Wir haben die #Energiepolitik von Katherina Reiche einem RealitÀtscheck unterzogen. Teil 5: Sind #CCS (Carbon Capture and Storage) und #CCU (Carbon Capture and Utilization) Lösungen zum Klimaschutz?
Sind CCS (Carbon Capture and Storage) und CCU (Carbon Capture and Utilization) gute Lösungen zum Klimaschutz? Laut Weltklimarat #IPCC kann vor allem DACCS (Direct Air Carbon Capture and Storage) langfristig eine Rolle spielen â allerdings erst, wenn die COâ-Emissionen bereits weitgehend gestoppt sind. FĂŒr sogenannte schwer vermeidbare Industrieemissionen wird CCS diskutiert, realistisch bleibt jedoch vor allem die Zementindustrie, und auch dort nur ergĂ€nzend zu Recycling und Materialeinsparung.
CCS ist sehr energieintensiv: Abscheidung, Reinigung, Verdichtung und Transport von COâ erhöhen den Energiebedarf deutlich. Bei Gaskraftwerken mĂŒsste mehr Erdgas verbrannt werden, was zusĂ€tzliche Emissionen verursacht. Zudem ist die dauerhafte COâ-Speicherung unsicher; langfristig gilt nur chemisch bindendes Gestein wie Basalt (z. B. auf Island) als verlĂ€sslich.
CCU ist teuer und fĂŒhrt meist dazu, dass das gebundene COâ spĂ€ter wieder freigesetzt wird. Insgesamt sollten CCS und CCU nur begrenzt gefördert werden, da sie den schnellen Ausstieg aus fossilen Energien nicht ersetzen können.
Die gesamte Stellungnahme: https://de.scientists4future.org/fg-kommunaler-klimaschutz/