… und Blogs liest eh niemand – mkln.org
Drüben bei Michael ist ein langer guter Text erschienen, zum Thema 'eigene Website' und 'bloggen':
Wer einen Blogbeitrag veröffentlicht, will gelesen werden. Die Motivation dazu erfolgt ohne Eile und ohne Druck, getragen vom Willen zur Veröffentlichung. Social Media folgt einer anderen Logik. Dort dominiert die Lust auf Reaktion. Sie zwingt die User, die Regeln der Plattform-Ökonomie zu verinnerlichen. Sie spüren, dass etwas nicht stimmt, interagieren aber eifrig weiter und akzeptieren, dass ihre Inhalte zu Wegwerfprodukten werden und die Entwicklung eines Gedankens irrelevant ist. Das ist das exakte Gegenteil des Bloggens.
(…)Immerhin ist der Blogbeitrag das Epitom des Internets: ein unter einer stabilen URL frei abrufbarer, unabhängig ausgelieferter, einer Person zurechenbarer Inhalt. (…)
Während Blogbeiträge für die Ewigkeit geschrieben werden, sind Mitteilungen in sozialen Medien – der inhärenten Logik der Plattformen folgend – Wegwerfprodukte. Wenn ich mir das vor Augen führe, ist das Posten auf Social Media nicht nur in übertragenem Sinne, sondern auch faktisch verschwendete, vergeudete Zeit. Die Inhalte dort sind ein Strohfeuer, Blogbeiträge hingegen glühende Kohlen.
Beides hat seine Existenzberechtigung, ja, in gewisser Weise gibt es sogar eine Abhängigkeit beider zueinander. Aber eines ist deswegen nicht „veraltet“ oder in sonst einer Form passé. Das eine ermöglicht Dinge, die das andere verunmöglicht. (…)
mkln.org
Da schwingt sehr viel mit, was auch als Motivation und Philosophie beim Indieweb zugrunde liegt.
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