#Süditalien als Experimentierfeld für #Haft und #Schnellverfahren
#Lampedusa und #Sizilien sind Hauptankunftsorte für Schutzsuchende, die Italien auf dem Seeweg erreichen. Für die italienische Regierung sind die Inseln ein Testfeld: Sie experimentiert mit Hotspots, beschleunigten Grenzverfahren und Haftanstalten – Gerichte widersprechen. Die PRO ASYL-Partnerorganisation #Maldusa unterstützt Schutzsuchende vor Ort.
https://www.proasyl.de/news/sueditalien-als-experimentierfeld-fuer-haft-und-schnellverfahren/

![Maldusa: Ein neues Projekt zur Förderung der Freizügigkeit an Land und auf See.
PM
Palermo/Lampedusa, 3 April 2023
Maldusa ist eine kulturelle Vereinigung mit dem Ziel, die Freizügigkeit zu erleichtern, bestehende Infrastrukturen für die Solidarität von Migrant*innen zu unterstützen und die Gewalt an den Grenzen zu Lande und zu Wasser auf den Mittelmeerrouten zu untersuchen und zu dokumentieren.
Maldusa ist ein Projekt, das sich auf drei Hauptsäulen stützt: zwei Überwachungsstationen und Anlaufstellen in Lampedusa und Palermo sowie ein kleines Überwachungsboot, das im kommenden Sommer in Betrieb gehen wird. Die beiden Stationen konzentrieren sich auf die Untersuchung und Begegnung zwischen lokalen und transnationalen Wirklichkeiten, in Zusammenarbeit mit Aktivist*innen, Menschen auf der Flucht und bestehenden Organisationen im Norden und Süden des Mittelmeers.
Die Station Lampedusa soll die kritische Dokumentation der Überfahrten von Libyen und Tunesien nach Malta, Italien und darüber hinaus unterstützen, um die direkte Intervention und Solidarität zwischen den bestehenden Akteur*innen zu erleichtern. Mit ihrer Präsenz und Arbeit in Lampedusa will Maldusa Kampagnen und Forderungen unterstützen, die die Existenz und die Logik des Hotspots und des Inhaftierungssystems in Frage stellen.
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[Fortsetzung im nächsten Bild]](https://files.mastodon.social/media_attachments/files/110/134/484/528/121/775/small/894b5ba002a2fa68.png)
![[Fortsetzung aus vorhergehendem Bild]
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In Palermo versucht der Kulturverein Maldusa, eine Brücke zwischen einer Vielzahl von Wirklichkeiten zu schlagen, die sich aus antirassistischen Kämpfen, migrantischem Aktivismus und Solidarität ergeben, sowie Brücken zwischen Gemeinschaften auf der Flucht und ihren Ausgangsorten zu bauen.
Mit seiner Präsenz auf See will Maldusa Menschen unterstützen, die auf ihrer Reise auf Schwierigkeiten stoßen könnten. Das erste Ziel ist die Unterstützung bestehender Formen der Selbstorganisation und Solidarität unter den Gemeinschaften, die an Land und auf See unterwegs sind. Zu diesem Zweck versucht Maldusa, die Vorgänge an der Grenze kritisch zu erfassen und zu überwachen, indem es denjenigen zuhört, die den Grenzübertritt erlebt haben, und sie dabei unterstützt, ihre Geschichten zu erzählen und ihren Stimmen und Forderungen Gehör zu verschaffen.
Maldusa: ein imaginäres Land nirgendwo und überall im Mittelmeer, ein imaginäres Ziel der Hoffnung und der Freiheit, ein Raum, den wir jeden Tag versuchen, aufzubauen und durch unsere Kämpfe zu verwirklichen, Hand in Hand mit den Menschen auf der Flucht.
(Übersetzt aus: https://www.maldusa.org/l/maldusa-a-new-project-facilitating-freedom-of-movement-on-land-and-at-sea)
[Im Bild das Logo von Maldusa:
Ein violett gezeichneter Medusenkopf, deren Haarspitzen in Pfeilen enden. Darunter Text:
MALDUSA
Freedom of Movement]](https://files.mastodon.social/media_attachments/files/110/134/485/545/029/563/small/83b214ba20c8e93f.png)

