Dominik Krimm

Vollzeit-Vater - Teilzeit-Erzieher - Möchtegern-Feminist

Dominik Krimm boosted:
2026-01-28

Toxische Maskulinität: Was wir weitergeben, wenn wir nichts hinterfragen

Toxische Maskulinität ist kein Schlagwort, das Männer angreift. Sie beschreibt ein System von Erwartungen, das ihnen von klein auf auferlegt wird.

„Männer weinen nicht“, „sei stark“, „zeig keine Schwäche“, „ein Mann muss sich durchsetzen“. Diese Sätze klingen harmlos, fast banal – und doch prägen sie Generationen.

Erziehung ist nie nur individuell, sie ist immer auch Weitergabe. Wenn ein Junge lernt, dass Gefühle Schwäche sind und Nähe eine Schwachstelle, dann trägt er diese Vorstellung nicht nur in sein eigenes Leben, sondern auch in die nächste Generation. Der Vater, der nie gelernt hat, über Emotionen zu sprechen, erzieht oft einen Sohn, der ebenfalls keinen Zugang zu seinen Gefühlen findet. Und dieser Sohn wird später wiederum Vater – oder Partner – in einem System, das emotionale Distanz als Normalität betrachtet.

So entsteht ein Kreislauf. Toxische Maskulinität reproduziert sich nicht weil sie „natürlich“ ist, sondern weil sie nie bewusst unterbrochen wird.

Besonders sichtbar wird das heute in dem was oft als „Male Loneliness Epidemic“ bezeichnet wird. Viele Männer erleben Einsamkeit, fehlende emotionale Nähe und soziale Isolation. Doch anstatt zu fragen, warum Männer kaum gelernt haben Beziehungen emotional zu pflegen, wird die Verantwortung häufig externalisiert – auf Frauen. Frauen seien zu anspruchsvoll geworden, zu unabhängig, zu wählerisch. Dabei ist die Realität eine andere: Frauen sind nicht mehr gezwungen Beziehungen einzugehen, um zu überleben. Sie brauchen keinen Mann mehr als wirtschaftliche oder gesellschaftliche Absicherung.

Das Problem ist nicht, dass Männer nun „etwas bieten müssen“. Das Problem ist, dass vielen nie beigebracht wurde, was sie jenseits von Stärke, Dominanz und Kontrolle überhaupt anbieten können: emotionale Präsenz, Kommunikation, Verletzlichkeit.

Die Auswirkungen dieser Dynamik treffen nicht nur Männer selbst, sondern auch Frauen. Frauen übernehmen in Beziehungen oft die emotionale Arbeit, gleichen Defizite aus, erklären, trösten, organisieren. Gleichzeitig erleben sie Gewalt, Abwertung oder emotionale Kälte als direkte Folge des Männlichkeitsbildes, das Nähe nie vorgesehen hat.

Toxische Maskulinität ist damit kein individuelles Versagen, sondern ein gesellschaftliches. Sie zeigt, wie sehr wir Erziehung nutzen, um Rollen zu konservieren – und wie hoch der Preis dafür ist. Solange wir Jungen beibringen, was sie nicht sein dürfen, statt ihnen zu zeigen, wer sie sein können, wird sich dieser Kreislauf weitervererben. An Söhne. An Töchter. Und an eine Gesellschaft, die sich dann wundert, warum Nähe so schwerfällt.

Dominik Krimm boosted:
2026-01-27

Ich habe endlich verstanden, warum NIUS fast nie irgendwelche Quellen in ihren Artikeln angibt.

Sie hassen ja Links!

Dominik Krimmdkrimm
2026-01-27

@punktmarburg ich bin auch gerne Teil eines Punk() Kollektivs😎

Dominik Krimm boosted:
Good Think Huntinggoodthinkhunting
2026-01-26

Lass gerne die Wochenarbeitszeit hoch setzen. Bin ich total für.
Aber dann lass auch Ehrenamt&Carearbeit bezahlen.
Da kommt so ein Merz wohl nur auf läppische 60 Stunden pro Woche👀
Da können Eltern, Ehrenamtliche, Pflegende und Lehrkräfte nur drüber lachen. Isso.
Dann hätte sich auch das Problem mit der Altersarmut von Frauen erledigt und die Statistik für Krankheitstage wäre endlich gut, Eltern und Pflegende arbeiten nämlich immer.

Dominik Krimm boosted:
Die FurieDieFurie
2026-01-26

Alex Pretti & Renée Good wurden durch ICE ermordet, eiskalt hingerichtet.

In den USA brodelt es & die Proteste werden zunehmend lauter!

PRETTI GOOD
REASON FOR A NATIONAL STRIKE
Dominik Krimm boosted:
Zentrum für Politische Schönheitpoliticalbeauty.bsky.social@bsky.brid.gy
2026-01-26

Gib Rechtsextremen niemals Macht. Gib Rechtsextremen niemals Macht. Gib Rechtsextremen niemals Macht. Gib Rechtsextremen niemals Macht.

Trump erschiesst seine Bürger
Dominik Krimm boosted:

Ich habe über die letzten fast zwei Monate unter den Hashtags #PixiAdventskalender und #PixiAdventskalender25 die 48 Bücher in den zwei Kalendern einer kritischen (und natürlich total subjektiven) Besprechung unterzogen. Uff, das hat erst mal wieder gereicht 😬

Aber wir haben uns am Wochenende darüber unterhalten, dass es toll wäre, von euch anderen #FediEltern öfter zu lesen, was ihr so mit euren Kindern lest und was ihr von den Büchern haltet. Ich schlage mal einen Hashtag vor, damit andere folgen (oder muten) können:

#Kinderbuchkritik

Ihr dürft natürlich auch gerne Bücher verreißen, die euch auf den Zeiger gegangen sind – aber wollen wir mit einer Runde Flausch anfangen? 🐑

Welches Buch habt ihr in letzter Zeit mit eurem Kind oder euren Kindern gelesen und hattet gemeinsam Spaß daran? Schreibt vielleicht dazu, wie alt die Kinder sind (die Altersangabe der Eltern ist freiwillig 🤪).

Und teilt den Beitrag gerne 💚

Dominik Krimmdkrimm
2026-01-25

@allegrabork sehr schön! Da wünsche ich dir auf jeden Fall, dass es bald klappt!

Auf dem Bild ist Jan van Laarwolde (kurz Janni), der Chef unserer kleinen Bockherde. 19kg Dominanz, verteilt auf vier flinke Beine.

Dominik Krimmdkrimm
2026-01-25

@allegrabork Warum Marburg und warum die Schafe?

Dominik Krimmdkrimm
2026-01-25

@annyhartmann Danke, es fühlt sich auf jeden Fall schon mal so an🤗

Dominik Krimmdkrimm
2026-01-25

@crossgolf_rebel Danke, ich fühle mich willkommen😁

Dominik Krimmdkrimm
2026-01-24

Hallo , ich (er/ihm) bin (wieder) !
Ich, das ist ein weißer cis-Mann, also bis zum Erbrechen, liebe das , lebe in , halte , esse , fahre .
Ich habe privat und beruflich mit jungen Menschen zu tun und beschäftige mich deswegen mit , , ,
Mein Herz schlägt schneller bei , , , , ,

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