Die #Eibe ist ein besonderer Baum.
Das immergrünes Nadelgewächs ist die älteste einheimische Baumart Europas. Sie wächst sehr langsam, ist sehr schattenverträglich und kann ein sehr hohes Alter erreichen. Alle Pflanzenteile sind stark giftig. Die Eibe war 1994 Baum des Jahres und 2011 Giftpflanze des Jahres.
Einst war sie eine häufig vertretene Nadelbaumart. Heute ist sie in Europa eine Rarität.
Ich erinner mich noch genau an meine erste Waldführung in Hameln vor mehr als 30 Jahren, damals mit dem Stadtförster Heise. Dieser war sehr stolz auf die wenigen, jetzt aber wieder anwachsenden Eibenbestände im Stadtwald Hameln. Auch der jetzige Förster Herr Bölz unterrichtet bei seinen Waldbegehungen über die Bedeutung und Besonderheiten der Eibe.
In Hameln gibt es ein großes Exemplar am Schlägers Teich.
Die Eibe steht nach der Bundesartenschutzverordnung in wild lebenden Populationen unter einem besonderen Schutz. Vor wenigen Jahren stand die Eibe noch auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Inzwischen hat sie sich etwas erholt und findet sich auf der Vorwarnliste. Ihre ökologoische und kulturelle Bedeutung ist hoch.
In Gärten ist sie als schnittverträglicher Baum oder als immergrüne Hecke zu finden. Sie bietet als Schutzzohne und mit ihren guten Nistmöglichkeiten einen wichtigen Lebensraum für die Tierwelt. Die leuchtend roten Beeren der Eibe sind ein willkommener Snack für viele Vögel, wie Kernbeißer, Kleiber, Amseln und Drosseln. Ihre Samen sind zwar giftig. Doch da der Kern der Steinfrucht von den Vögeln wieder ausgeschieden wird, schaden sie ihnen nicht,
In allen alten Kulturen wurde die Eibe als heiliger Baum verehrt. Für die Germanen war die Eibe ein Sinnbild für Tod und Wiedergeburt und galt als Schutz vor bösen Geistern, Krankheiten und Unheil.
Eine Fällung sollte nur nach sorgfältiger Abwägung und unter Berücksichtigung aller Alternativen durchgeführt werden.








