#polylux

2026-01-02

Mut machen

Strategien für politisches Engagement: Vier Vorträge vom Hackerkongress, die Mut machen

Politisch Einfluss nehmen, ohne auszubrennen. Privatsphäre verteidigen, obwohl die Zeichen auf Überwachung stehen. Demokratische Räume stärken – in braunen Nestern. Vier Vorträge vom 39C3 geben interessierten Menschen Motivation und praktische Tipps an die Hand.

2025 war kein erbauliches Jahr für Grund- und Menschenrechte. Während die rechtsradikale Trump-Regierung die USA zu einer Autokratie umkrempelte, brachten Regierungen in der EU und Deutschland teils uralte Überwachungs-Vorhaben wieder voran, und ausgerechnet die deutsche Kanzlerpartei nahm wiederholt die demokratische Zivilgesellschaft ins Visier.

Wenig spricht dafür, dass sich der Tenor im Jahr 2026 ändern wird. Was tun, um nicht in Resignation und Verzweiflung zu verfallen?

Antworten hierzu liefern viele Vorträge vom jüngsten Chaos Communication Congress in Hamburg. Vier mit besonders praktischen Impulsen fassen wir hier kurz zusammen – sie kommen von Jurist*innen, Aktivist*innen und Insider*innen aus dem Bundestag.

1. Politisch Einfluss nehmen: Tipps von Bundestag-Insider*innen

📋 Worum geht es? Wer Politik und Gesetzgebung selbst positiv beeinflussen möchte, bekommt im Vortrag „Power Cycles statt Burnout – Wie Einflussnahme nicht verpufft“eindringliche und konkrete Tipps – mit besonderer Rücksicht darauf, dass man als engagierter Mensch nur begrenzt Zeit und Energie hat.

🗣️ Wer spricht da? Anna Kassautzki war von 2021 bis 2025 Bundestagsabgeordnete der SPD und stellvertretende Vorsitzende des Digitalausschusses. Rahel Becker hat sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin unterstützt, unter anderem beim Einsatz gegen das als Chatkontrolle bekannte Überwachungsvorhaben der EU.

💡 Was kann man lernen? Stück für Stück erklären Kassautzki und Becker, wie man zunächst die für das eigene Anliegen relevanten Köpfe identifizieren kann: etwa Abgeordnete (und deren Mitarbeitende) im zuständigen Ausschuss oder Abgeordnete aus dem eigenen Wahlkreis. Außerdem raten sie dazu, das eigene Anliegen prägnant zu verpacken: Auf einem One Pager mit konkreten Beispielen, die auch „Oma“ versteht. Schließlich geben sie Tipps, wie man Bündnisse schmiedet und sich im Netzwerk die Arbeit aufteilt, um sich Gehör zu verschaffen – zu strategisch klug gewählten Anlässen.

🥽 Für wen lohnt sich der ganze Vortrag? Für Menschen, die bereits politische Arbeit machen und sich einen Effizienz-Boost geben wollen – und für alle, die überlegen, damit anzufangen. „Wir glauben, dass es fundamental wichtig ist, dass nicht nur große Konzerne in den Büros von Abgeordneten sitzen“, sagt Rahel Becker, „sondern dass da auch sehr viel Zivilgesellschaft sitzt.“

2. Narrative ändern: Tipps von Digital-Aktivist*innen

📋 Worum geht es? Der englischsprachige Vortrag „The Last of Us – Fighting the EU Surveillance Law Apocalypse“ unternimmt zunächst eine Zeitreise: von den frühen Angriffen auf Verschlüsselung in den Neunzigerjahren bis hin zu den frischen Plänen der EU-Kommission für ein Revival der Vorratsdatenspeicherung. Zuletzt gibt es einen Ausblick, wie sich Überwachungsvorhaben in Zukunft bekämpfen lassen.

🗣️ Wer spricht da? Svea Windwehr ist Co-Vorsitzende von D64, einem Verein für progressive Digitalpolitik, und Policy Advisor bei Mozilla. Chloé Berthélémy ist Policy Advisor bei European Digital Rights (EDRi), dem Dachverband von Organisationen für digitale Freiheitsrechte.

💡 Was kann man lernen? Die Aktivist*innen warnen vor einer Wende im Kampf gegen digitale Überwachung: Ob höchste Gerichte weiterhin gefährliche Vorhaben stoppen, sei inzwischen nicht mehr sicher. „Die digitale Zivilgesellschaft muss umdenken“, warnt Windwehr auf Englisch. „Es ist ein Kampf um Narrative, nicht um Gerichtsverfahren.“ Man müsse neue Wege finden, zu erzählen, warum Datenschutz und Privatsphäre wichtig sind. „Wenn wir das tun, glaube ich, dass Widerstand definitiv möglich ist und dass es noch Hoffnung gibt.“ Notwendig seien zudem breite Allianzen mit bisher ungewohnten Partnern – wie etwa Kinderschutz-Organisationen im Kampf gegen die Chatkontrolle.

🥽 Für wen lohnt sich der ganze Vortrag? Der stufenweise Ausbau staatlicher Überwachung zieht sich wie ein roter Faden durch die letzten drei Jahrzehnte: von den bereits in den 90ern gestarteten Crypto Wars über Fluggastdatenspeicherung und Vorratsdatenspeicherung bis hin zu Chatkontrolle. Der Vortrag zeichnet diesen Faden nach und gibt am Ende Impulse für Interessierte, die sich einbringen wollen.

3. Widerstand als Pflicht: Tipps von Jurist*innen

📋 Worum geht es? Rechte bis Rechtsextreme von Union bis AfD nutzen die Forderung nach „Neutralität“ als Waffe gegen die demokratische Zivilgesellschaft. Der Vortrag „Wer hat Angst vor dem Neutralitätsgebot?“ buchstabiert aus, in welchen begrenzten Fällen Menschen und Organisationen tatsächlich auf sogenannte Neutralität achten sollten – und wann sie ganz im Gegenteil beherzt Zivilcourage zeigen müssen. Hier haben wir ausführlicher darüber berichtet.

🗣️ Wer spricht da? Hannah Vos und Vivian Kube arbeiten beide als Rechtsanwält*innen in der Berliner Kanzlei KM8 und gehören zum Legal Team von FragDenStaat.

💡 Was kann man lernen? Egal, ob man Bundeskanzlerin oder Abgeordneter ist, Verwaltungsbeamt*in, Lehrer*in, Aktivist*in oder einfach nur angestellt in einem Unternehmen – Kritik und Widerstand gegen Menschenfeindlichkeit sind legal, möglich und in manchen Kontexten sogar Pflicht. „Es gibt keine Neutralität vor den Werten des Grundgesetzes“, bringt Hannah Vos es auf den Punkt.

🥽 Für wen lohnt sich der ganze Vortrag? Der Vortrag entzaubert das sogenannte Neutralitätsgebot als Schreckgespenst, das in vielen Kontexten nicht oder nur unter bestimmten Voraussetzungen gilt. Wer bis zum Ende schaut (oder dorthin springt) erfährt zudem die Geschichte des Druckers Dieter Schlichting, der ein legendäres Grundsatzurteilerstritt: zur Arbeitsverweigerung aus Gewissensgründen, weil er keine Nazi-Prospekte drucken wollte.

4. Räume vor Ort stärken: Tipps von Antifaschist*innen

📋 Worum geht es? Bei zwei Landtagswahlen in Ostdeutschland könnte die AfD laut Umfragen im Jahr 2026 stärkste Kraft werden: Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Vor diesem Hintergrund berichten zwei Aktivist*innen vom Netzwerk Polylux, wie sie antifaschistische Projekte in Ostdeutschland fördern. Titel: „Aber hier Leben? Nein danke! …oder doch? Wie wir der autoritären Zuspitzung begegnen können“.

🗣️ Wer spricht da? Die Vortragenden Jaša Hiergeblieben und Lisa Zugezogen vertreten das seit 2019 aktive Netzwerk Polylux. Über Fördermitgliedschaften und Spenden verteilt der Verein Geld an Projekte im ländlichen ostdeutschen Raum.

💡 Was kann man lernen? Gerade im Gespräch mit Menschen aus dem Publikum gibt es motivierende Impulse. So kritisiert Jaša, dass die Brandmauer-Proteste (2024-2025) zwar für begrenzte Zeit Massen auf die Straße gebracht hatten, aber danach wieder verhallt sind. Polylux dagegen interessiert sich für nachhaltige Strukturen: zum Beispiel Gemeinschaften und Treffpunkte, die Menschen zusammenbringen, vor allem in rechtsextrem geprägten Regionen. Selbst wenn man sich am eigenen Wohnort nur mit wenigen coolen Menschen zusammenschließt, ist es „super wichtig zu wissen: Ich bin nicht alleine“, so Jaša. Und falls jemand für Westdeutschland ein ähnliches Netzwerk wie Polylux gründen möchte, „dann macht das, macht damit einfach los!“

🥽 Für wen lohnt sich der ganze Vortrag? Wer die strukturellen Probleme hinter rechtsextremer Radikalisierung besser verstehen will, findet in den Schilderungen der Aktivist*innen Erklärungen. Um die vorwiegend düsteren Aussichten aufzuhellen, berichten die beiden aber auch von erfolgreichen Projekten im Osten – wie dem ersten CSD in Grevesmühlen, Mecklenburg-Vorpommern.

Sebastian Meineck ist Journalist und seit 2021 Redakteur bei netzpolitik.org. Zu seinen aktuellen Schwerpunkten gehören digitale Gewalt, Databroker und Jugendmedienschutz. Er schreibt einen Newsletter über Online-Recherche und gibt Workshops an Universitäten. Das Medium Magazin hat ihn 2020 zu einem der Top 30 unter 30 im Journalismus gekürt. Seine Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem zweimal mit dem Grimme-Online-Award sowie dem European Press Prize. Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Sebastian Hinweise schicken | Sebastian für O-Töne anfragen | Mastodon. Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.

2025-12-27

Läuft...
vielen Dank an alle die geholfen haben..
wir sehen uns beim spendenlaufen für #polylux #39c3
Und nicht vergessen: 23uhr singn gröhlen jodeln beim Späti

2025-11-11

@g @benni #Polylux sind auch hier: @polylux_network 👍

2025-06-24

So, nächste Woche ist es wieder soweit, markiert euch den Mi, 02.07.25 : #Solifuttern im #LinkenZentrum # Hinterhof in #Düsseldorf

Wir bleiben sommerlich: Geschmorrte Salbei-Bohnen-Eintopf, Farinata#,Petersilien- Pesto.

Spendet diesmal für's #Polylux Netzwerk Infos und Spendenmöglichkeit: @polylux_network

polylux.network/de

Bei guten Wetter auf dem Hof, in jedem Fall aber an der langen Tafel !
Wir öffnen ab 19h, Essen steht so gegen 19:30h auf dem Tisch !

linkes-zentrum.de/lz/index.php

FLyer: oben links in blau Logo "Still loving soli_futtern" im gezackten Kreis, unten Links das Logo "Hinterhof - Linkes Zentrum", daneben eine Zeichnung in braun einer Pfanne mit viel Gemüse. Darüber die Infos aus dem Beitrag in Rot , lila, blau
Dagger ☀️dagger@chaos.social
2025-05-28

Schon wieder und nur noch Stage 1 auf der #rp24.

U. A. mit den Omas gegen Rechts und einem Kuschel Overhead Projektor „Poly“.

#OmasGegenRechts #Polylux #HateAid #Teilenswert

A stage with two women sitting in blue chairs engaged in conversation. The background features a large screen displaying the logo "OMAS GEGEN RECHTS" with a heart and raised fist symbol. There are green-lit decorations and a camera operator in theTwo women are seated on a stage, engaged in conversation. One woman, wearing a black dress, is listening intently while holding notes. The other woman, dressed in a red sweater and glasses, is speaking into a microphone. A large backdrop featuresA woman is speaking into a microphone while holding a puppet. She is sitting on a chair in front of a colorful background with the words "Polylux" visible. The puppet appears to be part of an interactive presentation or performance.A stage setting featuring two women seated in chairs during an event. One woman, wearing a black dress, appears to be interviewing the other, who is dressed in a black top and green pants. A logo featuring a heart and a raised fist is displayed
2025-05-19
Hallo Kinder
Am 07.06. gehts ab ins Sportamt
Wir feiern zusammen ein Soli-Fest.
Die Einnahmen fließen an das Netzwerk Polylux https://polylux.network/de
Mit Küfa, Musik und Karaoke!
Es singen und spielen für euch:
Die Behörde
(https://diebhrd.bandcamp.com/album/schule-arbeit-tod)
ultramorbidi* romi N/A
(ultramorbidi.net/)
Danach wird aufgelegt von:
DJ Bremen Eins
DJ Dieter b2b zartcore3000
DJ Pfandmarke

Solitresen, Spiel und Spaß ☀️

#ultramorbidi #konzert #soli #polylux #sportamt #bremen #punk
alt text: liebevoll gebastelte, analoge Collage als Flyer, mit einem Overhead-Projektor namens 'Polylux 1'
Netzwerk Polyluxpolylux_network
2025-02-27

Wir haben bei den Projekte aus unserem Netzwerk nachgefragt, wie sie die Situation bei sich vor Ort gerade zu den einschätzen und was es nun braucht.

Hier die Antworten vom Wohn- und Kulturprojekt Zelle79 aus Cottbus.

Um solche oder ähnliche Projekte finanziell abzusichern, jetzt Fördermitglied werden bei uns! 💸

#Bundestagswahl2025
Stimmen von vor Ort
Zelle79
Cottbus, Brandenburg
Netzwerk Polyluxpolylux_network
2025-02-25

Wir haben bei den Projekte in unserem Netzwerk nachgefragt, wie sie die Situation bei sich vor Ort gerade einschätzen & was es nun braucht.

Hier die Antworten vom Flüchtlingsrat Brandenburg, der sich in Brandenburg für die Rechte geflüchteter Menschen einsetzen.

Text:
#Bundestagswahl2025
Stimmen von vor Ort
Flüchtlingsrat Brandenburg

Polylux

@spielleitung Klasse! Für die Spend-Ception empfehle ich noch #Polylux, eine Organisation, die antifaschistische Projekte in Ostdeutschland mit Geldern versorgt.

polylux.network/

Bankverbindung
Netzwerk Polylux e.V.
IBAN DE19 8306 5408 0004 1674 06
BIC GENO DEF1 SLR
Deutsche Skatbank

Netzwerk Tolerantes Sachsentolsax@systemli.social
2025-02-24
Netzwerk Polyluxpolylux_network
2025-02-23

Wie bei den Landtagswahlen letztes Jahr zeigen uns die Ergebnisse der , dass es erstmal nicht einfacher wird für eine progressive Politik. Umso wichtiger zu sehen: Es ist nicht alles Scheiße!

Gerade jetzt ist es Zeit all die Aktivist*innen im ländlichen Raum nicht allein zu lassen. Ob antifaschistisches Jugendzentrum, migrantische Selbstorganisation oder queeres Bildungsprojekt: Wir stehen zusammen gegen eure menschenverachtende Politik!

2025-02-01

Demobericht Göttingen 01.02.2025 (keine Fotos) Teil 4/x mit x=4:
Als sich eine größere Menschenmenge in Richtung Auditorium oder späterer Punkte der Querdenkerdemonstration folgten ihnen mindestens zehn Polizisten, die auch Helme bei sich trugen.
Die Abschlusskundgebung habe ich nicht mehr mitgemacht. Es wurde mir zu viel.
Ich habe gerade gehört, dass die Querdenkerdemonstration abgebrochen werden musste.
Allen Verletzten gute Besserung und danke für euren Einsatz.

Es wurde gesammelt für das Polylux Netzwerk, welches antifaschistische, antirassistische und feministische Projekte im ländlichen Raum des Ostens unterstützt (www.polylux.network).

Es gab noch weitere Demonstrationen wie eine Fahrraddemo (Parents for Future).

Danke an alle, die die Demonstration organisiert haben und sich um uns gekümmert haben.

#Demo #Göttingen #gegenQuerdenker #BündnisGegenRechts #Polylux

2025-02-01

Demobericht Göttingen 01.02.2025 (keine Fotos) Teil 3/x:
Ich habe mich für das Deutsche Theater entschieden, was im nachhinein auch die für richtige Entscheidung war, da die Querdenker dort nicht vorbeikamen.
Wir gingen durch die Innenstadt und wurden vorher eindringlich gewarnt, das die Rechten die Demonstrationszüge filmen. Also Kaputze, Sonnenbrille und Maske an. War auch besser so.
Am Deutschen Theater waren Stände unterschiedlicher Gruppen aufgebaut. Dort wurden wir über den Stand am Auditorium informiert, wo Sitzblockaden gewaltsam von der Polizei aufgelöst wurden. Nach einer Zeit kam dann jemand mit Kopfverband von Richtung Auditorium. Kurz darauf fuhr der Orgabulli zum Auditorium um Verletzte abzuholen. Als sie zurück kamen, sagten sie, dass mehrere Krankenwagen am Auditorium waren.
#Demo #Göttingen #gegenQuerdenker #BündnisGegenRechts #Polylux

2025-02-01

Demobericht Göttingen 01.02.2025 (keine Fotos) Teil 2/x:
Anschließend begann der dreigeteilte Demonstrationszug, ein Teil ging zum Auditorium (Uni), ein Teil zum Deutschen Theater und ein Teil zum Juzi(Jugendzentrum Innenstadt). Letztere wurde für die Familien empfohlen, was nicht nur bei mir leichte Lidzuckungen hervorrief. Das Juzi nahm schon zu meiner Schulzeit die Worte "wehrhafte Demokratie" mit Betonung auf wehrhaft, sehr sehr ernst. Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Wenn man sich die Strecke, die die Querdenker nehmen wollten, angeguckt hat, was ich nicht getan habe, hätte sehen können, dass der Demonstrationszug der Querdenker dort als letztes vorbei kommen würde. So dass die Familien bis dahin hoffentlich wieder sicher zu Hause waren. Für das Juzi war wohl die Osnabrücker Polizei zuständig, die wohl auch gefragt wurden, ob sie die Göttinger Kolleg*innen irgendwie beleidigt hätten.
#Demo #Göttingen #gegenQuerdenker #BündnisGegenRechts #Polylux

2025-02-01

Demobericht Göttingen 01.02.2025 (keine Fotos) Teil 1/x:
Während auf dem Bahnhofsvorplatz sich die Querdenker aus dem ganzen Bundesgebiet zur Demonstration zusammengefunden haben (ca. 100 Teilnehmer, die wenigen Frauen sind mitgemeint), sammelte sich das Bündnis gegen Rechts (über 8.000 Teilnehmer*innen) auf der Rasenfläche Berliner Straße vor dem Bahnhof. Der Wall nebenan war auch voll mit Menschen.
Das Wetter war sonnig und kalt.
Auf unserer Seite gab es viele selbstgemalte Schilder. Das Publikum war genauso bunt. Alle waren mit dabei, wirklich alle. Wobei ich mit einer Unterarmgehhilfe den matschigen Rasen nicht betreten hätte. Das Göttinger Bündnis gegen Rechts hatte eine Bühne aufgebaut und es gab Redebeiträge und Musik. Der Rapper war gut, aber ist halt nicht meine Musik. Und den Namen habe ich vergessen. sorry. Zum Schluss stand "Zum Kotzen" auf der Bühne, eine gute Punkband. Da konnte ich dann fröhlich mitwippen.

#Demo #Göttingen #gegenQuerdenker #BündnisGegenRechts #Polylux

Don Trueten :antifa:thomas@mastodon.trueten.de
2025-01-21

AfD-Verbotsantrag steht im Bundestag zur Abstimmung | Über 60 zivilgesellschaftliche Organisationen fordern Zustimmung aller demokratischen Parteien | Historischer Fehler dürfe sich nicht wiederholen

Der Antrag zur Einleitung des Verbotsverfahrens vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Partei „Alternative für Deutschland“ wird in der nächsten Woche im Bundestag behandelt. Die Kampagne Menschenwürde verteidigen - AfD-Verbot Jetzt!, der sich über 60 zivilgesellschaftliche Organisationen angeschlossen haben, fordert die Bundestagsabgeordneten auf, noch vor der Neuwahl für die Einleitung des #AfD-Verbotsverfahrens zu stimmen.

„Wir stehen vor einer Schicksalswoche für die #Demokratie in #Deutschland. Die Bundestagsabgeordneten haben es in der Hand, unsere Demokratie zu schützen und das längst überfällige AfD-Verbotsverfahren einzuleiten. Im letzten Jahr haben 17 renommierte Verfassungsrechtlerinnen dem Verfahren Aussichten auf Erfolg bescheinigt. Kürzlich haben sich zudem über 300 Juristinnen in einem offenen Brief hinter diese juristische Einschätzung gestellt. Für die Einleitung des Verfahrens liegen längst genügend Beweise vor. Das #Bundesverfassungsgericht muss endlich die Möglichkeit bekommen, eine Prüfung vorzunehmen“ erklärt Julia Dück, Pressesprecherin der Kampagne. „Es scheint zunehmend unwahrscheinlich, dass wir diese Chance in der nächsten #Legislatur noch einmal bekommen. Die Entwicklungen in #Österreich zeigen: Wir dürfen nicht zuschauen und abwarten, bis eine rechtsextreme Partei tatsächlich an die Macht gekommen ist.“, ergänzt  Malte Engeler, Pressesprecher der Kampagne.

Um unserer Forderung Nachdruck zu verleihen, machen wir am 26.01. eine Kundgebung vor der #Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen. Auch hier werden wir zeigen: Es liegt in der Verantwortung auch der Abgeordneten der Grünen jetzt das Richtige zu tun und für ein AfD-Verbot zu stimmen“, erklärt Julia Dück.

Marie Naaß, Leiterin politische Öffentlichkeit bei Sea-Watch, fügt hinzu: „Eine wehrhafte Demokratie muss dort eingreifen, wo ihre Grundlagen bedroht sind. Sie ist nur so stark wie ihr Wille, sich zu verteidigen. #Weimar hat uns gelehrt, dass zu viel #Toleranz gegenüber #Intoleranz tödlich ist. Die AfD ist eine Bedrohung für alle, die nicht in ihr #Weltbild passen und sich für #Gerechtigkeit und #Menschenrechte einsetzen. Die Abgeordneten dürfen historische Fehler nicht wiederholen und müssen den Weg für ein #Verbotsverfahren frei machen.“

Fatma Kar von Polylux erklärt: „Ein AfD-Verbot kann die derzeit unter enorm hohem Druck agierende #Zivilgesellschaft in #Ostdeutschland ein großes Stück entlasten. Diejenigen, die sich täglich mit ihren Namen und Gesichtern der #Menschenfeindlichkeit der #Rechtsextremen entgegenstellen, die seit Jahren demokratische Prinzipien verteidigen, ohne dass ihnen dabei von der „großen Politik“ in nennenswerter Weise der Rücken gestärkt wurde, können dadurch dringend benötigten Handlungsspielraum zurückgewinnen. Nicht zuletzt im Netzwerk #Polylux wird der „andere Osten“ sichtbar und alle, die dafür eintreten, haben jede Form von Unterstützung verdient.“

Berkan Kaya vom Postmigrantischen Juristinnenbund bekräftigt: „Die freiheitlich-demokratische Grundordnung beginnt bei der Menschenwürde und ist damit aus Sicht des Postmigrantischen Juristinnenbundes im Kern antirassistisch. Gerichtlich ist bestätigt, dass hinreichende Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die AfD Bestrebungen gegen die Menschenwürde und das Demokratieprinzip verfolgt, insbesondere durch gezielte verbale Angriffe auf muslimische und rassifizierte Menschen sowie Geflüchtete. Daher muss ein AfD-Verbot unverzüglich geprüft werden, um die Menschenwürde aller Menschen zu schützen.“

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#Antifaschismus #NoAfD

Das Logo der Kampagne zeigt zwei gekreuzte Balken, einer in Pink, der darunter liegende in Lindgrün. Darüber die Forderung "AfD Verbot jetzt!"

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