Wim Wenders – „Paris, Texas“ (1984)
1984, ich war 19 und mal wieder in Paris. Vom Ruhrgebiet aus ist das näher als Berlin. Nur, weil ich nichts zu tun hatte. Keine Pläne, keine Termine. Ich hatte kein Geld, eine schäbige Unterkunft, nichts zu tun – und dieser Film lief in absolut allen Kinos auf den Champs-Élysées. Nicht in einem Programmkino, nicht versteckt im Quartier Latin, sondern einfach überall. Manche Häuser zeigten ihn parallel in mehreren Sälen. So etwas hatte ich noch nie gesehen. Die Stadt schien sich verschworen zu haben, diesen Film mit offenen Armen zu empfangen – während er in Westdeutschland gar nicht zu sehen war. (ARTE)