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Antifaschistischer Selbstschutz ist notwendig! Die ersten Prozesstage im Antifa-Ost-Verfahren

Ein frostiger Prozessbeginn, in einem Großverfahren gegen Antifaschist:innen. Es ist Dienstag, der 25. November 2025, es hat leicht geschneit, die Schilder, „Im Zweifel für die Antifa“ und andere Aufschriften, stehen in den Schneeresten an dem Fahrradständer vor dem bunkerartigen Prozessgebäude des Oberlandesgerichts Dresden.

Hier ein ausführlicher schriftlicher Prozessbericht:
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Im Hintergrund ein bunkerartiges, zweistöckiges Gebäude. Graue Ziegelsteine, einige schmale Fenster. Davor stehen Menschen hinter einem Banne. aus dem mehrere Meter langen weißen Banner steht in Großbuchstaben und in roter Farbe "Free all Antifas".
Der Boden im Vordergrund ist gepflastert und es ist ein Gullydeckel zu sehen.

Angeklagte Antifaschistisch:innen geben politische und teils sehr bewegende persönliche Erklärungen ab!

Im Dresdner Antifa-Ost-Verfahren haben soeben Tobi, Julian und Thomas jeweils persönlich politische Erklärungen verlesen.

Tobi sprach von der Allgegenwärtigkeit rechtsextremer Gewalt zB in Eisenach und machte geltend, dass entschlossene Gegenwehr hiergegen zulässig war und ist. Der Klassen- und Gesinnungsjustiz gehe es nicht um gesellschaftliche Fragen, sondern den Schutz der Mächtigen und Reichen.

Julian blickte in seiner Erklärung zurück in die Jahre ab 2012, als es zu zahlreichen rechtsextremen Angriffen und auch Morden kam. Der Neonazi Leon Ringl, ein angebliches Opfer im hier verhandelten Prozess, sei ein führender Nazikader gewesen.
Linksorientierte Jugendliche seien permanenter Bedrohungen und Übergriffe von rechts ausgesetzt gewesen. Der Staat stand dabei stets für die Ignoranz rechter Gewalt.

Zuletzt sprach Thomas: er hält es nicht für einen Skandal, wenn die Justiz ermittele, wenn Nazis verletzt werden, aber ein Skandal sei es, soetwas nicht am Amtsgericht, sondern am Oberlandesgericht zu verhandeln.

Dann führte Thomas die Prozessbeteiligten in seine Welt in Königs Wusterhausen, als linke Freude und Bekannte durch Neonazis schwer verletzt und ermordet wurden. Immer wieder von großer Erschütterung durchzogenen, sprach Thomas knapp 30min und erläuterte, warum antifaschistischer Selbstschutz unabdingbar war und ist. Wahlweise ignorierte oder schützte die Polizei die Neonazis, bzw. bildete selbst entsprechende rechte Netzwerke.

Antifaschismus, so Thomas am Schluss, sei notwendig!

Aus dem Publikum kam es nach allen Redebeiträgen zu spontanem Beifall, auf den der Sicherheitsbeauftragte des OLG mit der Drohung reagierte, er werde scharfe Maßnahmen ergreifen, bzw veranlassen. Der Vorsitzende Richter drohte gleichfalls mit Konsequenzen.

Aktuell ist die Verhandlung für 30min unterbrochen.

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Links im Bild ist ein kleiner Teil eines weiß-blauen VW-Bus der der Polizei zu sehen. Im.Vordergrund gepflasterte Strasse, dahinter ein Tor, Gitter und ein zweistöckiger Flachbau mit beuchteten Fenstern. Es ist ein Bild in der Abenddämmerung

Zu sehen sind zwei maskierte Polizisten und drei andere Menschen. Dazu noch etwas Schnee.

Das Bild ist vor dem OLG Dresden, Aussenstelle Hammerweg, aufgenommen. Die Menschen die dort stehen, warten auf den Abtransport der Angeklagten im Fall 'Antifa-Ost', die von massiven Polizeikräften in diverse Gefängnisse eskortiert werden.
Thorsten Hindrichsthhindrichs@semiosen.de
2023-09-04

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