Aus dem Landtag: Unsicher im eigenen Zuhause â HĂ€usliche Gewalt muss bekĂ€mpft werden
1 min geschÀtzte Lesedauer27. March 2025
Das Thema der HĂ€uslichen Gewalt findet im öffentlichen Diskurs noch immer zu wenig Beachtung, dabei ist die Lage dramatisch. 2024 gab es eine Zunahme der FĂ€lle um 1,9% im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt waren es 61.406 Straftaten im Bereich der HĂ€uslichen Gewalt zu denen unter anderem Körperverletzung, Stalking, Bedrohung und Nötigung zĂ€hlen. Die Dunkelziffer dĂŒrfte hier um einiges gröĂer sein. Durch Faktoren wie Scham, AbhĂ€ngigkeitsverhĂ€ltnisse oder falschverstandene LoyalitĂ€t kommen viele der Delikte nur sehr spĂ€t, oder gar nicht ans Tageslicht. HĂ€usliche Gewalt trifft ĂŒberwiegend Frauen. Unter den Betroffenen betrĂ€gt ihr Anteil 71%. TĂ€ter sind in ĂŒberwĂ€ltigender Zahl mit 75% meist MĂ€nner. Nicht selten mĂŒndet diese geschlechterspezifische Gewalt in Femiziden, also dem Mord an einer Frau, weil sie eine Frau ist.
Um dies zu verhindern, brauchen wir echte MaĂnahmen. Durch das, Anfang des Jahres auf Bundesebene beschlossene, Gewalthilfegesetz sollen Beratung und Schutz bei geschlechterspezifischer Gewalt niedrigschwellig und kostenlos fĂŒr Betroffene möglich sein. Die Umsetzung dieses Rechtsanspruchs wird jedoch erst 2032 in Kraft treten. Es braucht schon vorher einen Plan wie mit den massiv gestiegenen FĂ€llen HĂ€uslicher Gewalt umgegangen wird. Wir fordern die Landesregierung hier unter anderem dazu auf die Zahl der FrauenhausplĂ€tze zu erhöhen und auch die Strukturen fĂŒr Beratungs-, sowie PrĂ€ventionsangebote stĂ€rker auszubauen. Unseren Antrag könnt ihr hier nachlesen.
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2025-03-27
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