#Digitalzwang

2026-01-09

Hätte heute meinen halbjährlichen Kontrolltermin beim Kardiologen gehabt.

Stellt sich raus, den gibt's gar nicht mehr. Die Praxis wurde - selbstverständlich ohne die Patienten zu Informieren - an eine Investorenbude verkauft. Nur den Namen haben sie nicht geändert. Der Arzt ist derweil unbekannt verzogen, seine Handynummer (damals für den Notfall bekommen) nicht mehr vergeben. Geilo!

Soweit, so beschissen, aber die neue Praxis (die hat natürlich alle Daten der Patienten der ehemaligen Praxis mitgenommen) hat jetzt zur Neueröffnung ohne Hinweis an die Patienten Doctolib eingeführt.

Warum mir das überhaupt aufgefallen ist ist das beste daran: Ich hatte handschriftlich auf dem neuen Anamnesebogen (wofür, ihr habt die Daten?) ergänzt, dass ich jegliche Datenübertragung an Doctolib ablehne und explizit untersage.

Der neue Doc dann so
"Wir müssen ja mit der Zeit gehen, bla bla, …" und zum Thema Datenschutz nur Schulterzucken.

Jetzt habe ich einen neuen Kardiologen.

Einer der ganz bewusst auf digitale Souveränität setzt und nichts mit Doctolib oder anderen "medizinischen Dienstleistern" dieser Kategorie zu tun haben will.

Es geht also doch (noch), wenn man will! Danke Doc!

Fight for your right!


#Doctolib #Datenkrake #Datenhehler #Digitalzwang #Datenschutz #DSGVO
2026-01-09

@AwetTesfaiesus Imho muss eine Gesetzgebung in die Richtung gehen, die @digitalcourage mit ihrer Petition gegen Digitalzwang einschlagen.
digitalcourage.de/digitalzwang
#Digitalzwang #KI

Regina Mühlich ✅, DatenschutzReginaMuehlich
2026-01-05

kann vieles einfacher machen, sie darf aber nicht zur Zugangsvoraussetzung für Alltag und Daseinsvorsorge werden.
Der Alexander Roßnagel warnt vor wachsendem „“: Parken nur per App, Arzttermine nur digital.
Sein Punkt ist simpel: Barrierefreiheit, Wahlfreiheit und ein analoger Zugang müssen mitgedacht werden – gerade dort, wo es um Grundversorgung geht.
sueddeutsche.de/wirtschaft/ges

Trulstruls46
2026-01-05

Die Commerzbank blockt die Verwendung eines sicheren Betriebssystems mit einer mehr als lächerlichen Begründung

"GrapheneOS stellt ein Custom ROM dar, welches die Berechtigungen von Apps einschränkt. Aus diesem Grund wird die Kommunikation unser Banking- und photoTAN-App behindert und es kommt zu Fehlern."

Kling für mich als meinten sie "behindert das Ausspähen des Benutzers"

github.com/PrivSec-dev/banking

GeoRgMrGR
2026-01-04

@anneroth gilt nicht nur für die . Und auch nicht nur für die .

2025-12-31

@d_zwoelfer
Freiwillige und sichere #Digitalisierung von #Geld, #Patientenakte, #ÖPNV- #Fahrkarte, #Eintrittskarte, #Steuererklärung und staatlicher #Kommunikation ist immer gut.

#Digitalzwang ist immer schlecht.

Alle Menschen müssen mitgenommen werden und keiner darf #MenschZweiterKlasse werden.

Wenn Digitalisierungslösungen gut und sicher sind, machen viele freiwillig mit und es braucht keinen Zwang.

2025-12-31

Die #Bahncard gibt's inzwischen nur noch mit DB Kundenaccount bei bahn.de .

Wer das nicht kann, aus welchen Gründen auch immer, ist von den günstigeren Preisen ausgeschlossen.

Einfach, weil's für die Bahn günstiger ist und ein paar zusätzliche Daten für sie anfallen. Das ist nicht in Ordnung.

#DigitalOnly #DigitalZwang

impossibleibex 🇺🇦impossibleibex
2025-12-30
2025-12-30

@wifi_freak Das Gegenteil dazu ist das Fahrrad-Parken im Hbf #Karlsruhe. Dort lässt die Stadt Karlsruhe den Betrieb ein Unternehmen machen, das ausschließlich registrierten Benutzern den Zugang ausschließlich über elektronisches Buchen ermöglicht. Das ist dann auch Mist.
#digitalzwang #AnalogeHuerde

2025-12-23

Bei dem Artikel von heise (dpa) gibt es immerhin kritische Stimmen:
Zu digitalen Diagnosen: Bei "Dr. Google‘ [gäbe] jeden Tag zu zehntausenden Fehleinschätzungen"
Zum #Digitalzwang : in eine digitalisierten, durchorganisierten Lebenswelt würden Mio von Menschen abgekoppelt werden. ...

heise.de/news/Krankenkassen-wo

2025-12-23

Die gesetzlichen Krankenkassen schlagen ein digitales Portal zur Vergabe von Arztterminen vor.

.. freie Slots sollten anteilig an eine unabhängige Plattform gemeldet werden. Versicherte könnten dann über ihre Krankenkassen-App einen Termin buchen.

Zugleich forderte Stoff-Ahnis, dass auch die ärztliche Erst-Einschätzung künftig digital stattfindet. Patienten könnten Symptome und Beschwerden eingeben ...

deutschlandfunk.de/krankenkass

#Patientendaten -Sammlung durch die Hintertür?
#digitalzwang

Marga Xeyat ⒶMargaXeyat
2025-12-23

‼️ Im Radio nebenbei von der neuesten Schikane durch das System erfahren: Arzt"besuch" soll demnächst nur noch online möglich sein, wobei man vorher in einer App ein Formular ausfüllen muss, welche Beschwerden man hat und man daraufhin einen Termin für die Online-Sprechstunde zugewiesen bekommt.
Damit gibt es keine Hilfe mehr für ältere Leute, die vielleicht kein Handy haben oder Menschen, die nicht gut damit umgehen können 😡

2025-12-21

#digitalzwang

Den Digitalzwang für die Alten, Kranken, Siechen und Greise abschaffen? Nöh, die sterben doch sowieso aus! Alle! Ich hab mir das mal angesehen… dort:

extradienst.net/2025/12/21/dig

2025-12-21

Digitaler Wochenrückblick 21. Dezember 2025

Mir wurde intern ein konspiratives Tondokument vom Deutschlandfunk zugespielt. Ganz offen wird gefordert, für die Alten, Kranken, Siechen und Greise – demnächst sogar die Babyboomer – den Digitalzwang abzuschaffen und zwar nur deshalb, weil diese gesellschaftlich schwierige Gruppe mit den „Digital Natives“ nicht gleichziehen kann – oder auch nicht will.

Ich habe mir persönlich einen dieser „Digital Natives“ extrahiert, um zu untersuchen, was dieses „Digital Native“ den Armen, Alten, Kranken, Siechen und Greisen voraus hat. Meine erste Frage war: „Wat hat du denn da?“ Was passiert? Keine Reaktion, nichts, nada.

Gut, ich muss wohl anders vorgehen und hole tief Luft und brülle so laut ich kann: „WAT HAT DU DENN DA?“ Und? Wieder nichts. Bevor ich das wiederhole, besehe ich mir das Objekt nochmals genauer und entdecke in den Ohren kleine weiße Stöpsel. Weil das Objekt (ich spreche jetzt lieber von Objekt, das muss ich nicht gendern) nur auf dieses flache Brikett starrt, greife ich mir für einen ersten Untersuchungsansatz die beiden Stöpsel gleichzeitig, ziehe dran und raus aus den Ohren. So weiß sind die gar nicht, denn an dem eingesteckten Teil sind sie gelblich verfärbt und es bröselt etwas ab, daraus folgere ich, sie müssen wohl schon länger drin stecken. Aber: Das Objekt zeigt wieder keine Reaktion, ich nehme allen meinen Mut zusammen und schreie wieder: „WAT HAT DU DENN DA?“ und das Objekt antwortet mir, „Alder, was schreist Du denn so?

Ich bin irritiert und erkläre so freundlich ich kann, dass es, das Objekt, mich wohl sonst nicht hören würde. Sagt es: „Ich kann Dich sogar sehr gut hören, wenn ich meine Air-Pods nicht trage.“ und erklärt weiter, die Stöpsel haben Noise-Cancelling – da werden unerwünschte Geräusche durch Erzeugung eines entgegengesetzten Schallwellensignals fast vollständig eliminiert. Klugscheißer, denke ich…

Nun der nächste Kommunikationsversuch in Zimmerlautstärke „Wat hat du denn da?“ – wieder keine Reaktion, nichts, nada. Der Blick auf dieses smarte Brikett gerichtet, starr, unbeweglich – nur ab und zu ein leichtes, verzerrtes Grinsen. Immer wieder wischt der Daumen über das Brikett, immer und immer wieder, endlos. Ich schleiche mich herum und sehe, wie mit einer affenartigen Fixigkeit Bilder und kurze dümmliche Videos kurz auftauchen und noch bevor ein Ende des Clips zu erahnen ist, gleitet der Daumen des Objekts schwungvoll darüber, schiebt, weiter und weiter, immer weiter, ohne Ziel ohne Ende, einfach weiter. Ich muss Geduld haben und unter konrollierten Bedingungen das Verhalten untersuchen.

Nach rund vier Stunden unterbreche ich die Sitzung und zeige dem Objekt einen Pizzakarton, es muss schließlich was zu sich nehmen, sonst gefährde ich den Versuchsaufbau und das Objekt zeigt vielleicht gar keine Reaktionen mehr. Das wäre Verschwendung – anderseits gibt es genug von diesen Objekten, aber ich will nicht unmenschlich wirken, wedele also weiter mit dem Pizzakarton. Ein kurzes Nicken mit dem Kopf, der sonst unbeweglich scheint, deutet mir, ich soll beim Pizza-Blitz bestellen. Online ist das schnell erledigt, wird gleich von der Kreditkarte abgebucht.

Nach nur zehn Minuten wird geliefert, ich lege dem Objekt den geschlossenen Karton auf den Tisch. Es greift mit der linken Hand in den Karton und mit einer Eleganz, die ich sonst nur von Zauberkünstlerinnen im Zirkus kenne, rollt es die Pizza zusammen, eine mundgroße Röhre entsteht, die es ohne den Blick vom Brikett abzuwenden sich zuführt. So wie der Daumen unablässig gleitet verschwindet die Pizza in dem Objekt.

Dann, auf einmal eine Reaktion, ich halte es im ersten Moment für ein Bäuerchen, das sich den Weg in die Realität bahnt. Zum zweiten Mal schleiche ich herum, denn offensichtlich bewegt es den Daumen nicht mehr. Ein medizinischer Notfall? Ein schmerzhafte Verkrampfung der rechten Hand? Nein, das Objekt liest. Den Text in der grünen Blase kann ich nicht mehr erkennen, aber kurz bevor es die Antwort abschickt, lese ich noch „ich kann heute nicht kommen!“ und schwupss, ist der weg, der Text.

Kann ich mir denken, dass das Objekt seine Termine absagen muss, denn ich hatte es, um den Versuch zu reproduzieren, mit den Beinen am Stuhl fixieren müssen. Noch während das Objekt wieder mit dem Daumen über das Brikett gleitet, beginne ich dieses Experiment schriftlich zu dokumentieren. Die filmische Dokumentation dazu gleicht leider nur einem Foto.

Das Ergebnis dieses Versuchs werde ich mit weiteren Objekten unter gleichen Bedingungen fortführen, allein um auszuschließen, dass der Ansatz nur Vorurteilen folgt, die ich pflege. Die erste Sitzung läuft bereits zwei Tage, ich werde die Pizzakartons noch zählen müssen.

So viel steht schon fest: die Kommunikation dieses Objektes ist auf einen ausgesuchten Kreis beschränkt, kurze Phasen der Erhellung geben emotionale Höhen preis, Texte wie „reicht mir!“, „ruf mich später an“, „krasse Nummer“, „geiles Zeug“, „zeig es mal“ verlassen das Instrument in seinen Händen.

Eigentlich wollte ich etwas darüber schreiben, was Facebook mit Deinen Daten alles macht, aber das ist Quatsch. Die Alten, Kranken, Siechen und Greise werden es nicht verstehen, das gefesselte Objekt am Stuhl will es gar nicht wissen – es ist sowieso nicht zu ändern. Denkt es.

Wen es dennoch interessiert, der liest es bei Heise  nach.

… ich glaub, ich mach das Objekt jetzt ab und beobachte, ob es sich eigenständig bewegt.

Digitalcourage auf PeerTubedigitalcourage.de@digitalcourage.video
2025-12-19

Deutschlandfunk Markt – „Nonline bitte!“ | 18.12.2025

digitalcourage.video/w/5pGLBiu

2025-12-16

Ey, macht alles nur noch #Digital
Dann könnt Ihr morgen nicht mal mehr ein #Ei kaufen.

#kritis #Strom scheint maroder zu sein als ich dachte.

Währenddessen schafft es die #Ukraine mit ein paar gezielten Treffern in #ÖlAnlagen #Russland in Bedrängnis zu bringen.

Gut das wir gaar nicht auf #Ölinporte angewiesen sind

Und wie die #Ölindustrie ohne Strom #Benzin herstellt weiß nur das #Christkind

#ManFasstEsNicht

#digitalzwang #sternberg #DigitaleSelbstverteidigung #digitalcourage

Trulstruls46
2025-12-13

@Isurandil Auf meinem GrapheneOS kommt keine derartige Meldung - allerdings habe ich (wegen dem ) die Play Services installiert. Vermutlich macht das einen Unterschied

2025-12-12

Digitalisierung erleichtert viele Aufgaben und ist an vielen Stellen eine gute Unterstützung. Es darf aber nicht zum #Digitalzwang kommen. Habt ihr eure Angebote in der Erwachsenenbildung und Weiterbildung schon darauf geprüft, ob alle Angebote auch analog zu nutzen sind? Digitalcourage @digitalcourage gibt einen guten Überblick über Digitalzwang und was das für Nutzerinnen und Nutzer bedeutet:

go.laaw.nrw/4u

#Weiterbildung #Digitalisierung #Teilhabe #Barrierefreiheit

Clipart, ein Kalender, davor eine Frau, die ein Schild mit der Zahl 12 hält. Dazu das Logo der LAAW.nrw

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