#Scotson

2020-10-03
2020-03-31

Das #Ideal der #rational​en #Regelung #menschlich​er #Belange, das als #soziale​s #Datum sui generis weder #rational noch #irrational ist, #basierend auf dem #Fehlen eines #überprüfbar​en #theoretisch​en #Rahmen​s, der #Beobachtung​en zu #ordnen vermag.

#Ordnung #Theorie #Ideologie

Norbert #Elias, John L. #Scotson - #Etabliert​e und #Außenseiter, S.34f.

Ein weitere Grund für jene Blockade ist das Erbe der alten Aufklärung. Trotz aller Gegenbeweise hält der tröstliche Glaube, daß Menschen nicht nur als Individuen, sondern auch als Gruppen normalerweise "rational" handeln, die Wahrnehmung von Gruppenbeziehungen immer noch sehr im Bann. Das Ideal einer "rationalen" Regelung menschlicher Belange versperrt den Zugang zu der Struktur und Dynamik von Etablierten-Außenseiter-Figurationen und zu den verherrlichenden Gruppenphantasien, die daraus erwachsen.
2020-03-31

#Schibboleth: #sprachlich​e #Besonderheit, durch die sich ein #Sprecher einer #soziale​n #Gruppe oder einer #Region #zuordnen lässt.

#Kulturell​e #Gruppentradition kann den #negativ​en #Einfluss ihrer #Lage auf #Mitglied​er von #Außenseitergruppe​n #dämpfen.

Norbert #Elias, John L. #Scotson - #Etabliert​e und #Außenseiter, S.26

Immer mehr Hinweise - dies ist einer von ihnen - sprechen dafür, daß das Aufwachsen in einer Gruppe von stigmatisierten Außenseitern zu bestimmten intellektuellen und emotionalen Defiziten führen kann (8). Es ist durchaus kein Zufall, daß man in Etablierten-Außenseiter-Beziehungen, die nicht mit rassischen oder ethnischen Unterschieden zusammenhängen, ähnliche Sachverhalte entdeckt wie in Beziehungen, die damit zusammenhängen. Das verfügbare Material legt den Schluß nahe, daß auch im zweiten Fall individuelle Entwicklungsunterschiede nicht von rassischen oder ethnischen Faktoren herrühren, sondern von dem Umstand, daß es sich einmal um eine machtstärkere Etabliertengruppe handelt und das andere Mal um eine erheblich machtschwächere Außenseitergurppe, die von jener gedemütigt und ausgegrenzt werden kann. Was man "Rassenbeziehungen" nennt, sind also im Grunde Etablierten-Außenseiter-Beziehungen eines bestimmten Typs. Daß sich die Mitglieder der beiden Gruppen in ihrem körperlichen Aussehen unterscheiden oder daß eine von ihnen die Sprache, in der sie kommunizieren, mit einem anderen Akzent und anderer Flüssigkeit spricht, dient lediglich als ein verstärkendes Schibboleth, das die Angehörigen der Außenseitergruppe leichter als solche kenntlich macht. Auch die Bezeichnung "Rassenvorurteil" ist nicht besonders treffend. Die Gefühle von Abneigung, Verachtung oder Haß, die Mitglieder einer Etabliertengruppe denen einer Au...

Fußnote 8: Zu den Faktoren, die den negativen Einfluß...

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