen #aufstocken müssen, ist das NICHT die Schuld der Arbeitenden #sondern des ArbeitsGEBERS.
Könnten wir also statt über böse #Bürgergeld -Empfänger:innen über üble Firmen reden,
die den Staat ausbeuten?
Bitte?
Danke?
radiohochstift.de/index.php?id

Dirk Bachhausendirk@www.bachhausen.de
2025-05-07

Archivfoto dokumentiert keine Misshandlung einer Deutschen, sondern ein Pogrom in der Sowjetunion

Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck / Zur Quelle wechseln

Faktencheck

Archivfoto dokumentiert keine Misshandlung einer Deutschen, sondern ein Pogrom in der Sowjetunion

Der 8. Mai 1945 gilt als Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus. Im Netz kursiert in diesem Kontext das Foto einer Frau, die offenbar öffentlich misshandelt wird. Entstand es nach dem Einmarsch der Alliierten in Deutschland? Nein, das Foto zeigt eine jüdische Frau im Jahr 1941 in der damaligen Sowjetunion.

von Sarah Thust

07. Mai 2025

Am 8. Mai 2025 begeht Berlin den 80. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus mit einem öffentlichen Feiertag (Foto: Sylvio Dittrich / ImageBroker / Picture Alliance) Behauptung

Ein Bild zeige eine deutsche Frau, die von Soldaten der Alliierten misshandelt worden sei.

Aufgestellt von: Beiträgen in Sozialen Netzwerken Datum:
23.03.2025

Quelle

Bewertung

Falsch
Über diese Bewertung

Falsch. Das Foto zeigt eine jüdische Frau, die im Juli 1941 in Lemberg (Lwiw) in der damaligen Sowjetunion öffentlich gedemütigt wurde. Das Gebiet wurde Ende Juni 1941 durch Truppen der Wehrmacht besetzt, im Anschluss fanden Pogrome gegen die dortige jüdische Bevölkerung statt.

Hinweis: Dieser Beitrag beinhaltet Bilder, die Gewalt zeigen, und thematisiert Verbrechen während des Nationalsozialismus.

Ein Schwarz-Weiß-Foto wird in Sozialen Netzwerken mit dem Satz verbreitet: „Die Welt weiß alles, was die Deutschen getan haben sollen. Die Welt weiß nichts von dem, was den Deutschen angetan wurde.“ Es zeigt eine ausgemergelte Frau auf einem Bürgersteig, umringt von Menschen. Ihr Gesichtsausdruck wirkt verzweifelt und geschockt.

Das Foto wird seit Jahren in Sozialen Netzwerken genutzt, um auf Vergewaltigungen deutscher Frauen im Zweiten Weltkrieg durch alliierte Soldaten anzuspielen. Zum Beispiel schrieb ein Blogger, das Foto würde „eine von Millionen“ deutschen Frauen in den Ostgebieten zeigen. Auf der Webseite DeBeste hieß es zu dem Bild, der 8. Mai 1945 sei für Deutsche unter sowjetischer Besatzung „kein Tag der Befreiung“ gewesen.

Zu den Alliierten, die damals gemeinsam gegen Deutschland unter Adolf Hitler und den Nationalsozialisten kämpften, gehörten die USA, Großbritannien, Frankreich und die damalige Sowjetunion. Laut der Historikerin Miriam Gebhardt wurden mindestens 860.000 deutsche Frauen durch alliierte Truppen vergewaltigt. Schätzungen dazu gehen jedoch auseinander.

Foto zeigt Frau in Lemberg in der damaligen Sowjetunion nach Einmarsch der Wehrmacht im Juli 1941

Das Foto hat damit aber nichts zu tun, es entstand auch nicht in Deutschland. Über eine Bilderrückwärtssuche findet es sich bei zwei Bildagenturen: BPK von der Staatsbibliothek Berlin und AKG. Laut Bildbeschreibung zeigt es eine jüdische Frau im Juli 1941 nach Einmarsch der Wehrmacht in Lemberg (Lwiw), in der damaligen Sowjetunion. Damals kam es zu einem Pogrom gegen die jüdischen Bürgerinnen und Bürger der Stadt, die auf dem Gebiet der heutigen Ukraine liegt.

Ausschnitt des Bildes mit Bildbeschreibung in der Datenbank der Bildagentur BPK (Quelle: BPK; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Was war das Pogrom von Lemberg? 

CORRECTIV.Faktencheck hat das US-amerikanische Holocaust-Gedenkmuseum 2018 kontaktiert, um mehr Informationen über das Bild zu bekommen. Die Chefkuratorin für Akquisitionen Judith Cohen antwortete: „Das besagte Foto ist Teil einer bekannten Reihe, bei der wir fast sicher sind, dass sie das Pogrom von Lemberg darstellen. Die Fotos dieser Serie befinden sich in verschiedenen Archiven, darunter Yad Vashem, die Archive von Emanuel Ringelblum vom Jüdischen Historischen Institut in Warschau und die BPK in Deutschland.“ 

Als Pogrom bezeichnet man gewaltsame Ausschreitungen gegen Mitglieder einer Minderheit – im Fall Lemberg beteiligten sich daran auch ukrainische Nationalisten. Im Archiv des Holocaust Memorial Museums steht: „Ukrainische Partisanen, die von deutschen Behörden unterstützt wurden, töteten während dieses Pogroms etwa 4.000 Juden in Lemberg.“

Zahlreiche Bilder von Pogromen zwischen 1939 und 1945 belegen das Leid, das das nationalsozialistische Regime und dessen Unterstützer in Deutschland und den Nachbarländern verursachte. Auch bei Pogromen in Deutschland, Polen und Tschechien wurden etliche Menschen aus der jüdischen Bevölkerung ermordet. 

Der 8. Mai 1945 markierte mit der Kapitulation Deutschlands das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa. Ein Krieg, der laut Angaben der Bundeszentrale für Politische Bildung 60 Millionen Menschenleben kostete. 

Redigatur: Steffen Kutzner, Max Bernhard

Zur Quelle wechseln
Author: Sarah Thust

#archivfoto #deutschen #dokumentiert #einer #keine #misshandlung #sondern

2025-04-10

“after words: visual and experimental poetry in little mags and small presses, 1960-2025”: exhibition and book

After Words: Visual and Experimental Poetry in Little Magazines and Small Presses, 1960-2025, (catalogue and exhibition), Curated by Steve Clay and M. C. Kinniburgh of Granary Press, The Grolier Club, New York, NY, April 23 – July 26, 2025
[from garadinervi & Granary Books]

Clay, Steve and M.C. Kinniburgh:

AFTER WORDS: VISUAL AND EXPERIMENTAL POETRY IN LITTLE MAGAZINES AND SMALL PRESSES, 1960–2025

Granary Books, 2025. Item #3913

click to enlarge

10.75 x 8.25 in., 232 pp. smyth-sewn in wrappers. Printed full color.

This book offers a visual and thematic journey through avant-garde, concrete, visual, and experimental poetics as they appeared in ephemeral little magazines and small press publications from the 1960s onward. This book serves as an exhibition catalog for After Words: Visual and Experimental Poetry in Little Magazines and Small Presses, 1960–2025 from April 23rd to July 26, 2025, at The Grolier Club exhibition in New York City. [«The exhibition presents a wide range of international works with approximately 150 publications, including Assembling, Kontexts, Poor.Old.Tired.Horse., blewointment, Rhinozeros, The Marrahwanna Quarterly, Granary Books, Something Else Press, Edition Hansjörg Mayer, Ou, and Stereo Headphones. Poets presented include Cecilia Vicuña, bpNichol, Johanna Drucker, Tom Phillips, Emily McVarish, d.a. levy, Mirtha Dermisache, and Philip Gallo among many others»]

Small presses include: 7 Flowers Press, Agentzia, Anabasis, Asylum’s Press, Ayizan Press, Beach Books Texts & Documents, Beau Geste Press, blewointmentpress, Burning Press, C Press, Chax Press, Coach House Press, Edition Hansjörg Mayer, Edizioni Geiger, Expanded Media Editions, Fleye Press, Goliard Press, Grabhorn-Hoyem, Granary Books, Druckwerk, Hawk’s Well Press, Heiner Friedrich, The Hermetic Press, Hermetic Gallery, John Martin, Joseph Melzer Verlag, Kickshaws, Kontexts Publications, Letter Edged in Black Press, Luna Bisonte Productions, Membrane Press, Milano: East 128, New Wilderness Foundation, Nietzsche’s Brolly, Nova News, Open Book, Openings Press, PANic Press, Phenomenon Press, Poltroon Press, Renegade Press, Roaring Fork Press, Scorribanda Productions, Seedorn Verlag, Seripress, Siglio Press, Station Hill, Tarasque Press, Tetrad Press, Visual Poetry Workshop National Poetry Society of London, Wild Hawthorn Press, and Xexoxial Editions.

Little magazines include: “before your very eyes!”, A: An Envelope Magazine of Visual Poetry, Abracadabra, Alcheringa, Anti-Isolation, Approches, AQ, Assembling, Blank Tape, Bulletin From Nothing, Cenizas, Diagonal Cero, E pod, Fruit Cup, Ganglia, Geiger, Gnaoua, Industrial Sabotage, Interstate, Journeyman, Kaldron, Klacto 23, Kontakte, Kontexts, Kroklok, L=A=N=G=U=A=G=E, Libellus, Life Begins with Love, Lines, Lost and Found Times, Lost Paper, Mini, New Wilderness Letter, Pages, Poor.Old.Tired.Horse., Rawz, Revue OU, Rhinozeros, Sammelband Futura, Schmuck, Shi Shi: Concrete & Visual Poetry, Signal, Soft Need, Sondern, Spanish Fleye, Stereo Headphones, Taproot Reviews, The Acts: The Shelf Life, The Difficulties, The Improbable, The Insect Trust Gazette, The Marrahwanna Quarterly, The San Francisco Earthquake, The Subtle Journal of Raw Coinage, Toothpick Lisbon & the Orcas Islands, Unarmed: Adventurous Poetry Journal, UNI/vers(;), WhiteWalls, Xerolage, and xtant.

#19602025 #3913 #7FlowersPress #AAnEnvelopeMagazineOfVisualPoetry #Abracadabra #AfterWords #AfterWordsVisualAndExperimentalPoetryInLittleMagazinesAndSmallPresses #Agentzia #Alcheringa #Anabasis #AntiIsolation #Approches #AQ #Assembling #AsylumSPress #avantGarde #AyizanPress #BeforeYourVeryEyes_ #BeachBooksTextsDocuments #BeauGestePress #BlankTape #blewointment #blewointmentpress #bpNichol #BulletinFromNothing #BurningPress #CPress #CeciliaVicuña #Cenizas #ChaxPress #CoachHousePress #concrete #dALevy #DiagonalCero #Druckwerk #EPod #EditionHansjörgMayer #EdizioniGeiger #EmilyMcVarish #exhibit #exhibition #exhibitionCatalog #ExpandedMediaEditions #experimentalWriting #FleyePress #FruitCup #Ganglia #Geiger #Gnaoua #GoliardPress #GrabhornHoyem #GranaryBooks #HawkSWellPress #HeinerFriedrich #HermeticGallery #IndustrialSabotage #Interstate #JohannaDrucker #JohnMartin #JosephMelzerVerlag #Journeyman #Kaldron #Kickshaws #Klacto23 #Kontakte #Kontexts #KontextsPublications #Kroklok #LANGUAGE #LetterEdgedInBlackPress #Libellus #LifeBeginsWithLove #lines #lostAndFoundTimes #LostPaper #LunaBisonteProductions #MCKinniburgh #materialiVerbovisivi #MembranePress #MilanoEast128 #Mini #MirthaDermisache #NewWildernessFoundation #NewWildernessLetter #NietzscheSBrolly #NovaNews #OpenBook #OpeningsPress #Ou #Pages #PANicPress #PhenomenonPress #PhilipGallo #poets #PoltroonPress #PoorOldTiredHorse_ #Rawz #RenegadePress #RevueOU #Rhinozeros #riviste #RoaringForkPress #SammelbandFutura #Schmuck #ScorribandaProductions #SeedornVerlag #Seripress #ShiShiConcreteVisualPoetry #SiglioPress #Signal #smallPresses #SoftNeed #SomethingElsePress #Sondern #SpanishFleye #StationHill #StereoHeadphones #SteveClay #TaprootReviews #TarasquePress #TetradPress #TheActsTheShelfLife #TheDifficulties #TheGrolierClub #TheHermeticPress #TheImprobable #TheInsectTrustGazette #TheMarrahwannaQuarterly #TheSanFranciscoEarthquake #TheSubtleJournalOfRawCoinage #TomPhillips #ToothpickLisbonTheOrcasIslands #UnarmedAdventurousPoetryJournal #UNIVers_ #vispo #visualPoetry #VisualPoetryWorkshopNationalPoetrySocietyOfLondon #WhiteWalls #WildHawthornPress #xerolage #XexoxialEditions #xtant #zines

Dirk Bachhausendirk@www.bachhausen.de
2025-03-21

Video zeigt keine Explosion in Syrien, sondern einen israelischen Luftangriff im Libanon

Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck / Zur Quelle wechseln

Inmitten von Gefechten zwischen Truppen der neuen syrischen Übergangsregierung und Anhängern der Assad-Diktatur kursiert am 7. März 2025 das Video einer großen Explosion in Sozialen Netzwerken. Laut dem X-Profil „Militär News“ soll es angeblich zeigen, wie die Übergangsregierung Fassbomben auf zivile Wohnviertel in den westlichen Küstenstädten geworfen habe. Teils wird dazu behauptet, die islamistische Miliz Hay’at Tahrir al-Sham (HTS) greife aus religiösen Motiven Minderheiten an. 

Die Behauptung verbreitete sich in deutscher Sprache auch auf Facebook und Telegram – manche Medien in Italien oder dem Iran griffen das Video ebenfalls auf. Wer das Video zuerst im Kontext der Kämpfe in Syrien teilte, ist unklar.

Doch die Aufnahme hat mit Syrien nichts zu tun, sie ist älter und entstand im Libanon. 

Eine Bilder-Rückwärtssuche zeigt: Ein Bild aus dem Video führt zu einem X-Beitrag, laut dem das Video schon am 26. November 2024 auf X geteilt wurde. Der gezeigte Beitrag von damals von Al Jadeed News, einem libanesischen TV-Sender enthält das Video und ist nach wie vor abrufbar. Auf Instagram teilte LBCI Lebanon News das Video ebenfalls am 26. November 2024.

Mit einem Standbild aus dem Video lässt sich durch eine Bilder-Rückwärtssuche prüfen, ob die Aufnahme schon älter ist (Quelle: X; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Video zeigt einen Angriff im Libanon im November 2024

Mehrere Faktenchecks liefern weiteren Kontext. Laut dem US-amerikanischen Sender CNN, der französische Nachrichtenagentur AFP und der arabische Faktencheck-Organisation Misbar, zeigt das Video einen israelischen Angriff im Gebiet Qousaya in der Bekaa-Ebene im Libanon. Einen Tag später trat ein vorübergehendes Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und der im Libanon aktiven Hisbollah in Kraft. Dass dabei eine Fassbombe explodiert sei, steht in den Berichten nicht.

Einer der Medienberichte: Demnach zeigt das Video einen Luftangriff auf eine Stadt im Libanon im November 2024 (Quelle: Instagram; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Fassbomben sind improvisierte Sprengsätze, die viel Sprengstoff enthalten und teils mit Metallteilen gefüllt werden – in dicht besiedelten Regionen richten sie große Schäden an. Bekannt für deren Einsatz war laut Berichten der Vereinten Nationen und von Menschenrechtsorganisationen das Militär des ehemaligen syrischen Diktators Baschar al-Assad – sie wurden demnach regelmäßig gegen die eigene Zivilbevölkerung eingesetzt.

Syrisches Netzwerk für Menschenrechte: Mehr als 1.000 Tote bei Zusammenstößen in Syrien im März 2025

Der ehemalige Präsident Baschar al-Assad, der der alawitischen Minderheit in Syrien angehörte, ist zwar nicht mehr im Land, doch seine Anhänger sind in einigen Regionen Syriens noch bewaffnet und aktiv. Am 6. März kam es, wie unter anderem ZDF und einordneten, zu Zusammenstößen dieser Gruppen mit syrischen Sicherheitskräften in der Region um Tartus und Latakia an der syrischen Küste. Die Übergangsregierung entsendete Truppen und verhängte Ausgangssperren, um die Lage unter Kontrolle zu bekommen.

Laut der Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die in Großbritannien sitzt und den Konflikt über ein Netzwerk aus Informanten verfolgt, kamen bei den Zusammenstößen hunderte Menschen ums Leben. Darunter auch viele Zivilisten, die der alawitischen Minderheit angehören. Laut Medienberichten hat die syrische Übergangsregierung daraufhin eine Untersuchungskommission angekündigt, die die Gewalt untersuchen soll. Menschenrechtsorganisationen fordern weitere Ermittlungen. 

Redigatur: Gabriele Scherndl, Max Bernhard

Zur Quelle wechseln
Author: Sarah Thust

#einen #explosion #keine #sondern #syrien #video #zeigt

Dirk Bachhausendirk@www.bachhausen.de
2025-01-29

Video zeigt keine US-Panzer auf dem Weg nach Mexiko, sondern eine Militärparade in Polen

Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck / Zur Quelle wechseln

„Das ist Texas“, heißt es zu einem viralen Video, das allein auf Tiktok rund zehn Millionen Aufrufe hat. Es zeigt eine lange Kolonne mit Militärfahrzeugen zu sehen, darunter mehrere Panzer, Menschenmengen stehen am Straßenrand und auf einer Brücke, von der jemand das Video filmt. 

Das Video soll angeblich zeigen, dass Trump seine Versprechen einlöse. Er entsende das Militär zur Grenze nach Texas, schreibt etwa ein X-Nutzer auf Deutsch. Auch auf Telegram und Facebook interpretieren Menschen das Video ähnlich. 

Tatsächlich hat Trump kurz nach seiner Amtseinführung Truppen zur südlichen Grenze der USA geschickt. Er hat dort einen nationalen Notstand ausgerufen. Doch das virale Video ist schon Monate davor entstanden – und zeigt nicht einmal die USA.

Trump mache Ernst mit seinem Versprechen, heißt es auf X zu dem Video. Doch anders als behauptet, hat das Video keinen Bezug zu den USA. (Quelle: X; Screenshot und Schwärzung: CORRECTIV.Faktencheck)

Das Video ist in Polen entstanden, nicht in den USA

Mit einer Bilder-Rückwärtssuche stoßen wir auf mehrere Hinweise, dass das Video nicht die USA, sondern die polnische Hauptstadt Warschau zeigt. In einem Artikel auf Chinesisch finden wir mögliche Koordinaten vom Ort des Videos. Ein Abgleich zwischen diesen Koordinaten auf Google Maps und der Umgebung aus dem Video zeigt, dass es sich um denselben Ort handelt: eine Straße mit dem Namen Czerniakowska. Sogar die Werbetafeln am Straßenrand zeigen dieselben Anzeigen.

Ein Vergleich zwischen dem Video (oben) und der Czerniakowska Straße in Warschau auf Google Maps (unten) zeigt, dass es sich um denselben Ort handelt. Die Werbetafeln (rot und gelb markiert) zeigen dieselben Anzeigen, auch ein Zaun in der Mitte der Straße ist identisch. (Quellen: Tiktok / Google Maps; Screenshot, Collage und Markierungen: CORRECTIV.Faktencheck)

Im Video ist auch die andere Straßenseite von der Brücke aus zu sehen. Ein Vergleich dieser Perspektive zeigt ebenfalls mehrere Übereinstimmungen mit der Straße Czerniakowska.

Auch der Blick auf die andere Straßenseite belegt, dass das Video in Warschau aufgenommen wurde. Die schwarze Tafel am rechten Wegrand (blau) und ein Gebäude im Hintergrund (gelb) sind identisch. (Quellen: Tiktok / Google Maps; Screenshot, Collage und Markierungen: CORRECTIV.Faktencheck)

Video zeigt eine Militärparade in Warschau Mitte August 2024

Mit dem Namen der Straße und dem Stichwort Warschau finden wir online mehrere Aufnahmen von einer Kolonne mit Militärfahrzeugen. Sie war Teil einer Militärparade am 15. August 2024. An diesem Tag feiert Polen den Sieg gegen das damalige Sowjetrussland im Jahr 1920 bei der sogenannten Schlacht bei Warschau

Die Parade und ihre Route waren auf mehreren Seiten angekündigt: Die Militärfahrzeuge fuhren demnach auf der sogenannten Wisłostrada-Route, einer Strecke auf der linken Seite des Flusses Weichsel. Zu dieser Strecke gehört auch die Straße Czerniakowska. Die identischen Werbeanzeigen sprechen dafür, dass es sich um die Parade im Jahr 2024 handelt.

Wir konfrontierten den Tiktok-Nutzer, der mit dem Video rund zehn Millionen Aufrufe erreicht hat, mit dieser Recherche. Auf unsere Anfrage antwortete er: „Ich werde das Video entfernen“ und tat es umgehend.

Redigatur: Paulina Thom, Gabriele Scherndl

Zur Quelle wechseln
Author: Viktor Marinov

#keine #mexiko #militarparade #panzer #sondern #video #zeigt

Dirk Bachhausendirk@www.bachhausen.de
2025-01-20

schwäbische zum Fall Liebich: Selbstbestimmungsgesetz ist nicht das Problem – sondern die Provokation

Unser Autor meint: Der Fall Liebich zeigt kein Scheitern des Selbstbestimmungsgesetzes. Liebichs Provokation wird vielmehr schnell abklingen.

Direktlink

#liebich #nicht #problem #provokation #schwabische #selbstbestimmungsgesetz #sondern

Dirk Bachhausendirk@www.bachhausen.de
2024-12-05

Dieses Fahrrad-Gewinnspiel ist nicht von Zweirad Hackmann, sondern fake

Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck / Zur Quelle wechseln

Faktencheck

Dieses Fahrrad-Gewinnspiel ist nicht von Zweirad Hackmann, sondern fake

Eine Facebook-Seite lockt mit Fotos des Unternehmens Zweirad Hackmann für einen vermeintlichen Fahrrad-Gewinn. Doch dahinter steckt Betrug.

von Faktencheck-Redaktion

05. Dezember 2024

Die Fotos in diesem Facebook-Beitrag sind irreführend, denn hinter der vermeintlichen Gewinnspiel steckt nicht Zweirad Hackmann, sondern eine Facebook-Seite, für die sich keiner verantwortlich zeigt (Quelle: Facebook; Screenshot und Collage: CORRECTIV.Faktencheck) Behauptung

Eine Facebook-Seite verschenke 150 Fahrräder nach dem Zufallsprinzip an alle, die „dankeschön“ kommentieren.

Aufgestellt von: Datum:
02.12.2024 Bewertung

Falsch
Über diese Bewertung

Falsch. Das Gewinnspiel ist gefälscht und stammt nicht von Zweirad Hackmann.

Wenige Wochen vor Weihnachten heißt es in einem Facebook-Beitrag: Wer „dankeschön“ kommentiert, könne eines von 150 Fahrrädern gewinnen. Diese Chance nutzten offenbar mehr als 500 Personen. Ein Nutzer schreibt: „Nette Initiative.“ Jemand anderes: „Super Aktion.“ Doch das angebliche Gewinnspiel ist fake. Dahinter steckt die gleiche Masche wie bei einem Betrugsversuch, über den wir bereits im vergangenen Monat berichteten.

Hinter diesem Fake-Gewinnspiel steckt nicht „Zweirad Hackmann“, sondern eine dubiose Facebook-Seite, die kein Impressum hat (Quelle: Facebook; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Unternehmen Zweirad Hackmann warnt vor Fake-Gewinnspielen

Die Facebook-Seite, die das Fake-Gewinnspiel veröffentlichte, heißt „E-Bike“. Sie wurde erst am 30. Oktober 2024 erstellt und hat nur wenige Follower. Obwohl in den Fotos des Facebook-Beitrags der Name „Zweirad Hackmann“ steht, taucht dieser nicht auf der Facebook-Seite auf. Im Reiter „Seitentransparenz“ ist niemand eintragen, der für die Inhalte der Seite verantwortlich wäre. 

Eine Google-Suche nach dem Unternehmen „Zweirad Hackmann“ zeigt: Weder auf dessen Webseite noch auf der offiziellen Facebook-Seite gibt es ein solches Gewinnspiel. Das Unternehmen warnte bereits im September 2024 vor Fakes, bei denen der Name des Unternehmens fälschlich genutzt wird.

Eine Facebook-Nutzerin erkannte den Betrug und veröffentlichte eine Bewertung auf der gefälschten Facebook-Seite. Sie schreibt: Das Gewinnspiel sei fake, die Seite dahinter „dubios“.

Eine Facebook-Nutzerin warnt in den Bewertungen vor dem Fake-Gewinnspiel (Quelle: Facebook; Screenshot und Schwärzung: CORRECTIV.Faktencheck)

Gefälschtes Gewinnspiel hat keine Teilnahmebedingungen

Auffällig ist auch, dass der Facebook-Beitrag keine Teilnahmebedingungen enthält. Diese sind jedoch der „rechtliche Kern“ eines Gewinnspiels, wie die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main auf ihrer Webseite erklärt.

Wer das Fake-Gewinnspiel kommentiert, erhält eine Nachricht des Seitenbetreibers. Darin heißt es unter anderem: Um zu gewinnen, soll der Nutzer den Facebook-Beitrag in fünf Facebook-Gruppen teilen. Das ist eine typische Masche von Betrügern, über die wir schon häufig berichteten. Sie führt dazu, dass mehr Personen von dem betrügerischen Gewinnspiel erfahren und potenziell daran teilnehmen.

Die Facebook-Seite antwortet wenige Minuten nachdem ein Nutzer das Fake-Gewinnspiel kommentiert hat (Quelle: Facebook; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

In der Regel folgt eine weitere Nachricht mit Links, die häufig zu einer externen Webseite führen. Wenn Nutzerinnen und Nutzer dort ihre Daten eingeben, werden diese für Phishing-Versuche genutzt. Das heißt, es können Werbeanrufe oder E-Mails mit Spam folgen. Davor warnt nicht nur die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, sondern auch Facebook. Trotz der Warnungen existieren betrügerische Inhalte wie diese jedoch weiter auf der Plattform. 

Daran kann man unseriöse Facebook-Seiten erkennen: 

  • Ist das Facebook-Profil mit einem blauen Haken verifiziert?
  • Gibt es ein Impressum?
  • Liegt die Follower-Anzahl in einer glaubwürdigen Größenordnung für die Bekanntheit einer Marke oder Person?
  • Welche Art von Beiträgen werden auf dem Facebook-Profil veröffentlicht?
  • Wann wurde die Seite erstellt?

Redigatur: Matthias Bau, Viktor Marinov

Zur Quelle wechseln
Author: Kimberly Nicolaus

#dieses #fahrrad #gewinnspiel #hackmann #nicht #sondern #zweirad

Dirk Bachhausendirk@www.bachhausen.de
2024-12-04

Ultraschall-Video einer Abtreibung ist nicht echt, sondern aus einem Film

Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck / Zur Quelle wechseln

Faktencheck

Ultraschall-Video einer Abtreibung ist nicht echt, sondern aus einem Film

Online kursiert ein Video von einem Ultraschall, das angeblich eine Abtreibung „unter Qualen“ für den Fötus zeigen soll. Doch das Material ist nicht authentisch, es stammt aus einem umstrittenen Film einer Abtreibungsgegnerin.

von Paulina Thom

04. Dezember 2024

Mit diesem Video eines Ultraschalls wird online gegen Abtreibungen argumentiert, doch es handelt sich um keine echte Aufnahme, sondern eine Filmszene (Quelle: X; Screenshot und Collage: CORRECTIV.Faktencheck)
Behauptung

Ein Video eines Ultraschalls zeige, wie ein „Baby unter Qualen“ gegen die Pinzette oder Zange eines Abtreibungsarztes kämpfe.

Aufgestellt von: Beiträgen in Sozialen Netzwerken Datum:
16.11.2024

Quelle

Bewertung

Falsch
Über diese Bewertung

Falsch. Die Ultraschall-Aufnahme stammt aus dem Film „Unplanned“ von 2019, für den eine Abtreibung an einem Fötus in der 13. Woche nachgestellt wurde. Bei dem Instrument handelt es sich nicht um eine Pinzette oder Zange, sondern um ein Saugröhrchen. Laut Fachleuten stellt die Filmszene einen Schwangerschaftsabbruch teils falsch dar.

Seit Mitte November kursiert in Sozialen Netzwerken eine angebliche Ultraschall-Aufnahme einer Abtreibung. Das Video verbreitete sich international – mehr als 250.000 Ansichten erreichte es in deutschen Beiträgen auf Telegram und X. In der kurzen Sequenz ist ein Fötus zu sehen, der sich mehrfach ruckartig bewegt. Dazu heißt es, das Video zeige, wie ein „Baby unter Qualen“ gegen die „Pinzette“ oder „Zange“ eines Abtreibungsarztes kämpfe. Das Video sei „das stärkste Argument, das jemals gegen eine Abtreibung vorgebracht wurde“, heißt es in vielen Beiträgen. 

Doch die angebliche Ultraschall-Aufnahme ist nicht echt. Sie stammt aus einem umstrittenen Film einer Abtreibungsgegnerin. Die Aufnahme ist laut mehreren Fachärztinnen nicht realistisch – ein Fötus kann in dem gezeigten Stadium keinen Schmerz empfinden. 

Das Video in Sozialen Netzwerken tauchte zeitgleich zu einer Mitte November in den Bundestag eingebrachten Initiative auf. Abgeordnete der SPD und Grünen stellten einen Gesetzentwurf vor, der vorsieht, den Paragraph 218 des Strafgesetzbuches zu streichen und Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland bis zur 12. Woche zu legalisieren. Derzeit sind Abtreibungen eine Straftat. Abtreibungen bis zur 12. Woche sind jedoch straffrei, sofern die Schwangere sich zuvor beraten lässt oder der Abbruch aufgrund einer Vergewaltigung durchgeführt wird. Nach der 12. Woche ist eine Abtreibung nur legal, wenn eine medizinische Indikation vorliegt – also Lebensgefahr oder die Gefahr einer schwerwiegenden Beeinträchtigung des körperlichen oder seelischen Gesundheitszustandes der Schwangeren besteht.

Dutzende Nutzerinnen und Nutzer auf X verbreiteten diese angebliche Ultraschall-Aufnahme mit der Behauptung, sie zeige eine Abtreibung. Doch die Aufnahme ist weder echt noch realistisch. (Quelle: X; Screenshot und Schwärzung: CORRECTIV.Faktencheck)

Angebliche Ultraschall-Aufnahme stammt aus dem Film „Unplanned“ von 2019

Eine Bilder-Rückwärtssuche zeigt: Die angebliche Ultraschall-Aufnahme kursierte in einem englischsprachigen Tiktok-Beitrag schon im Dezember 2022. Darunter kommentierten mehrere Nutzerinnen und Nutzer, dass die Aufnahme fake und aus dem Film „Unplanned” sei.

Mit diesen Hinweisen finden wir die entsprechende Filmszene auf Youtube. Eine Frau liegt bei Bewusstsein und mit Schmerzen auf einem OP-Tisch. Zwischendurch kommt es zu Dialogen zwischen dem medizinischen Personal, immer wieder schwenkt die Kamera auf einen Monitor mit Ultraschall-Aufnahmen. Dort ist ein Fötus zu sehen, der tritt und sich zu wehren scheint, als ein Objekt in den Uterus eingeführt wird. Das Video in Sozialen Netzwerken ist ein Zusammenschnitt aus dem Film. Der Ausschnitt wurde vergrößert und beschleunigt, doch die Bewegungen des Fötus sind identisch. 

Die Bewegungen des Fötus in der Filmszene entsprechen denen im Video in Sozialen Netzwerken. Anders als behauptet, ist die Ultraschall-Aufnahme nicht authentisch. (Quelle: Youtube; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Ultraschall-Aufnahme der Abtreibung laut Expertinnen nicht realistisch

Wir wandten uns mit der Filmszene an Gynäkologen und Gynäkologinnen, die operative Abtreibungen durchführen. Jana Maeffert, Gynäkologin aus Berlin, antwortete uns, dass es sich – anders als online beschrieben – bei dem zur Abtreibung verwendeten Instrument nicht um eine „Pinzette“ oder „Zange“ handele, sondern um ein Saugröhrchen. Den im Film gezeigten Fötus schätzt Maeffert auf die 14. bis 16. Woche.

Prinzipiell könne eine Absaugung so aussehen, schrieb Maeffert, allerdings sei die Ultraschall-Aufnahme nicht echt und „dramaturgisch überspitzt“. „Völlig falsch dargestellt“ sei die „‚leere‘ schwarze Uterushöhle“ nach der Absaugung. Zudem „wehre“ sich ein Fötus nicht und auch das gezeigte „Zappeln“ sei komisch und untypisch, schrieb Maeffert. In diesem Stadium der Schwangerschaft habe ein Fötus weder ein Bewusstsein noch ein Schmerzempfinden. 

Das American College of Obstetricians and Gynaecologists, schreibt auf seiner Webseite, dass die Wissenschaft sich einig sei, dass ein menschlicher Fötus erst nach mindestens 24 bis 25 Wochen in der Lage ist, Schmerzen zu empfinden. Maeffert verwies auf eine Auswertung des Royal College of Obstetricians and Gynaecologists von 2022, nach der es unwahrscheinlich sei, dass Föten vor der 28. Woche Schmerz empfinden können. 

Ähnlich äußerten sich weitere Ärztinnen nach Erscheinen des Films 2019, etwa gegenüber dem Magazin Glamour und der New York Times. Föten hätten in diesem Stadium der Schwangerschaft keine Reflexe, würden nicht mit den Beinen strampeln und vor einem Objekt zurückschrecken. Der Teil des Gehirns, der Gefahren wahrnehme, sei noch nicht ausgebildet.

Anders als in den USA und in der Filmszene wird eine Schwangerschaftsabbruch mittels Absaugung in Deutschland laut Maeffert meistens in Vollnarkose durchgeführt.

Abtreibungsszene basiert auf zweifelhaften Memoiren einer Abtreibungsgegnerin 

Der Film „Unplanned“ von 2019 basiert auf den Memoiren von Abby Johnson, die bis 2009 eine Abtreibungsklinik im US-Bundesstaat Texas leitete, sich aber später der Pro-Life-Bewegung anschloss und sich gegen Abtreibungen und Verhütungsmethoden engagierte. Schlüsselmoment für ihren Wandel war laut eigener Aussage ebenjene Situation einer Abtreibung, die in der Filmszene zu sehen ist. 

Doch daran gibt es Zweifel und faktische Ungereimtheiten. Die Abtreibungsklinik bestritt die beschriebene Abtreibung, wie das Magazin Texas Monthly 2010 berichtete. Johnson behauptete, die Abtreibung sei am 26. September 2009 an einer Schwarzen Patientin in der 13. Woche vorgenommen worden. Doch Daten, die Texas Monthly einsah, belegen: Es gab an dem Tag keine einzige Abtreibung in diesem Stadium und die einzige an dem Tag durchgeführte Abtreibung an einer Schwarzen Patientin betraf die 6. Woche, bei der kein Ultraschall eingesetzt wurde. Laut diensthabendem Arzt assistierte Johnson zudem bei keiner Abtreibung am 26. September. Dass sie sich im Datum geirrt haben könnte, ist unwahrscheinlich, weil die Klinik sonst nur noch am 12. September operative Abtreibungen durchführte, heißt es bei Texas Monthly.

Redigatur: Steffen Kutzner, Matthias Bau

Die wichtigsten, öffentlichen Quellen für diesen Faktencheck:

  • Fetal Awareness Evidence Review, Royal College of Obstetricians and Gynaecologists, Dezember 2022: Link (Englisch, archiviert)
  • Gestational Development and Capacity for Pain, American College of Obstetricians and Gynaecologists: Link (Englisch)
  • The Convert, Texas Monthly, Februar 2010: Link (Englisch, archiviert)

Zur Quelle wechseln
Author: Paulina Thom

#abtreibung #einem #einer #nicht #sondern #ultraschall #video

Dirk Bachhausendirk@www.bachhausen.de
2024-11-27

Starkregen in Valencia: Karte zeigt nicht entfernte, sondern vorhandene Wehre und Dämme

Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck / Zur Quelle wechseln

Faktencheck

Starkregen in Valencia: Karte zeigt nicht entfernte, sondern vorhandene Wehre und Dämme

Nach den Überschwemmungen Ende Oktober in der spanischen Provinz Valencia kursiert online eine Karte, die angeblich entfernte Staudämme in der Region zeigen soll. Doch die Karte zeigt etwas anderes.

von Paulina Thom

27. November 2024

Dieser Tiktok-Beitrag verbreitet Anfang November die falsche Behauptung, die blauen Punkte auf der Karte rund um Valencia zeigten entfernte Staudämme (Quelle: Tiktok; Screenshot und Schwärzung: CORRECTIV.Faktencheck)
Behauptung

Blaue Punkte auf einer Karte zeigten Dämme und Wasserrückhaltebecken, die rund um Valencia in Spanien entfernt worden seien.

Aufgestellt von: Beiträgen in Sozialen Netzwerken Datum:
31.10.2024

Quelle

Bewertung

Falsch
Über diese Bewertung

Falsch. Die Karte stammt vom europäischen Projekt Amber und zeigt die mit Stand Juni 2020 vorhandenen Flussbarrieren.

Nach Starkregen in der spanischen Provinz Valencia kam es am 29. Oktober 2024 zu einer schweren Flutkatastrophe. Über 200 Menschen starben. ​​In einigen Ortschaften fiel laut Medienberichten innerhalb eines Tages so viel Regen wie sonst in einem Jahr. Ursache für die Katastrophe war das Wetterphänomen Dana (Auf Spanisch: „Depresión Aislada en Niveles Altos“), ein Tiefdruckgebiet in großer Höhe über dem Mittelmeer. 

Wie auch nach anderen Extremwetter-Ereignissen kursierten online Spekulationen und Falschbehauptungen. Seit dem 31. Oktober verbreitet sich auf X, Tiktok, Telegram, Facebook und Threads eine Karte von der Provinz Valencia. Die blauen Punkte darauf sollen entfernte Staudämme und Rückhaltebecken zeigen. Der Vorwurf: Die Überschwemmungen seien dadurch verschlimmert worden. Allein der Tiktok-Beitrag erreichte mehr als 150.000 Aufrufe. Doch die blauen Punkte auf der Karte zeigen mitnichten entfernte Flussbarrieren.

Laut dem Netzwerk „Dam Removal Europe“ sind im Radius der Karte keine Dämme entfernt worden

In einem der Telegram-Beiträge ist als Quelle für die Karte die Webseite „Dam Removal Europe“ angegeben. Dahinter steckt ein Zusammenschluss von Aktivistinnen und Aktivisten, Umweltorganisationen und Forschenden. Ihr Ziel ist es, den natürlichen Lauf von Flüssen wiederherzustellen und Dämme abzubauen. Das kann die Artenvielfalt und die Wasserqualität verbessern. Auf der Webseite der Organisation gibt es eine Karte, auf der für ganz Europa anhand von Punkten erkennbar ist, wo und wann ein Damm oder auch eine kleinere Flussbarriere bis zum Jahr 2023 abgerissen wurde. 

Doch die Karte in Sozialen Netzwerken stammt nicht von dieser Webseite. Zum einen hat sie ein anderes Design. Wer sich auf der Karte von „Dam Removal Europe“ zudem das Gebiet rund um Valencia anschaut, findet gar keine Punkte für abgerissene Dämme oder Flussbarrieren.

Diese Karte von „Dam Removal Europe“ zeigt keine abgerissenen Dämme oder Flussbarieren rund um Valencia (Quelle: Dam Removal Europe; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Karte in Sozialen Netzwerken zeigt innerhalb des Projektes Amber erfasste Flussbarierren

Woher stammt die Karte aus den Beiträgen in Sozialen Netzwerken? Eine Bilder-Rückwärtssuche führt zu mehreren Faktenchecks, unter anderem . Sie fand heraus, dass die Karte vom europäischen Projekt Amber erstellt wurde. Wer auf deren Webseite in der Karte an die Stadt Valencia heranzoomt, findet dort denselben Ausschnitt, der in Sozialen Netzwerken kursiert. 

Doch anders als behauptet, zeigen die grünen und blauen Punkte keine entfernten Dämme, sondern bestehende und über das Projekt Amber digital erfasste Flussbarrieren. Das bestätigte Carlos Garcia De Leaniz, leitender Forscher des Projekts, gegenüber der Redaktion von USA Today

Im Rahmen des Projekts Amber haben unter anderem Wasserkraftunternehmen, NGOs und Forschungseinrichtungen, aber auch Bürgerinnen und Bürger, eine Bestandsaufnahme zu Barrieren in Flüssen erstellt. Die Karte zeigt den Stand von Juni 2020. Laut der Legende auf der Webseite zeigen die blauen Punkte Wehre, die grünen größere Dämme. Auch das Projekt Amber setzt sich dafür ein, Barrieren an Flüssen abzubauen.

Anders als online behauptet zeigt diese Karte keine entfernten, sondern mit Stand Juni 2020 vorhandene Dämme und Wehre rund um Valencia (Quelle: Amber; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Zwischen 2000 und 2021 wurden am Fluss Júcar 28 kleine und nicht mehr genutzte Barrieren entfernt

Zwischen 2000 und 2021 wurden in der Provinz Valencia fünf Wehre und kleinere Dämme abgerissen – also weitaus weniger als vorhandene Punkte auf der Karte in Sozialen Netzwerken. Das ist das Ergebnis einer Auswertung von Maldita mithilfe von Daten und einer Karte des spanischen Ministeriums für ökologischen Wandel und demografische Herausforderung. 

Entlang des Flusses Júcar, der besonders von den Überschwemmungen betroffen war, seien im selben Zeitraum insgesamt 28 solcher Flussbarrieren entfernt worden. Bei keinem davon habe es sich um für den Hochwasserschutz relevante Staudämme oder Talsperren gehandelt, sondern um kleine, nicht mehr genutzte Dämme und Wehre, wie das Ministerium auf Anfrage der Faktencheck-Redaktion der AFP bestätigte. 

Redigatur: Kimberly Nicolaus, Viktor Marinov

Die wichtigsten, öffentlichen Quellen für diesen Faktencheck:

  • Karte von Dam Removal Europe: Link (Englisch, archiviert)
  • Karte zu Flussbarrieren des europäischen Projekts Amber, 29. Juni 2020: Link (Englisch, archiviert)
  • Anzahl der abgerissenen Wehre nach hydrografischem Bezirk und pro Jahr, Ministerium für ökologischen Wandel und demografische Herausforderung: Link (archiviert)

Zur Quelle wechseln
Author: Paulina Thom

#entfernte #karte #nicht #sondern #starkregen #valencia #zeigt

Dirk Bachhausendirk@www.bachhausen.de
2024-11-20

TV-Sender Welt zeigte kein Video aus Call of Duty, sondern Aufnahmen aus der Ukraine

Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck / Zur Quelle wechseln

Faktencheck

TV-Sender Welt zeigte kein Video aus Call of Duty, sondern Aufnahmen aus der Ukraine

Angeblich habe der TV-Sender Welt in seiner Berichterstattung ein Video aus der Computerspielreihe Call of Duty gezeigt und es als Liveaufnahmen aus der Ukraine verkauft. Das stimmt nicht. Das Video stammt von der ukrainischen Asow-Brigade.

von Kimberly Nicolaus

20. November 2024

Ein Screenshot des auf Telegram verbreiteten Videos des TV-Senders Welt. Die darin gezeigten Aufnahmen wurden von der ukrainischen Asow-Brigade im Juli 2024 veröffentlicht (Quelle: Telegram; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck) Behauptung

Der Nachrichtensender Welt habe statt Liveaufnahmen aus der Ukraine ein Video aus Call of Duty gezeigt.

Aufgestellt von: Beiträgen in Sozialen Netzwerken Datum:
26.10.2024

Quelle

Bewertung

Falsch
Über diese Bewertung

Falsch. Laut dem US-Unternehmen, das das Computerspiel vertreibt, zeigt das Video keine Szenen aus Call of Duty. So lautet auch die Einschätzung eines Design-Experten. Die Aufnahmen stammen von der ukrainischen Kampfeinheit Asow.

Während ein Moderator des Nachrichtensenders Welt über „ganz aktuelle Bilder, nördlich des hart umkämpften Donbass“ spricht, blendete der Sender angeblich Szenen aus der Computerspielreihe Call of Duty ein – so lautet der Vorwurf, der sich seit Ende Oktober über russischsprachige Beiträge auf Telegram verbreitet. Die Behauptung kursiert auch in dutzenden Beiträgen auf Facebook, darunter auf Tschechisch, Italienisch, Spanisch und Arabisch. Derartige Videos wurden auf Tiktok mehr als 500.000 Mal angesehen. 

Sie unterstellen dem Sender eine unseriöse Berichterstattung – doch zu Unrecht, wie unsere Recherche zeigt.

Auf Tiktok wurde ein Video mit der Falschbehauptung über die angebliche Call of Duty-Szene mehr als 500.000 Mal angesehen (Quelle: Tiktok; Screenshot und Schwärzung: CORRECTIV.Faktencheck)

TV-Sender Welt nutzte Videoaufnahmen der Asow-Brigade

Eine Stichwortsuche auf Youtube mit der im Video sichtbaren Einblendung „Russen rücken auf Pokrowsk im Donbass vor“ führt zu dem Original-Video der Welt vom 21. August 2024. Mit diesem Hinweis finden wir auf der Webseite des Senders genau denselben Videoausschnitt, der in Sozialen Netzwerken geteilt wird. Ab Minute 1:18 sagt Journalist Guido Schmidtke: „Wir gucken uns hier mal auch ganz aktuelle Bilder an, nördlich des hart umkämpften Donbass im Bereich Pokrowsk, dort wo die Russen vorrücken. Das sind Aufnahmen der ukrainischen Streitkräfte, die dort in einem Waldgebiet russische Gräben angegriffen haben.“ Eine konkrete Quelle nennt er allerdings nicht, auch in dem Video gibt es dazu keine Einblendung.

Über eine Bilderrückwärtssuche mit einem Videoausschnitt finden wir heraus, dass das Video am 15. Juli 2024 von der Asow-Brigade auf Youtube (ab Minute 8:33) veröffentlicht wurde. Asow ist eine ukrainische Kampfeinheit, in deren Reihen in der Vergangenheit auch Rechtsextreme kämpften

Laut der Videobeschreibung entstand es im Serebryansky-Wald in der Region Luhansk im Donbass. Eine genauere Lokalisierung ist nicht möglich, jedoch passen die Bilder auf Google Maps zu den Aufnahmen der Asow-Brigade.

Computerspiel-Unternehmen Activision: Keine Szenen aus Call of Duty

Wir haben das Video zudem an die Pressestelle von Activision, dem amerikanischen Unternehmen hinter der Computerspielreihe Call of Duty, geschickt. Activision antwortete: „Tatsächlich handelt es sich bei den gezeigten Szenen nicht um Szenen aus Call of Duty.“ So lautet auch die Einschätzung von Sebastian Hirsch, Leiter des Fachbereichs Design an der Media University of Applied Sciences in Köln. Er schreibt: „Kein Computerspiel, auch keines der Call of Duty-Reihe, ist Ende 2024 in der Lage, Bilder dieser Qualität zu erzeugen.“ 

Einen Überblick mit allen Faktenchecks von uns zum Krieg in der Ukraine finden Sie hier.

Redigatur: Matthias Bau, Paulina Thom

Die wichtigsten, öffentlichen Quellen für diesen Faktencheck:

  • Russland meldet Drohnenangriff auf Moskau, Welt, 22. August 2024: Link (archiviert)
  • Youtube-Video der Asow-Brigade, 15. Juli 2024, Link (archiviert)

Zur Quelle wechseln
Author: Kimberly Nicolaus

#aufnahmen #sender #sondern #ukraine #video #zeigte

φօӀìէìҟచąէçհ🇩🇪🇪🇺PolitikWatch
2024-11-17

Das Problem für unser Land sind die , , und nicht nur von der nun auch 🤬 Das Sind auch , , und die sich der AfD anbiedern & die keine Lösungen für gar nichts haben.

Und euch darauf vor, das & mit der ❗️
CDU CSU und ihre täglichen .

φօӀìէìҟచąէçհ🇩🇪🇪🇺PolitikWatch
2024-11-14

ist die das .
für Deutschland, ❗️🤬😈

für & +

φօӀìէìҟచąէçհ🇩🇪🇪🇺PolitikWatch
2024-11-11

ist die für , das ❗️🤬

Dirk Bachhausendirk@www.bachhausen.de
2024-11-07
Das Selbstbestimmungsgesetz ist für viele das Ende eines langen Kampfes. Elya Conrad hat es Mut gemacht für einen ersten Schritt.

Direktlink

https://www.bachhausen.de/taz-ueber-selbstbestimmungsgesetz-kein-abschluss-sondern-ein-anfang/

#abschluss #anfang #selbstbestimmungsgesetz #sondern

Dirk Bachhausendirk@www.bachhausen.de
2024-11-04

Eine Sache vorab: Wir beim Volksverpetzer sind keine Fans von Dystopien und Panikmache. Dass die Demokratie, die beste Regierungsform der Menschheitsgeschichte, sich ständig gegen ihre Feinde behaupten muss, ist für uns absolut kein Zeichen ihres Niedergangs. Und dennoch müssen wir, als liberale Demokrat:innen, vorbereitet auf die Mittel sein, mit denen die Feinde der Demokratie sie bekämpfen wollen. Dazu sollten wir auch die Frage stellen: Wie stirbt eigentlich eine Demokratie?

Viele Menschen glauben sicherlich, dass man das dann schon erkennen würde, wenn es so weit wäre. Dann wäre ja alles irgendwie anders als jetzt in der Demokratie, es würde sich irgendwie so anfühlen, wie in den Filmen über den NS und wir alle wären mindestens im Kopf im Widerstand dagegen – oder? Falls du so denkst, haben wir leider eher schlechte Neuigkeiten für dich. Zunächst einmal muss an der Stelle angemerkt werden, dass nur ein verschwindet geringer Prozentsatz der Deutschen tatsächlich Widerstand geleistet hat. Während natürlich nicht alle Deutschen NSDAP und Hitler direkt gewählt haben, hatte sich also die große Mehrheit zumindest halbwegs im NS-Staat eingerichtet. Denn auch ein totalitäres Regime ist darauf angewiesen, dass genügend Leute zumindest mitmachen.

Nun sollten wir vorsichtig damit sein, die aktuelle Lage mit der NS-Zeit (oder auch den Jahren unmittelbar davor) zu vergleichen. Das ist nicht nur historisch ungenau, sondern bringt die Demokratie auch nicht weiter – außer, wir wollen uns von vornherein selbst entmutigen. Doch wir haben hier trotzdem historisch einmal weit ausgeholt, um zu zeigen: Das Ende einer Demokratie und der Aufstieg eines autokratischen Systems zeigen sich nicht unbedingt darin, dass überall Not, Elend und offensichtliche Unterdrückung ausbrechen. Gerade für Mitglieder der Mehrheitsgesellschaft sind die Anzeichen, wenn überhaupt, sehr subtil. Und gerade in den letzten Jahrzehnten zeigen gleich mehrere Beispiele: Demokratie stirbt oft nicht spektakulär und laut – sondern durch tausend Nadelstiche.

Zustand der Minderheiten – Zustand der Demokratie?

Ein wichtiges Frühwarnsystem für den Zustand der Demokratien ist die Lage der Minderheiten im Land. Gut erkennbar ist das oftmals erst im Nachhinein.

Ein Beispiel dafür ist Myanmar. Das Land war 2017 durch die NGO Freedom House vom “nicht freien” zum “teilweise freien” Staat hochgestuft worden. Es gab also scheinbare Verbesserungen im politischen System. Gleichzeitig begann in diesem Jahr die Vertreibung der muslimischen Minderheit der Rohingya, die schon seit längerer Zeit Opfer staatlicher Diskriminierung waren. Mittlerweile ist Myanmar wieder zum “nicht freien” Staat herabgestuft worden, es gehört zu den 20 am schlechtesten bewerteten Staaten und Regionen.

Indien wurde von Freedom House 2021 von “frei” zu “teilweise frei” herabgestuft. Grund dafür war die zunehmende Dominanz der hindu-nationalistischen BJP, die immer mehr Freiheitsrechte einschränkte. Besonders stark von diskriminierenden Maßnahmen betroffen war demnach die muslimische Minderheit in Indien. Narendra Modi, heutiger BJP-Premierminister von Indien, soll unter anderem 2002 bereits für anti-muslimische Ausschreitungen im Bundesstaat Gujarat mitverantwortlich gewesen sein. Er war zu diesem Zeitpunkt Regierungschef von Gujarat.

Tunesien galt lange Zeit als eines der wenigen afrikanischen Länder, das den Status als “frei” hatte. Es war auch der einzige Staat im Nahen Osten, der nach dem “Arabischen Frühling” 2011 tatsächlich politische Veränderungen erreicht hatte. Doch 2022 wurde das Land wieder auf “teilweise frei” zurückgestuft, nachdem Präsident Kaïs Saïed einseitig das Parlament aufgelöst und die Regierung ausgetauscht hatte. Der Niedergang der Demokratie in Tunesien war begleitet vom Aufstieg bzw. Comeback des Antisemitismus. Auch in vielen anderen Staaten des Nahen Ostens, die früher teils sehr große jüdische Communitys hatten, ging die Stärkung autoritärer Staaten mit der Vertreibung von Jüdinnen und Juden einher. So flohen zum Beispiel nach der Islamischen Revolution 1979 rund 70.000 Jüdinnen und Juden aus dem Iran. In vielen anderen Staaten leben schon seit den 1950er oder 60er Jahren kaum noch Jüdinnen und Juden.

Lage in Deutschland: Demokratie und Menschenrechte herrschen – noch?

Die Lage in diesen autoritären Staaten ist nicht mit der in Deutschland vergleichbar. Bei aller berechtigten Kritik hat Deutschland auch 2024 eine der besten Bewertungen, was politische Freiheit angeht. Wir sollten uns dessen bewusst sein, dass Demokratie und Menschenrechte ein Privileg und eine hart erkämpfte Errungenschaft sind, die wir nicht für selbstverständlich nehmen können. Umso wachsamer sollten wir sein, wenn Feinde der Demokratie diese Errungenschaften angreifen.

Schon länger bekommt Deutschland von Freedom House im Bereich der gleichberechtigten politischen Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen keine Bestnote. Das liegt dem Bericht zu Folge vor allem daran, dass Frauen im Bundestag weiterhin stark unterrepräsentiert sind. Allerdings wird auch kritisiert, dass durch die sehr langwierigen Prozesse zur Einbürgerung mehrere Millionen dauerhaft in Deutschland lebende Menschen nicht wählen dürfen.

Doch auch unabhängig von Parlamenten und Wahlen traten in letzter Zeit immer mehr Warnzeichen bezüglich der Lage von Minderheiten auf. Seit dem 7. Oktober sind beispielsweise die Fallzahlen von Antisemitismus sprunghaft angestiegen. Die Bedrohlichkeit dieser Entwicklung fast 80 Jahre nach dem Ende des Holocaust ist vielen weiterhin nicht ausreichend bewusst. Gleichzeitig stieg auch der Muslimhass enorm an – ebenfalls ohne, dass die Gefahr in Medien und Politik ausreichend diskutiert wurde.

Wir sollten marginalisierten Gruppen zuhören, nicht nur über, sondern mit Menschen reden. Nicht nur, weil sich das vielleicht wie das moralisch Richtige anfühlen mag. Sondern weil sie besonders früh und besonders intensiv davon betroffen sind, wenn Demokratie und Menschenrechte ausgehöhlt werden. Damit funktionieren sie wie ein gesellschaftliches Seismometer, das sehr früh ausschlägt, wenn die Demokratie gefährdet ist.

Gewalt, Desinformation, SLAPP-Klagen: Bedrohte Pressefreiheit

Die Pressefreiheit ist eine der wichtigsten Grundlagen einer Demokratie. Ein System, das auf freien Wahlen und Mehrheitsentscheidungen basiert, benötigt zwingend auch unabhängigen und freien Journalismus, um die notwendigen Informationen bereitzustellen, die Menschen brauchen, um ihre Wahlentscheidung zu treffen. Deshalb kann auch eine stückweise Einschränkung der Pressefreiheit ein Alarmzeichen für den Niedergang der Demokratie sein.

So ist es wenig überraschend, dass es gerade autokratisch regierte Staaten sind, die Journalist:innen ins Gefängnis stecken. Myanmar ist mit mindestens 68 Inhaftierten auch hier weit vorne mit dabei, in China sind es sogar über 100. Auch in Belarus, im Iran, in Russland, Saudi-Arabien, Syrien und Vietnam sind jeweils über 20 Journalist:innen wegen ihrer Arbeit inhaftiert. Die Zahlen von Reporter ohne Grenzen zeigen natürlich nur die bekannten Fälle auf, die Dunkelziffer könnte noch deutlich höher liegen.

Gerade in Krisensituationen sind es jedoch auch immer wieder demokratische Staaten, in denen die Pressefreiheit stark bedroht wird. Während der Corona-Zeit drückte beispielsweise die ungarische Regierung von Viktor Orbán ein Gesetz durch, infolgedessen bis zu fünf Jahre Haft für “falsche” Berichterstattung, die den “erfolgreichen Schutz” der Öffentlichkeit gefährden, drohen.

Auch in Deutschland hatte sich die Situation während der Corona-Pandemie verschlechtert. Hier waren es jedoch vor allem die Attacken und Übergriffe auf Demonstrationen, oft solchen gegen die Corona-Maßnahmen, die die Lage für die Pressefreiheit verschärften. Im letzten Jahr kamen dann auch vermehrt Übergriffe auf sogenannten “palästinasolidarischen” Demos hinzu.

Auch juristische Angriffe gegen Journalisten nehmen zu

Doch die Angriffe auf die Pressefreiheit sind nicht immer so spektakulär-schockierend wie die physische Gewalt am Rande von extremistischen Demonstrationen. Besonders beliebt sind dabei Angriffe auf juristischem Weg.

Die Rechercheplattform Correctiv hat das erfahren müssen, nachdem sie Anfang des Jahres ein rechtsextremes Geheimtreffen in Potsdam aufgedeckt hatte. In der Folge war Correctiv nicht nur massiven Anfeindungen ausgesetzt, sondern es wurde auch immer wieder versucht, die Berichterstattung vor Gericht mundtot zu machen. Die Versuche, Correctiv zu canceln, waren nicht erfolgreich (wenig überraschend – erst kürzlich gab selbst der Rechtsextremist Martin Sellner zu, dass Correctiv tatsächlich die ganze Zeit Recht hatte). Sie mussten letztlich nur einen unbedeutenden Nebensatz löschen, der mit dem Kern ihrer Recherche nichts zu tun hatte.

SLAPP-Klagen gegen die Demokratie?

Doch diese Masche des juristischen Vorgehens gegen unbequeme Berichterstattung hat Methode. Man nennt sie auch SLAPP-Klage und sie wird tatsächlich von Feinden der Pressefreiheit gern genutzt. Eine SLAPP-Klage ist eine Klage gegen einen journalistischen Beitrag oder einen Teil davon, die allerdings gar nicht mit der Absicht gestellt wird, vor Gericht zu gewinnen. Tatsächlich ist SLAPP-Kläger:innen in der Regel bewusst, dass ihre Klagen keine oder nur geringe Chancen darauf haben, sich tatsächlich vor Gericht durchzusetzen.

Aber warum nutzen sie dann überhaupt diese Methode der Klage? Das Perfide dabei ist, dass die Klage ihren Zweck in der Regel schon vor dem Gerichtsurteil erfüllt. Denn ja, eine große Rechercheplattform mit der Reichweite und den finanziellen Mitteln von Correctiv oder Volksverpetzer kann es sich leisten, einen Anwalt zu bezahlen, der sie gegen diese Klagen verteidigt. Doch gerade kleinere, unabhängige Plattformen oder freie Journalist:innen haben oftmals weder die finanziellen Möglichkeiten, noch die Zeit, sich eingehend mit der Klage zu beschäftigen.

Und so ziehen sie in der scheinbar aussichtslosen Situation dann lieber ihren Bericht zurück, als dass sie sich auf das Risiko eines juristischen Streits einlassen, der im Zweifel ihre finanziellen Mittel aufbraucht, Karrieren zerstört oder sogar die mentale Gesundheit beeinträchtigen kann. Auch wenn die SLAPP-Klage also nie eine Chance auf juristischen Erfolg hatte, hat sie dann in der Praxis ihre Wirkung entfaltet.

Fazit: Demokratie stirbt in der Dunkelheit – und lebt von den Menschen

Natürlich ist nicht die Demokratie am Ende, weil Correctiv einen Halbsatz löschen muss oder weil ein Einbürgerungsantrag von den Behörden verschleppt wird und die Person nicht an den Kommunalwahlen teilnehmen kann. Doch wir müssen verstehen, dass es eben nicht immer die großen, revolutionären Ereignisse sind, die ein politisches System stürzen. Gerade für die Demokratie sind es diese tausenden, oft banal wirkenden Nadelstiche, die sie in Gefahr bringen.

Die scheinbare Banalität dieser Entwicklungen könnte dabei sogar zur größten Bedrohung werden. Denn klar würden wir es alle hassen, wenn es gar keinen freien, unabhängigen Journalismus mehr gibt. Doch wenn jede Woche unbemerkt ein freies Radio stirbt, eine unabhängige Lokalzeitung aufgekauft wird und eine freie Journalistin frustriert ihren Beruf aufgibt, dann kommt über die Jahre ein enormer Rückgang an Pressevielfalt zusammen.

Wir schreiben diesen Artikel, um Augen zu öffnen. Wir wollen zu Wachsamkeit aufrufen. Hört auf diejenigen, die am stärksten gefährdet sind. Auch wenn es vielleicht unbequem ist, ihnen zuzuhören: Sie könnten eine Entwicklung bereits spüren, die ihr erst in 30 Jahren im Geschichtsbuch versteht.

“Democracy dies in Darkness”

“Democracy dies in Darkness” ist der offizielle Slogan der US-amerikanischen Zeitung Washington Post. Ein starker Spruch. Doch selbst die Washington Post schaffte es zuletzt nicht mehr, ein klares Bekenntnis gegen den anti-Demokraten Donald Trump zu veröffentlichen. Erstmals seit über 30 Jahren unterlässt die Washington Post eine Wahlempfehlung – wohl auch auf Druck des Besitzers und Multi-Milliardärs Jeff Bezos, um sich mit Trump gut zu stellen. Die Post wollte Harris empfehlen. In den Tagen darauf kündigten Hunderttausende ihr Abo, mehrere Journalist:innen der Post kündigten ebenfalls.

Das Beispiel zeigt, dass wir immer eine Chance haben, uns gegen die scheinbare Übermacht von autoritären Politiker:innen und ihren superreichen Verbündeten, die freie Berichterstattung blockieren wollen, zu wehren. Doch wir müssen erkennen, dass der Zeitpunkt dafür jetzt ist. Nicht “Was hättest du 1933 getan?” ist relevant. Sondern “Was tust du heute?”.

Artikelbild: Robert Michael/dpa

Zur Quelle wechseln

https://www.bachhausen.de/frage-nicht-was-haettest-du-1933-getan-sondern-was-tust-du-heute/

#frage #getan #hattest #heute #nicht #sondern

Dirk Bachhausendirk@www.bachhausen.de
2024-11-04

Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck / Zur Quelle wechseln

Faktencheck

Palästina: Trauerflor in UNRWA-Logo gilt nicht Hamas-Chef Sinwar, sondern getöteten Mitarbeitenden

Nach dem Tod von Hamas-Chef Yahya Sinwar verbreitet sich im Netz die Behauptung, das UN-Hilfswerk für Flüchtlinge aus Palästina habe als Zeichen der Trauer einen schwarzen Balken im Profilfoto auf X hinzugefügt. Das ist falsch, der Trauerflor ist dort seit Monaten zu sehen.

von Max Bernhard

04. November 2024

UN-Mitarbeiter betreten das Zentrum des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) im Flüchtlingslager Nuseirat im Zentrum des Gazastreifens (Quelle: Majdi Fathi / NurPhoto / Picture Alliance)
Behauptung

Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten, UNRWA, habe seinem Profilbild auf X nach dem Tod des Hamas-Chefs Yahya Sinwar einen schwarzen Balken hinzugefügt, um seine Trauer auszudrücken.

Aufgestellt von: Beiträgen in Sozialen Netzwerken Datum:
18.10.2024

Quelle

Bewertung

Falsch
Über diese Bewertung

Falsch. Der schwarze Balken ist bereits seit Oktober 2023 auf den Profilbildern der UNRWA auf X zu sehen, nicht erst seit der Ermordung Sinwars. Laut einer Sprecherin soll er den Mitarbeitenden gedenken, die während des Konflikts im Nahen Osten getötet wurden.

Am 16. Oktober 2024 tötete das israelische Militär den Chef der Hamas, Yahya Sinwar, in Rafah im Süden des Gazastreifens. Er galt als Stratege des Massakers vom 7. Oktober 2023 bei dem in Israel rund 1.200 Menschen durch Mitglieder der Terrororganisation getötet wurden.

Nach dem Tod Sinwars, heißt es in Beiträgen auf X, Facebook und Threads, das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten, UNRWA, habe seitdem als Zeichen der Trauer einen schwarzen Balken in seinen Profilbildern auf X. Beiträge mit der Behauptung verbreiten sich auch auf Englisch und erzielen teils zehntausende Aufrufe.

Doch das Hilfswerk UNRWA hatte den schwarzen Balken mindestens seit einem Jahr in seinem Profilbild – er hat nichts mit dem Tod Sinwars zu tun.

Anders als in Beiträgen auf X und anderen Sozialen Netzwerken behauptet, hat der schwarze Balken im Profilbild des UNRWA nichts mit dem Tod Yahya Sinwars zu tun. (Quelle: X; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

UNRWA fügte schwarzen Balken spätestens im Oktober 2023 hinzu 

Mit Internetarchiven wie der Wayback Machine oder Archive Today lassen sich alte Versionen von Webseiten nachsehen – auch für Profile in Sozialen Netzwerken. Eine Suche in der Wayback Machine zeigt, dass der schwarze Balken bereits am 19. Oktober 2023 im Profilbild von UNRWA auf X sichtbar war. Auf Facebook fügte UNRWA seinem Profilbild den schwarzen Balken schon am 11. Oktober 2023 hinzu.

Auch in den Wochen vor Sinwars Tod war der Trauerflor im Profilbild auf X weiterhin zu sehen, wie auf Archive Today zu sehen ist. Es ist daher unwahrscheinlich, dass er zwischenzeitlich entfernt und nach Sinwars Tod wieder hinzugefügt wurde.

Nachdem sich die Behauptungen zum Tode Sinwars und dem UNRWA-Profilbild verbreitet hatten, erklärte die Sprecherin der Organisation, Juliette Touma, am 18. Oktober 2024 auf X, dass der Trauerflor hinzugefügt worden sei, um an verstorbene Kolleginnen und Kollegen zu erinnern. Bisher seien in dem Konflikt 230 Mitarbeitende von UNRWA getötet worden.

Neun UNRWA-Mitarbeiter wegen möglicher Teilnahme an Attentat vom 7. Oktober 2023 entlassen

Einige Nutzer nehmen die Behauptung zum Anlass, dem Hilfswerk UNRWA vorzuwerfen, eine Terrororganisation zu sein. Diese Anschuldigung erhebt auch die israelische Regierung.

Die Vereinten Nationen gaben im Februar 2024 eine Untersuchung in Auftrag, um die israelischen Vorwürfe, dass UNRWA-Mitarbeiter an den Terroranschlägen auf Israel am 7. Oktober 2023 beteiligt gewesen seien, zu überprüfen. Der im April veröffentlichte sogenannte Colonna-Bericht fand keine Belege für systematische Verbindungen zwischen UNRWA und Terroristen. Er stellte außerdem fest, dass das Hilfswerk UNRWA Israel regelmäßig Listen seiner Mitarbeiter zur Überprüfung vorgelegt hatte. Die israelische Regierung habe UNRWA demnach „seit 2011 nicht über irgendwelche Bedenken in Bezug auf UNRWA-Mitarbeiter auf der Grundlage dieser Listen informiert“. Laut dem Bericht verfüge UNRWA über ein „ausgeprägteres Neutralitäts-Konzept“ als andere ähnliche UN-Einrichtungen und NGOs.

UNRWA erklärte im März, dass einige Mitarbeiter, die aus israelischer Haft in den Gazastreifen entlassen wurden, nach eigenen Angaben von den israelischen Behörden unter Druck gesetzt wurden. Sie sollten demnach fälschlicherweise behaupten, dass das Hilfswerk Verbindungen zur Hamas habe und Mitarbeiter an den Anschlägen vom 7. Oktober beteiligt gewesen seien. Im August entließen die Vereinten Nationen neun UNRWA-Mitarbeiter, weil sie möglicherweise an den Attentaten beteiligt gewesen sein könnten.

Am 28. Oktober 2024 stimmte das Parlament in Israel dafür, die UNRWA zu verbieten. Die Entscheidung wurde von der deutschen Bundesregierung und international kritisiert.

Redigatur: Matthias Bau, Sarah Thust

Zur Quelle wechseln
Author: Max Bernhard

https://www.bachhausen.de/palaestina-trauerflor-in-unrwa-logo-gilt-nicht-hamas-chef-sinwar-sondern-getoeteten-mitarbeitenden/

#hamas #nicht #palastina #sinwar #sondern #trauerflor #unrwa

Dirk Bachhausendirk@www.bachhausen.de
2024-10-15

Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck / Zur Quelle wechseln

„Seit einiger Zeit schon wächst die Eisbedeckung in Grönland, was sich als unpraktisch für die Klimawandler erweist“, heißt es in einem Anfang September. Sowohl in der Antarktis als auch in der Arktis würde es seit einigen Jahren kälter werden, in Grönland seit 2012. Das dortige Inlandeis habe sich „in den letzten zwölf Monaten völlig normal entwickelt, wobei die Massenbilanz an der Oberfläche mit der normalen Rate zunahm“, schreibt der Autor. All dies sei in Studien, Datensätzen und Erfahrungen belegt. 

Der Blog-Artikel verbreitet sich unter anderem auf X, Telegram und Facebook und erreichte mehr als hunderttausend Aufrufe. Auch die Blogs Kettner Edelmetalle und Unser Mitteleuropa griffen einige der Behauptungen auf.

Doch was ist dran an den Behauptungen? Mehrere Forscher schreiben uns, die Blog-Artikel betrieben Rosinenpickerei und seien irreführend.

Mehr als hunderttausend Aufrufe hat allein dieser X-Beitrag mit der Behauptung, der Eisschild in Grönland wachse. Laut Forschenden ist die Behauptung irreführend. (Quelle: X; Screenshot und Schwärzung: CORRECTIV.Faktencheck)

Nein, die Temperaturentwicklungen in Arktis und Antarktis widersprechen nicht dem Klimawandel

Von Jahr zu Jahr gibt es zwar Temperaturschwankungen in Arktis (Nordpol) und Antarktis (Südpol) – sprich im einen Jahr kann es mal wärmer sein als im anderen. Entscheidend aber für die Frage, ob sich das Klima erwärmt oder abkühlt, sind langjährige Trends. Hierfür vergleichen Forschende die Durchschnittstemperatur eines Jahres mit einer Referenzperiode – die Weltorganisation für Meteorologie empfiehlt einen Zeitraum von 30 Jahren.

Für die Arktis bedeutet das laut dem Erdbeobachtungsprogramm Copernicus: 2023 lag die Jahresdurchschnittstemperatur für die gesamte Arktis (an Land und Meer) 0,92 Grad Celsius über dem Durchschnitt für den Referenzzeitraum 1991 bis 2020. Die zehn wärmsten Jahre seit dem Aufzeichnungsbeginn 1950 waren alle nach 2010. Von einer Abkühlung „in den letzten Jahren“ kann also keine Rede sein. Insgesamt hat sich die Arktis in den letzten zwei Jahrzehnten laut Sonderbericht des Weltklimarats (IPCC) von 2019 mehr als doppelt so schnell erwärmt, wie der globale Durchschnitt. Warum das so ist, haben wir in diesem Faktencheck erklärt. 

Weniger eindeutig ist die Lage in der Antarktis: Je nach Region kam es hier in den letzten Jahrzehnten mal zu Erwärmungs-, mal zu Abkühlungstrends. Laut dem Sonderbericht des Weltklimarats weise die östliche Antarktis in den vergangenen 30 bis 50 Jahren insgesamt keine signifikante Veränderung der Temperatur auf. Aber der westliche Teil des Kontinents habe sich erwärmt. Seit 1950 um etwa 3 Grad Celsius und damals fünf Mal schneller als der globale Durchschnitt. Seit Ende der 1990er Jahre gibt es auch in der West-Antarktis einen Abkühlungstrend, der die vorherige Erwärmung jedoch nicht überwiegt. Die Ursachen für die unterschiedlichen Trends werden aktuell erforscht. Wie wir in einem früheren Faktencheck berichteten, sind einzelne Kälteextreme der vergangenen Jahre aber kein Widerspruch zum Klimawandel. 

Doch, in Grönland wird es wärmer

Weiter behauptet TKP: „Nach einer kurzen, starken Erwärmung von 1994 bis Anfang der 2000er Jahre seien die mittleren jährlichen Landoberflächentemperaturen in Grönland seit etwa 2003 ohne Trend, seit 2012 habe sich das Land abgekühlt“. 

Als Beleg für die vermeintliche Abkühlung wird auf eine Studie verlinkt. Doch in der Studie ist davon nichts zu lesen. Sie legt vor allem dar, wie sich Oberflächentemperatur und das Abschmelzen des grönländischen Eisschildes von 2000 bis 2020 entwickelten und zusammenhängen. Hervorgehoben wird dabei unter anderem, dass 2002, 2010, 2012 und 2019 sehr warme Sommer waren, die teils mit einem extremen Abschmelzen des Eisschildes zusammenfielen. Davon, dass sich Grönland seit 2012 abkühle, steht in der Studie nichts. 

Die Behauptung, Grönland habe sich seit 2012 abgekühlt, sei „Rosinenpickerei der schlimmsten Sorte“, schreibt uns Ted Scambos, Klimaforscher am Cooperative Institute for Research In Environmental Sciences der Universität Colorado Boulder. 2012 sei ein außergewöhnliches, rekordverdächtig warmes Jahr gewesen, sowohl für das Grönlandeis als auch für das arktische Meereis. „Zu behaupten, der Eisschild habe sich im Vergleich zu einem Rekordjahr abgekühlt, ist irreführend“, schreibt Scambos. Auch Ingo Sasgen, Glaziologe am Alfred-Wegener-Institut, schreibt uns, das Rekordjahr 2012 sei zwar bisher nicht wieder erreicht worden, dennoch sei es im Mittel auch danach in Grönland zu warm. 

Grafik des dänischen Polarportals zeigt Oberflächenmassenbilanz des grönländisches Eisschildes 

Weiter heißt es bei TKP, der Eisschild auf Grönland wachse langsam. Als Beleg dafür teilt der Blog eine Grafik des dänischen Polarportals vom 31. August 2024. Die Grafik des Portals zeigt die Entwicklung der Oberflächenmassenbilanz des grönländischen Eisschildes – diese nimmt bei Schneefall zu und wird geringer bei Schnee- und Eisschmelze. Abgebildet wird das immer für das sogenannte Bilanzjahr in Gigatonnen. Es beginnt mit dem Eiswachstum im Herbst (September) und reicht bis zum Ende der Eisschmelze im Sommer (August), wie uns Martin Stendel vom Dänischen Meteorologischen Institut erklärt, der das Polarportal koordiniert. Denn: „Das Inlandeis sammelt zehn Monate im Jahr Schnee an und beginnt dann im Juli und August zu schmelzen. Ab Anfang September ist es dann so kalt, dass sich der gesamte Schnee ansammelt.“

In der Grafik werden insgesamt vier Dinge dargestellt: 

  • Die blaue Kurve zeigt die Oberflächenmassenbilanz für das Bilanzjahr 2023/24.
  • Die rote Kurve zeigt die entsprechende Entwicklung für das Bilanzjahr 2011/12, als der Schmelzgrad einen Rekordwert erreichte. 
  • Die graue Kurve zeichnet den Mittelwert des Zeitraums 1981 bis 2010 nach.
  • Der hellgraue Bereich zeigt die Spannbreite über 30 Jahre (im Zeitraum 1981 bis 2010). 
Auf diese Grafik beruft sich der Blog TKP für seine Behauptung, dass der grönländische Eisschild sich normal entwickelt habe (Quelle: Polarportal.dk; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Zu erkennen ist, dass die blaue Linie für das Jahr 2023/2024 in etwa mit dem Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010 übereinstimmt. Daraus schlussfolgert TKP, dass das grönländische Inlandeis sich in den letzten zwölf Monaten „völlig normal entwickelt hat, wobei die Massenbilanz an der Oberfläche mit der normalen Rate zunahm“. Beides stimmt nicht.

Für die gesamte Massenbilanz des Eisschildes müssen weitere Faktoren berücksichtigt werden

Grundsätzlich ist die Oberflächenmassenbilanz unter heutigen klimatischen Bedingungen immer positiv – sprich es fällt mehr Schnee als wegschmilzt, wie Stendel erklärt. Allerdings entspreche der Durchschnitt des Zeitraums 1981 bis 2010 schon einer Phase, in der die Oberflächenmassenbilanz zu gering gewesen sei, schreibt uns Sasgen. Dementsprechend hat sie in der Saison 2023/24 nicht, wie von TKP behauptet, mit der „normalen Rate“ zugenommen. Auch Ted Scambos schreibt uns auf Anfrage, dass der Langzeittrend der Oberflächenmassebilanz „ziemlich stark“ abwärts gehe. Das zeigt auch folgende Grafik von Copernicus von 2019:

Diese Grafik zeigt, dass die Massenbilanz an der Oberfläche verglichen mit 1992 seit einigen Jahrzehnten sinkt (Quelle: Copernicus; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Doch etwas Anderes ist noch entscheidender: Neben der Grafik beim Polarportal steht der Hinweis, dass die Massenbilanz an der Oberfläche nicht identisch ist mit der Massenbilanz des gesamten Eisschildes. Letztere umfasst Masse, die verloren geht, wenn Gletscher abkalben, das Schmelzen von Gletscherzungen, wenn sie mit warmem Meerwasser in Berührung kommen, sowie Reibungs- und andere Effekte am Boden des Eisschildes. Stendel schreibt uns, diese Information werde oft ignoriert und die Abbildung damit absichtlich falsch interpretiert. TKP erwähnt diese Information zwar im Blogbeitrag, zieht aber dennoch die falschen Schlüsse aus der Grafik und lässt die Hintergründe zur gesamten Massenbilanz außer Acht. 

2023/24 war das 28. Bilanzjahr in Folge mit Verlusten am grönländischen Eisschild

Wie steht es also um die ganze Massenbilanz des grönländischen Eisschildes? Allein ein Blick auf einen der von TKP ausgeblendeten Prozesse macht deutlich, dass der Eisschild kleiner wird: Kalben heißt das Abbrechen von Teilen von ins Meer ragenden Gletschern. Dabei verliere der arktische Eisschild etwa 530 Gigatonnen Masse pro Jahr, schreibt uns Sasgen. Insgesamt betrachtet verliere der grönländische Eisschild eindeutig an Masse.

Das belegt eine Grafik, die uns Stendel per Mail schickt. Für eine ausgeglichene Massenbilanz (rote Linie) müssten die Schneefälle (blaue Linie) groß genug sein, um alle Verluste durch Kalben, Schmelzen (grüne Linie) und Bodeneffekte (gelbe Linie) auszugleichen – das sei aber nicht mehr der Fall, so Stendel. 

Die Oberflächenmassenbilanz (blaue Linie) gleicht seit 28 Jahren die Verluste des Eisschildes nicht mehr aus. Die Gesamtmassenbilanz (rote Linie) liegt auch in der Saison 2023/24 unter Null. (Quelle: Martin Stendel)

„In Wirklichkeit war 2023/24 das 28. Jahr in Folge mit Eisverlusten“, so Stendel. In den letzten 23 Jahren habe der Eisschild nach den Modellen des dänischen Polarportals fast 4.800 Milliarden Tonnen an Masse verloren. Das habe zu einem Anstieg des weltweiten Meeresspiegels um fast 1,3 Zentimeter beigetragen.

Eisschilde sowohl in der Antarktis auch als in der Arktis verlieren seit Jahrzehnten an Masse

Anders als TKP behauptet, ist die Grafik im Blogartikel laut allen drei Forschenden kein Beleg dafür, dass der grönländische Eisschild wachse. „Grönland verliert an Masse. Das geschieht schon seit Jahrzehnten. Es ist auf die Erwärmung des Klimas zurückzuführen“, schreibt uns Scambos. Dies sei durch eine Vielzahl von Beweisen und Studien belegt.

Dass die Eisschilde an beiden Polen schrumpfen, belegen auch Satellitendaten der Nasa: Seit 2002 verliert der Eisschild in der Antarktis im Durchschnitt etwa 150 Milliarden Tonnen und der grönländische Eisschild etwa 270 Milliarden Tonnen Eismasse pro Jahr. Eine Grafik der European Space Agency zeigt, wie der Massenverlust an den Polen zum Anstieg des globalen Meeresspiegels beiträgt.

Veränderung der Massenbilanz der grönländischen und antarktischen Eisschilde in Gigatonnen und ihr Beitrag zum globalen Meeresspiegel im Zeitraum 1992 bis 2020 (Quelle: European Space Agency; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Wir haben den Blog TKP mit den Ergebnissen des Faktenchecks konfrontiert, eine inhaltliche Rückmeldung auf unsere Fragen erhielten wir nicht. Es ist nicht das erste Mal, dass der Blog mit Desinformation auffällt: In der Vergangenheit haben wir bereits mehrere seiner Beiträge im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und des Klimawandels geprüft. Auch der Blog Kettner Edelmetalle verbreitet immer wieder Verschwörungserzählungen und Desinformation.  

Fazit: Weder wird es in der Arktis kühler, noch wächst der grönländische Eisschild. 2012 war es in Grönland außergewöhnlich warm, weshalb die Temperaturen in den Folgejahren geringer waren. Im Schnitt ist es aber auch danach in der Region zu warm gewesen. In der Antarktis dagegen gibt es regionale Unterschiede und keinen eindeutigen Trend bei den Temperaturen. Die Grafik des dänischen Polarportals zeigt lediglich die Oberflächenmassenbilanz des Eisschildes in Grönland. Daten zur Gesamtmassenbilanz belegen: An beiden Polen haben die Eisschilde in den vergangenen Jahrzehnten an Masse verloren.  

Redigatur: Uschi Jonas, Steffen Kutzner

Die wichtigsten, öffentlichen Quellen für diesen Faktencheck:

  • Zustand des Klimas in Europa 2023, Erdbeobachtungsprogramm Copernicus: Link (Englisch)
  • Sonderbericht des Weltklimarats IPCC 2019: Link (PDF, Englisch, archiviert) 
  • Dänisches Polarportal: Link (Englisch) 
  • Entwicklung der Eisschilde, Nasa: Link (Englisch)

Zur Quelle wechseln
Author: Paulina Thom

https://www.bachhausen.de/groenlands-eisschild-waechst-nicht-sondern-schrumpft-seit-jahrzehnten/

#eisschild #gronlands #jahrzehnten #nicht #schrumpft #sondern #wachst

Dirk Bachhausendirk@www.bachhausen.de
2024-10-04

Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck / Zur Quelle wechseln

Faktencheck

Manipuliertes Video: Straßenmusiker singt kein migrationsfeindliches Lied, sondern „Last Christmas“

Ein Video, das AfD-Politiker Maximilian Krah auf X teilte, erweckt den Anschein, als singe ein Straßenmusiker ein migrationsfeindliches Lied. Das stimmt nicht, der Mann sang „Last Christmas“. Das Lied im Video wurde ausgetauscht.

von Kimberly Nicolaus

04. Oktober 2024

Dem Video, das den Straßenmusiker Satre zeigt, wurde nachträglich eine andere Tonspur eingefügt. Im Original singt Satre eine Coverversion von „Last Christmas“ (Quelle: Tiktok; Screenshot und Collage: CORRECTIV.Faktencheck) Behauptung

Ein Video zeige einen Sänger, der in England auf der Straße ein migrationsfeindliches Lied singe.

Aufgestellt von: viralem Tiktok-Video Datum:
11.08.2024

Quelle

Bewertung

Manipuliert
Über diese Bewertung

Manipuliert. Dem Video wurde nachträglich eine andere Tonspur hinzugefügt. Im Originalvideo singt der Straßenmusiker Satre eine Version des Weihnachtsliedes „Last Christmas“.

Bei abendlicher Straßenbeleuchtung spielt ein Mann Gitarre. Er singt zu Lewis Capaldi’s Melodie von „Someone You Loved“ vor dutzenden Passantinnen und Passanten auf Englisch: „Das Vereinigte Königreich ist im Arsch, und es gibt niemanden, der mich retten kann. […] Ich packe besser meine Koffer, denn ich haue ab. Rüber nach Polen, wo die Straßen sicher sind. […] Wo sind die Kinder, keine Frauen in Sicht, nur Männer auf diesen Schiffen. Hört auf, das Geld zu geben.“ 

Die Szene ist in einem Video zu sehen, das Maximilian Krah, AfD-Politiker und fraktionsloser Abgeordneter im EU-Parlament, am 19. September auf X teilte. Sein Beitrag wurde mehr als 1.100 Mal geteilt – das Video hat er aus einem englischsprachigen X-Beitrag, der mehr als 18.700 Mal geteilt wurde. 

Doch das Video ist manipuliert. Der Mann sang etwas ganz anderes – das Weihnachtslied „Last Christmas“. 

Maximilian Krah veröffentlichte einen X-Beitrag mit einem manipulierten Video. Die Tonspur wurde nachträglich geändert. Im Original sang der Mann eine Version von „Last Christmas“. (Quelle: X; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Video zeigt Straßenmusiker Satre – im Original singt er „Last Christmas“ von Wham!

In dem X-Beitrag von Krah ist erkennbar, dass das Video von Tiktok stammt. Über eine Stichwortsuche mit den Worten „The UK is fucked up song“ finden wir dort mehrere Videos, die den Straßenkünstler zeigen. Ein Tiktok-Profil veröffentlichte es schon am Abend des 11. August 2024 mit dem Kommentar „True words“. 

Auf demselben Profil fand sich bis Anfang Oktober eine zweite Version des Videos. Darin hieß es: „Das Original … brillanter Straßenmusiker in London“, aber die Tonspur war eine andere. Der Mann sang in diesem Video: „You gave it away, this year, to save me from tears, I’ll give it to someone special“ – die Zeilen von „Last Christmas“ der britischen Band Wham!

Welches ist das Original? 

In den Videos ist erkennbar, dass der Sänger eine Pappe in seinem Gitarrenkoffer aufgestellt hat. Darauf steht der Künstlername Satre. Eine Google-Suche nach dem Namen führt zu einem schwedischen Singer-Songwriter, der laut seinem Instagram-Profil häufig mit Cover-Songs in den Straßen Londons auftritt. 

Wir haben ihn bei Instagram kontaktiert. Er antwortete: Das Video mit der Tonspur „The UK is fucked up“ zeige seinen Auftritt. Doch es sei erkennbar, dass er in einem anderen Tempo spiele als die Tonspur suggeriert und Hintergrundgeräusche fehlten. „Ich spiele ‚Last Christmas‘ im Original“, schreibt Satre.

Tonspur im Video wurde mit der Tiktok-Funktion „Song verwenden“ durch eine andere ersetzt 

Tatsächlich ist bei Tiktok erkennbar, dass der Ton dem Video hinzugefügt wurde. Ein Klick auf das Symbol unten rechts im Video führt zu 140 weiteren Videos, die dieses Lied als Tonspur verwenden (Stand: 2. Oktober 2024) – und auch zu dem Original-Song. Das Lied stammt aus einem Tiktok-Video eines Nutzers, der bei Tiktok völlig andere Lieder singt als Satre. 

Das virale Tiktok-Video (links) enthält eine Tonspur (grüne Markierung), die – wie im rechten Bild zu sehen – 140 weitere Videos auf Tiktok nutzen. Sie stammt nicht von dem Straßenmusiker Satre, sondern von einer anderen Person (gelbe Markierung). (Quelle: Tiktok; Screenshot und Collage: CORRECTIV.Faktencheck)

Warum die Tiktok-Funktion „Song verwenden“ Wegbereiter für Desinformation sein kann, erklären wir in diesem Artikel. In diesem Fall erreichte das manipulierte Video mehr als 2,5 Millionen Aufrufe – das Original erhielt nur knapp 17.000.

Der Tiktok-Nutzer, der beide Videos veröffentlicht hat, kommentiert unter der manipulierten Version: „Ich habe nur ein Video gemacht und darin diesen Straßenmusiker verwendet.“ Er fordert dazu auf, dem Musiker zu folgen, von dem der Ton im Video ist. Davon wird in den Beiträgen auf X nichts erwähnt.

Auf unsere Anfrage an die Person hinter dem Tiktok-Profil, warum sie das Video mit einer falschen Tonspur veröffentlichte, erhielten wir keine Antwort. Das Video, in dem der Sänger das Weihnachtslied singt, verschwand nach unserer Anfrage von Tiktok, der Fake ist dagegen weiter abrufbar. AfD-Politiker Maximilian Krah reagierte nicht auf unsere Frage, ob er seinen X-Beitrag mit dem manipulierten Video löschen wird.

Mitarbeit: Laura Seime
Redigatur: Sarah Thust, Steffen Kutzner

Zur Quelle wechseln
Author: Kimberly Nicolaus

https://www.bachhausen.de/manipuliertes-video-strassenmusiker-singt-kein-migrationsfeindliches-lied-sondern-last-christmas/

#christmas #enmusiker #manipuliertes #migrationsfeindliches #singt #sondern #video

Client Info

Server: https://mastodon.social
Version: 2025.07
Repository: https://github.com/cyevgeniy/lmst