@verkehrswende
Teil 1: #Roadkill
Laut amtlicher Statistik verursachen Autofahrende jährlich zu etwa 2.500 Wildtierunfällen in Deutschland – jedoch gelten Unfälle nach amtlicher Defintiion nur dann als Wildtierunfälle, wenn dabei auch Menschen zu Schaden kommen [ab 5:35 in der verlinkten Dokumentation],
Laut Statistik des Deutschen Jagdverbands (#DJV) sterben ca. 100-mal mehr #Wildtiere auf deutschen Straßen als in der amtlichen Statistik erfasst werden. Der DJV schließt jedoch nur Wildtiere ein, die aus seiner Sicht "jagdbar" sind, wie Rehwild, Schwarzwild, Damwild und Rotwild. Rehe werden am häufigsten überfahren, aber auch Füchse, Waschbären, sowie geschützte bzw. gefährdete Arten wie #Wildkatzen und #Luchse. Allein entlang der #A5 zwischen Freiburg und Karlsruhe hat die Wildbiologin Sabrina Streif vom @FVABW bereits hunderte getötete Wildkatzen gefunden.
Die Zahl getöteter kleinerer Wirbeltiere wie Eichhörnchen, Hasen, Kaninchen, Dachsen, sowie allgemein von Reptilien, Amphibien und Vögeln dürfte noch deutlich höher liegen. Deren Opferzahlen werden aber nicht erfasst, auch nicht, wenn die Arten geschützt sind [27:02]. Eine an der University of Reading durchgeführte Studie zufolge sterben europaweit knapp 200 Millionen Vögel und fast 30 Millionen Säugetiere im Straßenverkehr [13:32], Deutschland gehört mit seinem dichten #Straßennetz zu den Hotspots der Todeszahlen. Im Unterschied zu größeren Wildtieren haben auch kleinere Tiere. wie Frösche und Kröten, die ebenfalls vom Aussterben bedroht sind, leider kaum keine Lobby und werden in noch größerer, ungezählter Zahl totgefahren. 2/3
Teil 1: Tod im Sekundentakt - Was tun gegen Wildunfälle?
https://www.ardmediathek.de/video/swr-wissen/tod-im-sekundentakt-was-tun-gegen-wildunfaelle/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIwMjU2NDM