#glauben

2026-02-28

prüfet aber alles, das Gute haltet fest.
Elberfelder 1871 - 1.Thessalonicher 5,21

sondern prüft alles. Was gut ist, das nehmt an.
Neue Genfer Übersetzung 2013 - 1.Thessalonicher 5:21

Doch wägt alle Dinge ab und haltet dann an dem fest, was wirklich gut ist. #Bibel
#Jehova
#FediKirche
#Bibelstudium
#Gott
#Glauben

blog.thomas-pape.de/2025/01/01

2026-02-27

Ihr dagegen, ihr Lieben, die ihr euch ständig selbst mit dem euch äußerst heiligen Glauben aufbaut und im Heiligen Geist betet, erhaltet euch durch Gottes Liebe, indem ihr das zu dauerhaftem Leben führende Erbarmen von unserem Herrn Jesus, dem Messias, immer wieder begehrt. #Bibel
#Jehova
#FediKirche
#Bibelstudium
#Gott
#Glauben

blog.thomas-pape.de/2023/02/27

Besonnenheit wird über dich wachen, Verständnis dich behüten:
Elberfelder 1871 – Sprüche 2,11

Besonnenheit wird über dich wachen, Verstand wird dich behüten,
Streitenberger – Der Tanach Deutsch – Sprüche 2:11

Du lernst, wohlüberlegt zu handeln und dir selbst ein Urteil zu bilden.
Hoffnung für alle – 1996 – Spr 2,11

Konzentrationsgewandtheit wird starr aufmerken auf dich, unterscheidende Einsicht wird dich behüten,
Pfleiderer – Spr 2:11

wird gute Beratung über dich wachen,
auch heilige Einsicht dich bewahren
Septuaginta Deutsch – Sprüche 2:11

Eine allgemeine Aussage über die Bewahrung durch die Weisheit (V. 11 ) verbindet die Verse 7-8 mit den Versen 12-15 . Gott bewahrt (V. 8 ), und die Besonnenheit, die er schenkt, bewahrt ebenfalls (V. 11 ; vgl. Sprüche 4,6;13,6 ). Vers 12-15 erhalten zusätzliches Gewicht, wenn man sie mit der Warnung in Sprüche 1,10-19 in Beziehung setzt. Die Wege und die Worte der Bösen sind verkehrt ( Sprüche 2,12 ). „Abgekehrt“ und Verkehrtheit (V. 14 ) ist im Hebr. dasselbe Wort. Der Begriff kommt von dem Verb „sich wenden, sich abwenden von, umstürzen“ und beschreibt etwas, das sich von der Norm „abgekehrt“ hat. Dieses hebr. Wort wird in den Sprüchen achtmal verwendet ( 2,12.14 ; Sprüche 6,14;10,31-32;16,28.30;23,33 ) und kommt sonst nur noch an einer Stelle vor ( 5Mo 32,20 ). Diese Menschen kehren sich von dem geraden (wörtl.: „aufrechten“; vgl. Sprüche 2,7 ) Weg zu finsteren (d. h. bösen) Wegen ab. Sie erfreuen sich sogar noch an ihrer Verkehrtheit, ihren krummen Wegen . Z I qqES („verdreht, verkrümmt“) wird mit „gekrümmt“ übersetzt. Der Begriff kommt auch in Sprüche 6,12 („verderbt“) vor; mit „verkehrt“ wird er in Sprüche 11,20;17,20;19,1;28,6; und in Sprüche 22,5 mit „böse, gottlos“ übersetzt. Die Taten dieser Menschen sind eine Verdrehung der ethischen Maßstäbe. Die Begriffe „Wege“ ( Sprüche 2,12-13.15 ) und Pfade (V. 13.15 ) ermöglichen die Verbindung dieses Abschnittes mit anderen Teilen von Kapitel 2 (vgl. „Weg“ in V. 8 , „Wege“ in V. 20 , „Pfad“ in V. 9 und „Pfade“ in V. 18-20 ; vgl. auch Sprüche 4,19;7,25;8,20 ).

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Hatte V. 10 beobachtet, was »in dir« geschieht, so blickt V. 11 über dich. Die Weisheit, die dem Sohn innewohnt, wird ihm helfen, in gefährlichen Situationen voller Besonnenheit zu handeln. Mit großem Verständnis wird es ihm gelingen, unter Gegensätzen recht zu wählen und inmitten von Extremen unbeschadet seinen Weg zu gehen. So behütet die Weisheit ihren Schützling vor den Folgen von Fehlentscheidungen und Fehlverhalten. Aus alldem klingt ein großer sittlicher Optimismus heraus. Allerdings meint der Weisheitslehrer doch, in den folgenden beiden Strophen zwei Gefahren besonders nennen zu müssen, um den Schüler zu schützen.

Dietrich – Wuppertaler Studienbibel

»Denn …«: Der Vers 10 begründet die Aussage von Vers 9. Wir können Gerechtigkeit und Recht nur verstehen, wenn wir Weisheit von Gott empfangen haben (V. 6), und diese Weisheit muss in unser »Herz … [kommen]«; sie muss unseren Willen und unser Urteilen regieren.
Regiert die Weisheit unser Herz, wird »Erkenntnis« unserer »Seele lieblich«. Das ist eines der großen Wunder der Errettung. Von Natur verabscheuen wir das Gute und Wahre und Liebliche (vgl. Joh 3,19). Die Tatsache, dass Gott uns Sünder so hat verwandeln können, damit wir ihn, sein Wort und die Erkenntnis seiner Gedanken lieben, ist höchst verwunderlich und erfüllt uns mit großer Dankbarkeit.
»Besonnenheit wird über dich wachen«, sie wird unser Urteilen bestimmen und dafür sorgen, dass wir nichts Unbesonnenes begehren oder tun. Was ist das für ein Geschenk an Menschen, deren Herzen seit der Geburt an Narrheit gekettet sind (22,15)!
»Verstand« wird uns »behüten«, sodass wir bewahrt bleiben vor Entscheidungen und Handlungen, die böse Folgen haben. Damit, dass der Herr uns durch sein Wort Besonnenheit und Verständnis gibt, wacht er selbst über uns. Auf diese Weise sorgt er dafür, dass unser Fuß weder wankt (Ps 66,9; 121,3) noch gleitet (Ps 73,2), sondern auf dem guten Weg bleibt (Spr 4,26–27).

Benedikt Peters – Das Buch der Sprüche

Guter Rat: Nämlich der Wille Gottes, den er dir in seinem Wort offenbart hat.
Verstand: Den du aus dem Wort Gottes gelernt hast.

Luther, Martin and Osiander, Lucas

https://blog.thomas-pape.de/2026/02/27/auf-einmal-faengst-du-an-locker-zu-werden/ #Bibel #Glaube #Glauben
2026-02-26

Heute Abend um 20 Uhr: Die „Musikschatzkiste“ mit Alfie & Sven! 🎶✨ Lass dich von berührenden Liedern und einer inspirierenden Andacht zum Thema „Ein Leben des Opfers“ 🙏 begleiten. Sei live dabei und tauche ein in Musik und Glauben ✝️. Jetzt reinhören: server33109.streamplus.de/stre 🎧

#Musikschatzkiste #IchtysRadio #Glauben #Lobpreis #Andacht #Radio

2026-02-26

@onlinekirche 🛐 Ich hadere nicht mit Gott,

❌ sondern mit der Kirche. Eine Kirche, die sich für den Überwachungskapitalismus einsetzt, 🌐 aber beim DiDay nicht mitmacht, sondern Menschen wie mich ausgrenzt, hat sich längst von den Lehren Jesu verabschiedet. ✝️

#Glauben #Kirche #DiDay #Überwachungskapitalismus

Darum sagt er: „Hinaufgestiegen in die Höhe, hat er die Gefangenschaft gefangen geführt und den Menschen Gaben gegeben“. (Ps 68,18)
Elberfelder 1871 – Epheser 4,8

Von ihm heißt es in den Heiligen Schriften:
»Er ist in den Himmel hinaufgestiegen
und hat gefangen genommen, was uns gefangen hielt.
Er hat den Menschen Gaben ausgeteilt.«
Gute Nachricht Bibel 2018 – Epheser 4:8

Deshalb heisst es:
In die Höhe hinaufgestiegen ist er, und Gefangene hat er in die Gefangenschaft geführt,
Geschenke hat er gegeben den Menschen.
Zürcher Bibel 2007 – Eph 4,8

Darum heißt es in der Schrift:
»Als er im Triumphzug zur Höhe hinaufstieg,
hat er Gefangene mit sich geführt
und Geschenke an die Menschen verteilt.«
Neue Genfer Übersetzung 2013 – Eph 4:8

Daher heißt es: »Beim Aufstieg zur Höhe hat Er die Gefangenschaft gefangengenommen; Er hat den Menschen Gaben anvertraut.»
Gottes Agenda – Epheser 4,8

Deshalb sagt er: „Als er auffuhr in die Höhe, führte er Gefangene hinweg; er gab Gaben [in Form von] Menschen.“
neue Welt Übersetzung – Bi12 – Epheser 4:8

λέγει erg. die Schrift (A75) es heißt. ἀνα-βάς Aor. Ptz. -βαίνω139 hinaufgehen, hinaufsteigen; mod. od. temp. ὕψος7 Höhe; hier der Ort in der Höhe, näml. der Himmel (B 1b). ᾐχμ-αλώτευσεν Aor. -αλωτεύω in (Kriegs-)Gefangenschaft führen. αἰχμ-αλωσία (Kriegs-)Gefangenschaft; Metonymie, Abstraktum für das Konkrete (A381f): Gefangene; ᾐχμαλώτευσεν αἰχμαλωσίαν er führte (Kriegs-)Gefangene (gefangen) weg. ἔ-δωκεν Aor. δίδωμι. δόμα3 Gabe, Geschenk.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

In den Versen 1-6 sprach Paulus über die Einheit der Kirche, hier wendet er sich nun der Verschiedenheit innerhalb der Kirche zu (vgl. die Einheit in 1Kor 12,12-13 und die Verschiedenheit in 1Kor 12,4-11.14-20 ). Jeder Christ hat von Gott die Gnade nach dem Maß (metron, vgl. Eph 4,13.16) der Gabe Christi erhalten. Jeder Gläubige soll mit der Hilfe Gottes eine ganz bestimmte Funktion im Leib Christi erfüllen, die der Gabe (geistlichen Fähigkeit) entspricht, die ihm verliehen wurde. Das bedeutet, daß es eine Vielzahl von Gaben gibt (vgl. V. 11, Röm 12,4-6; 1Kor 12,4-6 ). Darüber hinaus wird in ihnen jedoch jedem dieselbe „Gnade“ zuteil; die Gaben derLaien und die Gaben der Hauptamtlichen – um eine heute übliche Unterscheidung zu benutzen – sind also gleichwertig.
Eph 4,8 führt ein Zitat aus dem Alten Testament an, das bestätigt, daß Gott den Menschen Gaben schenkt. Die meisten Exegeten gehen davon aus, daß Paulus hier – mit fünf kleineren und zwei größeren Abweichungen – Ps 68,19 wiedergibt. Die beiden größeren Variationen betreffen den Wechsel von der zweiten in die dritte Person und den Wechsel vom Passiv zum Aktiv: Gott empfängt keine Gaben von den Menschen, er gibt sie ihnen. Plausibler ist es jedoch anzunehmen, daß Paulus hier nicht einen bestimmten Vers aus Ps 68 zitiert, sondern den Inhalt des ganzen Psalms, der viele ähnlich lautende Formulierungen wie Vers 19 enthält, in zusammengefaßter Form wiedergibt. Die Quintessenz des Psalms lautet, daß ein Sieger das Recht hat, denjenigen, die zu ihm gehören, etwas zu schenken. Christus, der sündige Menschen „gefangengenommen“ hat, indem er sie erlöste, ist der Sieger und gibt sie der Gemeinde als Geschenk. Während Röm 12 und 1Kor 12 von den Gaben an die Gläubigen sprechen, spricht Eph 4,7-8 von begnadeten Gläubigen, die ihrerseits der Gemeinde gegeben werden (vgl. V. 11).

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Christi Geben wird begründet mit einem Zitat aus Ps 68 (LXX Ps 67). Wie in Eph 5, 14 lautet die Einführungsformel διὸ λέγει. Schon Paulus konnte atl. Zitate ähnlich einführen (2 Kor 6, 2; Gal 3, 16; Röm 15, 10; vgl. Hebr 1, 6), aber auch ausführlicher formulieren, daß die Schrift, Gott, das Gesetz, David sagt (Röm 4, 3; 9, 17; 9, 14f; 7, 7; 4, 6). Die Einleitungen haben im Jüdischen ihre Entsprechungen. Auch in Eph 4, 8 werden wir, wenn wir übersetzen „darum heißt es“, die Autorität eines der in Frage stehenden Namen hinzuzudenken haben.
Psalm 68 hat Kulttraditionen in sich aufgenommen, die in Verbindung gebracht wurden mit einem altisraelitischen Heiligtum auf dem Thabor. Die geschilderten Vorgänge des Gottesdienstes verweisen auf ein „Erscheinungsfest“ des Sinai-Gottes sowie auf eine Himmel- und Thronfahrt der Gottheit. Im zitierten V 19 wird die Auffahrt Jahves auf den höchsten Berg geschildert: „Du bist emporgezogen zur Höhe, hast Gefangene gemacht, hast Gaben unter Menschen empfangen.“ — Es ist wahrscheinlich für das Verständnis des Zitates nicht unerheblich, daß ein paar Verse weiter Jahves uneingeschränkte Macht, vor der niemand fliehen oder sich verbergen kann, dargestellt wird mit Hilfe eines Bildes: „Aus Basan bringe ich zurück, bringe zurück aus den Tiefen des Meeres“ (V 23). — Da die Basanberge die höchste Höhe bezeichnen und der Meeresgrund die tiefste Tiefe, ist Gottes Bewegung nach oben und unten immerhin angedeutet. Das Motiv, das wir bereits in Verbindung mit Eph 3, 18 als ein atl. kennenlernten, ist schon den Amarna-Briefen bekannt: „Wenn wir hinaufsteigen zum Himmel, wenn wir hinabsteigen zur Erde (Hölle), so ist unser Haupt in deinen Händen.“ — Im Spätjudentum wird Ps 68 fast immer auf Moses gedeutet, der zur Höhe des Sinai emporstieg, um das Gesetz zu empfangen. Von dieser Neuinterpretation her versteht sich eine Änderung des Textes in V 19. Nicht mehr heißt es jetzt „Du hast Gaben unter Menschen empfangen“, sondern: „Du hast Gaben empfangen für den Menschen; das ist die Thora, die als Geschenk Israel umsonst gegeben worden ist“ (MidrPs 68 § 11 [160a]) bzw.: „Du hast sie (seil, die Worte der Thora) den Menschen gegeben“ (TgPs 68, 19). — Es besteht kein Zweifel, daß der Verf. in dieser Auslegungstradition des Psalms steht. Die wichtige Neufassung ἔδωκεν δόματα τοῖς ἀνθρώποις ist darum nicht seiner Willkür zuzuschreiben. Für ihn redet der Psalm von Christus, der zum Himmel emporgestiegen ist und bei diesem Zug sich die Mächte unterwarf (vgl. 1, 21f; Kol 2, 15) und der als der Erhöhte in die Kirche hineinwirkt und Gaben an die Menschen austeilte. Über das ἔδωκεν wird ab V 11 reflektiert.

Wenn die jüdische Auslegungstradition als für den Verf. bestimmend feststeht, ist darauf hinzuweisen, daß das Sinaimysterium, die Übergabe der Thora an Moses, gegen Ende des ersten nachchristlichen Jahrhunderts Inhalt des jüdischen Pfingstfestes wurde und dessen ursprünglichen Charakter als Erntedankfest verdrängte Ps 68 wird wie Ex 19 zur Lesung an diesem Fest. Christliche Überlegungen konnten an diese Tradition anknüpfen und das Wirken des erhöhten Christus zum Wirken des „erhöhten“ Moses in Parallele setzen. Das bedeutet jedoch nicht, daß man schon für diese Zeit ein christliches Pfingstfest voraussetzen darf3.

Gnilka – Herders Theologischer Kommentar zum Neuen Testament

Gewisse Schwierigkeiten bereitet die Deutung des Zitats aus Ps 68,19, das mit der Einführung »Deshalb heißt es« (vgl. 5,14; Jak 4,6) an das Stichwort »Gabe« anschließt: »Er ist in die Höhe hinaufgestiegen und hat die Gefangenen in die Gefangenschaft geführt und hat den Menschen Gaben gegeben.« Die Textform entspricht weder MT noch LXX. In Ps 68,19 wird ursprünglich Gott angeredet (»Du«), der als siegreicher Herrscher (er hat »Gefangene« gemacht!) vom Sinai zum Zion ins Heiligtum emporzieht (V. 18). Dabei hat er nicht Gaben gegeben, sondern von den Menschen Tribut empfangen.
Im Judentum wurde der Psalm dann mit dem Aufstieg des Mose auf den Sinai zum Empfang der Tora in Beziehung gebracht. Das »unter den Menschen empfangen« wurde als »für die Menschen empfangen« verstanden, so daß aus »Empfangen« ein »Geben« werden konnte. Es ist davon auszugehen, daß Paulus diese rabbinische Deutung des Psalmverses gegenwärtig war, und er ihn daher als Schriftbeweis im Zusammenhang des göttlichen Gebens einführen konnte.

Hahn – Wuppertaler Studienbibel

Der nun folgende 8. Vers ist ein Zitat aus Psalm 67. Der Übersicht halber stellen wir einmal beide Verse, sowohl V. 8 als auch das Zitat Ps 67, V. 19, einander gegenüber.

Eph 4,8: „Er ist in die Höhe gestiegen und hat Gefangene in die Kriegsgefangenschaft geführt und hat dem Menschen Gaben gegeben.“
Ps 68,19: „Du bist in die Höhe gestiegen und hast Gefangene in die Kriegsgefangenschaft geführt und hast Gaben empfangen.“

Der entscheidende Unterschied zwischen dem alttestamentlichen und dem neutestamentlichen Autor liegt in dem letzten Wort beider Verse „hat gegeben“ und „hat empfangen“. Es scheint also so, daß der Text des Epheserbriefes so ziemlich das Gegenteil von dem sagt, was im Septuagintatext steht. Der Psalm feiert Jehova als einen in Zion einziehenden Triumphator, der von den überwundenen Feinden Geschenke (d. h. Tribut) empfängt. Paulus deutet den Psalm, bzw. den V. 19 messianisch auf den erhöhten Christus, der den Menschen geistliche Gaben austeilt.

Die verschiedenen Lösungsversuche dieser Schwierigkeit wollen wir nicht angeben. Wir möchten meinen: Paulus hat den Psalmvers nicht nur messianisch gedeutet, sondern auch textlich in der für seinen Gedankengang passenden Weise hineingestellt. Ein solches Verfahren mit dem Text des AT ist aber bei Paulus besonders verständlich, wenn man beachtet, daß er gedächtnismäßig zitiert.

Die Textgestalt der alttestamentlichen Zitate bei Paulus ist am eingehendsten bei Kautzsch untersucht worden. Kautzsch (S. 61 ff) findet keine einzige Stelle, bei der man annehmen müßte, Paulus habe ausnahmsweise den hebräischen Urtext als Vorlage gehabt. Da Ergebnis seiner Untersuchung lautet (S. 109): Von 84 alttestamentlichen Zitaten stimmen 34 genau mit der Septuaginta überein, 36 weichen ganz unwesentlich davon ab, in 10 Fällen erklärt sich die stärkere Abweichung ohne Schwierigkeit durch gedächtnismäßige Zitierung, an zwei Stellen (Rö 12,19 und 1 Kor 14,21) ist immerhin noch der Septuagintatext als Vorlage erkennbar. Eine ganz verschiedene Textform weisen lediglich die beiden Hiobzitate (Rö 11,35 und 1 Kor 3,19) auf. (Vgl. Joseph Schmid a. a. O., S. 321.)

Wir kommen nun zu der Besprechung des Inhaltes dieses Verses: „Er fuhr hinauf zur Höhe und erbeutete Gefangene und verlieh den Menschen Gaben.“ Mit diesem Worten weist Paulus auf die entscheidende Befreiungstat Christi an der ganzen, der Sünde, dem Tod und Teufel verfallenen Welt hin, die Tatsache wurde mit Seiner Erhöhung. „Denn“ – so sagt Calvin z. St. – „das ist der größte Triumphzug, den Gott ausgeführt hat, als Christus, nachdem Er die Sünder besiegt, den Tod überwunden, den Satan in die Flucht geschlagen hatte, in herrlicher Weise in den Himmel erhoben wurde, um als ein ruhmgekrönter Herrscher die Gemeinde zu regieren.“ – Sehr schön übersetzt Luther: „Er“ ist „hinuntergefahren in die untersten Örter der Erde“ und betont im Zusammenhang damit die Echtheit und Ganzheit der Menschwerdung Christi. Christus ist bis in die dunkelsten Winkel des Menschseins, bis in das allertiefste Elend und den schwersten Jammer und die ganze Not de menschlichen Daseins hineingedrungen und hat diese ganze Last auf Sich genommen, das bedeutet – wie Luther weiter sagt -, „Er ist als der allerunseligste und verachtetste Mensch angesehen gewest, wie geschrieben steht, Er hatte keine Gestalt und Schöne' usw. Kein Mensch auf Erden ist so tief gedemütiget als Er, auf daß das Wort Pauli:Er ist hinuntergefahren‘, festbestünde und wahr bliebe. Denn Er hat Sich an Allertiefstes heruntergelassen unter das Gesetz, unter den Teufel, unter den Tod, unter die Sünde und unter die Hölle. Das ist, meine ich, die letzte und unterste Tiefe.“

„… weil es aber unmöglich war, daß Seine Seele sollte in der Hölle gelassen werden und Sein Fleisch die Verwesung sehen, mußte Er aus dieser Tiefe und dem Tod wieder in die Höhe fahren, d. i. zur rechten Hand Gottes. Nichts tiefer denn die Hölle, nichts Höheres denn die rechte Hand Gottes.“ (So Luther in einer Himmelfahrtspredigt im Jahre 1527, W. A., Bd. 23,702-704.)

In den letzten Tiefen hat Christus gekämpft, und da hat Er gesiegt. In den letzten Tiefen ist Er gewesen bis zur Gottverlassenheit, damit aus Ihm heraus die Neuschöpfung einer Menschheit kommen könnte, die sich darstellt in der Gemeinde. In diesen letzten Tiefen ist die Sünde gesühnt, in diesen tiefsten Tiefen ist der Fall überwunden, es ist der Schlange der Kopf zertreten, der Tod überwunden und der Gewalthaber des Todes, der Teufel, besiegt. Und der, der hinuntergefahren ist in diese letzten Tiefen, ist siegreich zurückgekehrt. Er hat die Gefangenschaft gefangengenommen. Er hat diesen furchtbaren Bann, in dem wir alle gefangen lagen, der uns festhielt, gesprengt. Er hat den Sündenbann zerrissen, das Gesetz der Sünde und des Todes überwunden durch das Gesetz des Geistes und des Lebens. Er hat den Fluch weggeschafft, Er hat die Erlösung bewirkt und ist nun hinaufgefahren „über alle Himmel“. Dieser Christus steht als der hoch erhöhte Heiland an dem Platz, der Ihm gebührt. Er hat die Herrlichkeit, die Er beim Vater schon hatte vor Grundlegung der Welt, wieder inne. Aber Er hat sie als der Sieger und als der Überwinder angetreten.

Jeder Schritt, den wir vorwärts tun, und jeder Tag, den wir erleben, hat nur den Sinn, daß die grenzenlose Bedeutung dieser schlichten Worte sich gründlicher durchsetze in unserem Leben, in dem Leben und in der Geschichte der Gemeinde Jesu Christi. Als der Vollendete ist Er nun im Vollbesitz all der Machtmittel, die es ermöglichen, damit von dem vollendeten und verklärten Haupte her und wieder zu Ihm hin Sein Leib sich gestalte. Auf solcher Macht und Siegesgrundlage ist es zur Bildung der Gemeinde Jesu Christi gekommen, und auf ihr vollzieht sich weiter das Wachstum Seiner Gemeinde.

Es heißt: Er fuhr hinab und fuhr hoch empor über alle Himmel, auf daß Er das All erfülle. Kraft solcher Machtfülle hat Er nun Macht, Geben zu geben, wie Er will und wie es Ihm beliebt. Es ist ganz richtig, wenn ältere reformatorische Theologen den Satz so auslegten: Christu erfüllt nun eben die ganze Welt. Und Luther sagt: „Er hat alles durchwandelt, auf daß Er alles einnehme. Er will und muß an allen Orten sein.“ – Was uns hier wichtig ist, ist dies: daß Christus aus solcher Fülle heraus, aus Seiner, wenn auch noch verborgenen, so doch tatsächlichen Herrschaftsstellung über die Schöpfungs-Allheit, Seine Gemeinde sichtbar verwirklicht und lebendig erhält, kraft des schon vor der Schöpfung der Welt festgelegten Planes der Gemeinde und kraft Seines herrlich vollbrachten Erlösungswerkes auf Golgatha!

F.Rienecker – Wuppertaler Studienbibel

Um seine These, dass Gott einem jeden Gaben gegeben hat, für seine Leser weiter zu untermauern, führt Paulus nun in V. 8 mit der Formel »Deshalb heißt es« (vgl. Eph 5,14) ein Zitat aus der frühchristlichen Tradition an, das offenbar im Anklang an Ps 68,19 geprägt wurde. Ps 68 wird dabei nicht wörtlich zitiert. Die Lutherübersetzung (1984) gibt den hebräischen Text von Ps 68,19 so wieder: »Du bist aufgefahren zur Höhe und führtest Gefangne gefangen; du hast Gaben empfangen unter den Menschen.« Ähnlich übersetzt die griechische Übersetzung des AT (die Septuaginta /LXX). Der Sinn des Psalms, der hier auf Jahwes Sieg im Kampf Deborahs gegen Sisera (Ri 4-5) anzuspielen scheint, ist in diesem Vers, dass Gott unter den Menschen Gaben erbeutet hat.

Im Frühjudentum wurde dieser Psalmvers radikal umgedeutet. In einer rabbinischen Auslegung des Psalmverses heißt es: »Du bist zur Höhe emporgestiegen, hast Gefangenschaft gefangen geführt. Das ist es, was die Schrift gesagt hat: »Zu einer von Helden verteidigten Stadt steigt der Weise empor und bringt das Bollwerk, auf das sie vertraut, zu Fall« (Spr 21,22). Das ist Mose, wie es heißt: »Mose stieg zu Gott empor« (2Mose 19,3). »Du hast Gaben empfangen für den Menschen«: das ist die Torah, die als Geschenk umsonst Israel gegeben worden ist« (Midrasch Ps (?)68 11, 160 a). Deutlich ist, dass der Psalm jetzt auf Mose statt auf Gott bezogen wird. Auch wird nicht mehr von dem Empfangen der Gaben »von den Menschen« gesprochen, sondern »für den Menschen«. Durch diese Änderung wurde es möglich, Ps 68 eine wichtige Rolle im jüdischen Pfingstfest (»Schevuoth«) zu geben, das zu dieser Zeit bereits nicht mehr nur ein Erntefest war, sondern das Fest der Feier des Torahempfangs.

Das Targum – d. h. die (freie) Übertragung des Hebräischen ins Aramäische – führt im 5./6. Jahrhundert diese Auslegung von Ps 68 fort: »Du bist zum Himmel emporgestiegen – das ist Mose, der Prophet. Du hast Gefangenschaft gefangengeführt – du hast die Worte der Torah gelernt. Du hast sie den Menschenkindern als Gaben gegeben, und auch bei den Widerspenstigen, wenn sie in Buße umkehren, wohnt die Schekina (= die Anwesenheit) der Herrlichkeit Jahwe – Elohims« (Targ. Ps 68,19). Die frühchristliche Tradition hat sich von dieser rabbinischen Deutung des Psalms auf Mose wieder abgesetzt. Nicht Mose, sondern Christus ist zur Höhe hinaufgestiegen. Allerdings wird auch hier nicht davon gesprochen, dass Gott (Christus) Gaben erbeutet hat von den Menschen, wie es der alttestamentliche Text nahelegt. Vielmehr wird mit der Formulierung »er gab Gaben den Menschen« der Wortlaut des hebräischen Textes so verstanden: Gott hat »Gaben empfangen für den Menschen« – eine Übersetzung, die vom Hebräischen her durchaus möglich ist. Man kann fragen, ob der Vers in den frühen christlichen Gemeinden in dieser Form nun seinerseits eine Aussage zum Pfingstfest war, die an die Stelle der rabbinischen Verwendung von Ps 68 in der Pfingstliturgie trat. Insgesamt steht die frühchristliche Spruchform wieder näher beim Wortlaut von Ps 68 als die rabbinische Fassung:

Ps 68,19 Rabbinische Fassung Christl. Spruchform:
Jahwe stieg auf. Mose stieg auf. Christus stieg auf.
Jahwe muss zuerst Mose musste danach Christus stieg zuerst
hinabgestiegen heruntergestiegen hinab.
sein. sein.

Jahwe hat Gefan- Mose hat die Torah Christus hat die
gene gefangenge- »gefangen genommen«. Mächte gefangen führt.
geführt.

Gerhard Maier – Edition C

»Darum« zeigt an, daß zur Bestätigung von V. 7 ein Zitat folgt (Psalm 68): »…er sagt« (lègei, er/sie/es sagt), was auch heißen kann »sie« (die Schrift) sagt, oder: »er« (der göttliche Ausspruch) sagt. In der Wiedergabe von Psalm 68 hat der Apostel drei Änderungen vorgenommen:
     1) Psalm 68,18: »Du bist aufgefahren in die Höhe« – Eph 4,8: »Hinaufgestiegen in die Höhe«;
     2) Psalm 68,18: »Du hast Gaben empfangen« – Eph 4,8: »er…hat Gaben gegeben«;
     3) Psalm 68,18: »im Menschen« – Eph 4,8: »den Menschen«.
     »Hinaufgestiegen in die Höhe« betont die Tatsache, daß Seine Gaben Folge und Beweis Seines vollständigen Triumphes waren. Psalm 68,18 spricht von dem, was der Sieger selbst empfängt, um es anderen zu geben, oder auch, wenn man übersetzt »Du hast in dem Menschen Gaben empfangen«, was im erhöhten Menschen der Mensch empfangen hat. Obwohl das Wort in Epheser 4,8 ànthropos, Mensch, und nicht anèr, Mann, ist, dürfen wir nicht schließen, daß die Gaben von Vers 8 sowohl Männern als auch Frauen gegeben wurden. Es geht darum, daß durch einen Menschen diese Gaben dem Menschen, nicht den Engelswesen, erworben wurden. Er hat »die Gefangenschaft gefangen geführt« in Seiner triumphalen Himmelfahrt, als Er die von Ihm auf Golgatha Besiegten gefangen führte (Kol 2,15), indem Er ihren Herrschaftsbereich durchschritt. Die Gaben, die Er austeilt, sind die Trophäen des Sieges von Golgatha über jene Mächte, die das Werk Gottes aufzuhalten trachteten.

Benedikt Peters – Was die Bibel lehrt

https://blog.thomas-pape.de/2026/02/26/was-oder-wen-hat-gott-geschenkt/ #Bibel #Glaube #Glauben #Gott #Jesus
2026-02-25

Jesus ohne #Opfer? Der sterbende Christus am Kreuz nimmt im #Glauben oft eine größere Rolle ein als der lebende #Jesus. Peter Trummer ist überzeugt: Es geht auch anders!

Jesus ohne Opfer

2026-02-25

Alle, die meinen, sie hätten es drauf, sollen aufpassen, dass ihnen nicht die gleichen Sachen passieren.
VolxBibel - 1 Korinther 10,12

Deshalb seid vorsichtig! #Bibel
#Jehova
#FediKirche
#Bibelstudium
#Gott
#Glauben

blog.thomas-pape.de/2020/08/22

2026-02-23

Denn die Betrübnis Gott gemäß bewirkt eine nie zu bereuende Buße zum Heil; die Betrübnis der Welt aber bewirkt den Tod.Elberfelder 1871 - 2. Kor 7,10

Es war ein Schmerz, wie Gott ihn haben will. Deshalb war es nicht zu eurem Schaden, dass ich euch so geschrieben habe. #Bibel
#Jehova
#FediKirche
#Bibelstudium
#Gott
#Glauben

blog.thomas-pape.de/2023/02/23

2026-02-23

Denn die Betrübnis Gott gemäß bewirkt eine nie zu bereuende Buße zum Heil; die Betrübnis der Welt aber bewirkt den Tod.

Elberfelder Bibel 1905

Denn ein gottgewollter Schmerz führt zu einer veränderten Einstellung und so zu der Rettung, die man nie bereut. Doch der Schmerz, der von der Welt verursacht wird, führt zum Tod. #Bibel
#Jehova
#FediKirche
#Bibelstudium
#Gott
#Glauben

blog.thomas-pape.de/2020/02/23

2026-02-23

Es sind die Gütigkeiten Jehovas, daß wir nicht aufgerieben sind; denn seine Erbarmungen sind nicht zu Ende;23 sie sind alle Morgen neu, deine Treue ist groß.

Klgl 3,22–23

3:23 Wie groß ist deine Treue! #Bibel
#Jehova
#FediKirche
#Bibelstudium
#Gott
#Glauben

blog.thomas-pape.de/2020/02/22

Der Herr verzieht nicht die Verheißung, wie es etliche für einen Verzug achten, sondern er ist langmütig gegen euch, da er nicht will, daß irgend welche verloren gehen, sondern daß alle zur Buße kommen.
Elberfelder 1871 – 2.Petrus 3,9

Es ist also keineswegs so, dass der Herr die Erfüllung seiner Zusage hinauszögert, wie einige denken. Was sie für ein Hinauszögern halten, ist in Wirklichkeit ein Ausdruck seiner Geduld mit euch. Denn er möchte nicht, dass irgendjemand verloren geht; er möchte vielmehr, dass alle ´zu ihm` umkehren.
Neue Genfer Übersetzung 2013 – 2.Petrus 3:9

Der Herr erfüllt seine Zusagen nicht zögernd, wie manche meinen. Im Gegenteil: Er hat Geduld mit euch, weil er nicht will, dass einige zugrunde gehen. Er möchte, dass alle Gelegenheit finden, von ihrem falschen Weg umzukehren.
Gute Nachricht Bibel 2018 – 2.Petr 3,9

Wenn manche also behaupten, Gott würde seine Zusage nicht einhalten, dann stimmt das einfach nicht. Gott kann sein Versprechen jederzeit einlösen. Aber er hat Geduld mit euch und will nicht, daß auch nur einer von euch verlorengeht. Jeder soll Gelegenheit haben, vom falschen Weg umzukehren.
Hoffnung für alle – 1996 – 2.Petr 3:9

Der Herr zögert die Erfüllung seines Versprechens nicht hinaus,
auch wenn einige es für eine Verzögerung halten.
Sondern er hat Geduld mit euch.
Denn er will nicht,
dass jemand zugrunde geht.
Im Gegenteil:
Er will,
dass alle die Gelegenheit ergreifen,
ihr Leben zu ändern.
BasisBibel 2012 – 2.Petrus 3,9

βραδύνω zögern, säumen, verzögern, m. gen. separationis (A167); οὐ βραδύνει κύριος τῆς ἐπαγγελίας der Herr zögert (die Erfüllung) der Verheißung nicht hinaus. βραδύτης3 ητος ἡ Saumseligkeit, Verzögerung. ἡγέομαι führen, leiten; meinen, ansehen als, halten für, m. doppeltem Akk. (H-S § 153b), als AkkO erg. τοῦτο o. ä. (A79), d. h. etwa: sein Verhalten (vgl. Menge). μακρο-θυμέω Geduld haben, warten; langmütig sein εἴς τινα gegen jmdn. (B 2). βουλόμενος Ptz. βούλομαι wollen; kaus., m. flgd. AcI. ἀπ-ολέσθαι Aor. Inf. Med. -όλλυμαι, Präd. des AcI. μετά-νοια Sinnesänderung, Umkehr, Bekehrung. χωρῆσαι Aor. Inf. χωρέω Raum geben, Platz machen; (hin)gelangen; Präd. des AcI.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Gott hat verheißen, die Geschichte der gottlosen Menschheit mit einem Gericht zu beenden. Wenn es so aussieht, als ob er zögere, dann nicht, weil er seiner Verheißung untreu geworden wäre. Er ist einfach nur geduldig. Er möchte nicht, »dass irgendwelche verlorengehen«. Sein Wunsch ist es, »dass alle zur Buße kommen«. Er streckt absichtlich die Zeit der Gnade, damit die Menschen jede nur erdenkliche Gelegenheit erhalten, errettet zu werden.
In Jesaja 61,2 lesen wir vom Gnadenjahr Gottes und vom Tag seiner Rache. Das bedeutet, dass es ihm gefällt, Gnade zu erzeigen, und dass ihm das Gericht eigentlich fremd ist (Jes 28,21). Es kann auch bedeuten, dass er seine Geduld auf ein Jahrtausend oder länger ausdehnen und seine Gerichte zu einem Tag zusammenfassen kann.
Er wartete 120 Jahre, ehe er die Flut sandte. Nun hat er mehrere Jahrtausende gewartet, bevor er die Welt im Feuer vergehen lässt.

MacDonald – Kommentar zum Neuen Testament

Warum zögert der Herr so lange mit seiner Wiederkunft? Petrus gibt darauf zwei Antworten. Zum einen ist Gottes Zeitrechnung anders als die der Menschen. Nochmals appelliert der Apostel an das Erinnerungsvermögen seiner Leser (eins aber sei euch nicht verborgen). Die Spötter vergessen (V. 5); nicht so die wahren Gläubigen. Sie sollen sich Ps 90,4 ins Gedächtnis rufen, den Petrus an dieser Stelle zitiert. Der menschliche Zeitbegriff orientiert sich an menschlichen Zeitspannen; Gott sieht die Zeit vor dem Hintergrund der Ewigkeit. Die Zeit bis zur Wiederkehr des Herrn erscheint deshalb nur wegen der begrenzten Perspektive der Menschen so lang. Ein Tag (ist) vor dem Herrn wie tausend Jahre … und tausend Jahre wie ein Tag.
Manche Exegeten sehen in diesem Zitat ein Argument gegen die These eines Tausendjährigen Reiches auf Erden. Sie behaupten, daß der Gedanke von tausend Jahren hier nicht wörtlich genommen werden darf, sondern nur einen vergleichenden Zeitbegriff symbolisiert. In der Offenbarung dagegen (Offb 20,1-6) wird ein starkes Votum für eine tatsächlich tausend Jahre währende Herrschaft Christi auf Erden abgegeben (vgl. den dortigen Kommentar). Petrus benutzte an dieser Stelle jedoch lediglich ein Gleichnis. Was den Menschen, einschließlich der Spötter, wie eine unendlich lange Zeit erscheint, ist für den Herrn nur ein kurzer Augenblick. Das Kirchenzeitalter z. B. hat in Gottes Augen noch nicht einmal zwei Tage gedauert!
Der zweite Grund für die Verzögerung der Wiederkunft des Herrn ist, daß Gott so viele Menschen wie möglich retten möchte (2 Petrus 3,9). Der Herr verzögert (bradynei; das Wort kommt nur an dieser Stelle im Neuen Testament vor) nicht die Verheißung. Auch hier vergleicht Petrus wieder die göttliche und die menschliche Sicht (vgl. V. 8). Die „Verzögerungstaktik“ Gottes – wie sie manchen Menschen erscheint (wie es einige für eine Verzögerung halten) – ist nur nach menschlicher Zeiteinteilung ein Aufschub. Gottes Zeiteinteilung dagegen wird diktiert von Geduld, einer wichtigen Wesenseigenschaft des himmlischen Vaters (vgl. V. 15; Röm 2,4; Röm 9,22).
Die Wendung „der Herr … will nicht (mE boulomenos), daß jemand verloren werde“, drückt keinen unverrücklichen Ratschluß Gottes aus, als ob Gott die Allerlösung wolle. Dieser Gedanke wird im Gegenteil von der Bibel nicht gelehrt. Sie ist nur eine Beschreibung dessen, was Gott sich wünscht: er möchte, daß alle Menschen gerettet werden (vgl. 1Tim 2,4), doch er weiß, daß viele ihn zurückstoßen.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Das währt nun freilich schon lange – wem nicht zu lange? Haben auch Glieder der Gemeinde, nachdem die Sektierer die Hoffnung ganz aufgegeben hatten, angefangen, sich ihre eigenen Gedanken darüber zu machen, wie Gott seine Verheißungen erfüllt (V. 9)? Der Vorwurf, Gott »zieht« die Erfüllung der »Verheißung« »in die Länge«, hat zwei Spitzen:
a) Gott enthält seiner Gemeinde das versprochene herrliche Geschenk vor, das ersehnte Heil;
b) Gott nimmt es mit seiner Gerechtigkeit nicht so ernst, und das Gericht bleibt aus.
Dahinter steht der Vorwurf der Trägheit und der Gleichgültigkeit gegenüber dem menschlichen Ergehen. Diese doppelte Anklage gegen Gott ist nicht nur Unrecht, sondern verkennt Gott.
Gerade Petrus weiß um die Gefahr, dass auch ein Christ unsicher, ängstlich werden kann, ebenso angefochten und schuldig. Darum freut er sich in besonderer Weise über Gottes »Geduld«: Jesus Christus hat den langen Atem gerade zu den Briefempfängern (»zu euch«). Sie haben mit ihren Irrlehrern und den von jenen Verführten Gottes Geduld ganz besonders nötig. Gott will, dass »alle« selig werden (Joh 3,16; 1 Tim 2,4; Röm 2,4; 9-11). Im Gegensatz dazu wollen die Gnostiker nur einige wenige Erwählte gerettet wissen. Sind die Empfänger des Briefes schon so angekränkelt von den Irrlehrern, dass sie nur noch an sich und an ihr Seelenheil denken und darüber vergessen haben, dass Jesus alle retten will?
Der Weg zur Rettung, den Jesus geebnet hat, geht nur über den Platz- oder Richtungswechsel: Die Buße. Ohne Buße gibt es keine Rettung. Jesus drückt das verschieden aus: Einmal nennt er sich den einzigen Weg (Joh 14,6), ein andermal spricht er davon, dass alle, die an ihn glauben (!), nicht verloren gehen (Joh 3,16; Mk 16,16). Wieder ein anderes Mal bekennen die Jünger den Namen Jesu als den einzigen, der Rettung verschafft (Apg 4,18 ; vgl. Röm 1,16).
»Buße tun« bedeutet im Griechischen wörtlich »umdenken«. In der griech. Welt, wo das Denken so hoch in Ehren stand, bewährte sich der Glaube an Jesus in der neuen Denkweise, dass der Mensch sich seiner Schuld vor Gott bewusst wird (Apg 2,37f.). Das entsprechende hebr. Wort im AT heißt wörtlich »umkehren«, »zu Gott zurückkommen«; es lebt von der bibl. Offenbarung, dass sich der Mensch nach Leib, Seele und Geist von Gott entfernt hat. Die rechte Buße umfasst darum nicht nur das Denken, sondern den ganzen Menschen. Darum gebraucht Petrus die etwas umständliche Formulierung »den Platz wechseln zur Buße«. Die griech. Übersetzung des AT, die sog. Septuaginta (LXX), gebraucht dieses griech. Wort für ein hebräisches, das wörtlich »bedauern«, »traurig sein« heißt.

Gerhard Maier – Edition C

Nachdem Petrus erklärt hat, dass aus Gottes Warte zwischen tausend Jahren und einem Tag kein Unterschied ist, nennt er eine Ursache, warum in unserer Welt so viel Zeit verstreichen muss, bis der Herr kommt, sodass uns hier auf der Erde die Zeit lang wird.
»Der Herr verzieht nicht die Verheißung«: Der Herr zögert seine Verheißungen nicht hinaus, auch wenn wir meinen, er hätte nach bald 2000 Jahren längst kommen müssen. So dachten wohl auch viele Heilige, die auf das erste Kommen des Herrn warteten. Durch Jesaja hatte er verheißen: »Ich habe meine Gerechtigkeit nahe gebracht, sie ist nicht fern, und mein Heil zögert nicht; und ich gebe in Zion Heil, und Israel meine Herrlichkeit« (Jes 46,13; Hervorhebung hinzugefügt). Es dauerte aber noch etwa 700 Jahre, bis dieses Wort sich erfüllte. Der Herr ist dennoch nicht säumig im Erfüllen seiner Verheißungen, wie es Menschen sind. Wenn wir ein Versprechen geben und es nicht pünktlich einhalten, dann deshalb, weil wir entweder mehr versprochen haben, als wir innerhalb der genannten Frist zu leisten vermögen, oder aber weil etwas Unvorhergesehenes uns in die Quere gekommen ist. Es passiert auch, dass wir unser Versprechen vergessen oder, schlimmer noch, abstreiten. Das ist nur allzu menschlich; bei Gott gibt es weder Vergessen noch Unvermögen, schon gar kein Verleugnen; noch kann je etwas geschehen, was er nicht gewusst hätte, das Anlass und Ursache zum Hinauszögern oder Aussetzen der Verheißung wäre.
»wie es etliche für einen Verzug achten«: Gott ist anders als wir; und doch meinen etliche, Gott sei ganz wie wir. Das ist eine Torheit, die Gott am Menschen rügt, denn sie verleitet ihn zu vielen bösen Taten (Ps 50,20.21).
»er ist langmütig gegen euch, da er nicht will, dass irgendwelche verlorengehen«: Gott wartet nicht aus Schwachheit, Vergesslichkeit oder Gleichgültigkeit, sondern aus Freundlichkeit. Wenn den Heiligen die Zeit des Wartens lang wird, dann gibt ihnen Petrus hier einen guten Grund, geduldig und dankbar zu warten: Der gnädige Gott will nicht, dass irgendwelche verlorengehen, »sondern dass alle zur Buße kommen«. Er will auch nicht, dass auch nur einer der Seinigen, der sich für eine Zeit hat verführen oder entmutigen lassen, in seinem Unglauben umkommen soll, sondern er gibt ihnen Zeit, dass sie alle zur Buße kommen können. So wird »die Langmut unseres Herrn … Errettung« (V. 15). In den Tagen Noahs wartete die Langmut Gottes lange (1Petr 3,20), bevor er die Flut sandte. Am festgesetzten Tag, nachdem Gott seine Kinder alle in sein Haus gesammelt hat, kommt der Herr.

Benedikt Peters – Kommentar zu 2. Petrus

Dieser Vers wird zu einer Aussage, die ein Merkmal des Einen zum Ausdruck bringt, der nicht an Tage oder Jahre gebunden ist. Er wird, wie Er zugesagt hat, die Geschichte der Gottlosen mit Seinem Gericht beenden. Wenn wir uns vorstellen, daß es Zeit ist für Gott, als Herrscher zu handeln, dann denken wir daran, daß Er geduldig und nicht säumig ist. Er wird Seine Verheißung erfüllen und will nicht, daß irgendjemand verloren geht. Aus dem Tag des Heils (2Kor 6,2) sind fast zwei Jahrtausende geworden. In Jes 61,2 spricht der Prophet vom Jahr der Annehmung, wo lauter Gnade und Langmut im Gegensatz zum Tag der Rache regiert. Er wartete mehr als einhundert Jahre, bevor er zu Lebzeiten Noahs die Flut schickte. Heute bietet Er seit Hunderten von Jahren Gnade an, bevor die Zerstörung durch Feuer kommt. Verzögerung gehört nicht zu Seinem Wortschatz. Er ist langmütig und wartet, indem Er diese ganze Zeit verstreichen läßt und Menschen Raum zur Buße und nicht zum Untergang gibt.
  Dieser Vers spricht nicht nur davon, wie der HERR ist negativ ausgedrückt (Er verzieht nicht), sondern hebt nachdrücklich Seine positive Seite hervor: Er ist langmütig und will nicht, daß jemand verloren geht. Paulus schreibt in 1Tim 3,15 an Timotheus: „wenn ich aber zögere“ – wenn sich mein Kommen zu dir verzögert. Es gibt in Gottes Vokabular keine Verzögerung. Er wartet mit Langmut. Diese anhaltende Gnade des HERRN ist gegenwärtig offenbar. In Mt 18,21-35 veranlaßt die Frage des Petrus bezüglich seiner Haltung zum unausstehlichen Bruder den Herrn Jesus, Seine Langmut und vergebende Gnade zu enthüllen. In dem Gleichnis, das Er auf die Knechte bezieht, die beim König schwer verschuldet waren und um Zeit zur Rückzahlung baten, gibt sie ihnen der König aus Gnaden. Die Geschichte endet jedoch traurig, indem der König trotz seiner Nachsicht den (unbarmherzigen) Knecht bestraft und ihn den Peinigern überliefert. Trotz der Langmut und vergebenden Gnade des Königs kam der Tag des Gerichts.
  Paulus sagt in 1Tim 2 ,daß nach Gottes Willen alle Menschen errettet werden sollen und dafür alles getan ist. Doch ebenso wahr ist, daß nicht alle das Heil Gottes annehmen und Seine Geduld und Langmut überbeanspruchen. Buße wird als der Weg zurück zu Gott angeboten und wurde von Petrus in früheren Jahren oft seinem Volk und den Heiden verkündigt (Apg 2,38;5,31;11,18).
  Aber beachten wir die Richtung der Langmut: „gegen euch“. In besonderer Hinsicht galt sie Petrus, seinen Mitarbeitern und den Heiligen jener Zeit, doch natürlich trifft sie heute für alle Heiligen zu. Ein unermüdlicher Gott geht langmütig mit Seinem Volk um. Wie geduldig und langmütig war Gott zu Lot und seiner Familie! Letztendlich führte Er ihn aus dem Bereich der Verwüstung und des Gerichts heraus. Gott wird mit Seinem Volk gerecht handeln.

Benedikt Peters – Was die Bibel lehrt

https://blog.thomas-pape.de/2026/02/23/er-moechte-dass-jeder-ein-neues-leben-mit-ihm-anfaengt/ #Bibel #Glaube #Glauben #Gott
2026-02-22

Aber der Pfad der Gerechten ist wie das glänzende Morgenlicht, das stets heller leuchtet bis zur Tageshöhe.Elberfelder 1871 - Sprüche 4,18

Doch der Pfad der Gerechten ist wie aufstrahlendes Licht, er wird lichter, bis der Tag da ist.Die #Bibel
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blog.thomas-pape.de/2025/08/06

2026-02-21

Dienet Jehova mit Freuden; kommet vor sein Angesicht mit Jubel!

Ps 100,1–2

00: 1 Rufe ADONAI, die ganze Erde, vor Freude! Historisch gesehen wurde dieser Psalm während des Erntedankopfers im Tempel gesungen. Ein alter Rabbiner sagt, dass Ps. 100 sind jeden Tag zu rezitieren. #Bibel
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blog.thomas-pape.de/2020/02/21

2026-02-20

Gott sei uns gnädig und segne uns, er lasse sein Angesicht leuchten über uns, (Sela.) daß man auf der Erde erkenne deinen Weg, unter allen Nationen deine Rettung! Es werden dich preisen die Völker, o Gott; es werden dich preisen die Völker alle. Es #Bibel
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blog.thomas-pape.de/2023/02/20

und vor ihm werden versammelt werden alle Nationen, und er wird sie voneinander scheiden, gleichwie der Hirt die Schafe von den Böcken (Eig Ziegenböcken) scheidet.
Elberfelder 1871 – Matthäus 25,32

Alle Völker der Erde werden vor ihm versammelt werden, und er wird die Menschen in zwei Gruppen teilen, so wie ein Hirt die Schafe von den Böcken trennt.
Gute Nachricht Bibel – Matthäus 25:32

und vor ihm werden alle Völker versammelt werden, und er wird sie voneinander sondern, wie der Hirt die Schafe von den Böcken sondert. (1) gemeint sind nicht Schafböcke, sondern Ziegenböcke, und gedacht ist an den Gegensatz zwischen Schafen und Ziegen, die in Erez Israel zusammen geweidet und dann durch den Hirten für die Nacht getrennt werden. (a) Rö 14:10
Zürcher 1931 – Matth 25,32

Alle Völker versammeln sich vor seinem Angesicht. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirt die Schafe von den Ziegenböcken scheidet – bei der Heimkehr von der Weide treibt der Hirt die dort nicht streng getrennten Schafe und Ziegen in ihre besonderen Lagerstätten. Die Schafe sind in Palästina meistens weiß, die Ziegen hingegen schwarz (vgl. auch Hes 34,17)
Ludwig Albrecht – Matth 25:32

Und es werden vor ihm versammelt werden alle Heiden (Luther übersetzt hier (gegen seine Gewohnheit) „Völker“, aber wenn irgendwo die Übersetzung „Heiden“ am Platze ist, so gewiß hier, wo das Gleichnis solche voraussetzt. Damit ist auch die Frage beantwortet, wie es, nach der Ansicht Jesu, den Heiden am großen Gerichtstage ergehen werde.) und er wird sie scheiden von einander, gleichwie der Hirte die Schafe von den Ziegen scheidet,
Die vier Evangelien des Reinhardt – Mt 25,32

Die schwarzhaarige Sinai-Ziege ist seit Jahrhunderten in der Region beheimatet. Diese Ziegen sind gut an die Wildnis angepasst, da sie sich von Gestrüpp und Wurzeln ernähren, steile Pfade bewältigen und bei hoher Luftfeuchtigkeit und wenig Wasser überleben können. Ziegen werden traditionell eher als Haus- denn als Nutztiere geschätzt und liefern neben Milch auch Fasern für Zelte und Decken. Sie vermehren sich zwar schneller (innerhalb des ersten Jahres) und geben mehr Milch als Schafe, doch werden Ziegenprodukte auf den Märkten weniger geschätzt und die Lebenserwartung der Tiere ist geringer. Das Wort für Ziege wird im Pentateuch sechsundfünfzig Mal verwendet (von insgesamt vierundsiebzig im Alten Testament), ein Beweis dafür, wie verbreitet und wichtig sie im Patriarchat und in der Wüste sowie in den Ritualen und der Architektur der Stiftshütte waren.

Schafe und Ziegen werden seit jeher wegen ihrer natürlichen, sich ergänzenden Eigenschaften zusammen gehalten. Schafe folgen einander in der Regel eng und „scharen“ sich zusammen, um sich vor Hitze oder Kälte zu schützen. Ziegen sind klüger und unabhängiger und dienen oft als Anführer kleiner Schafsgruppen (Jer. 50:8). Schafe sind wählerische Fresser, die ausgewählte Gräser gleichmäßig über dem Boden abschneiden, während Ziegen wahllos „grasen“. Bei intensiver30 Fütterung werden die Ziegen oft getrennt, damit die sanfteren Schafe sich satt fressen können. Wenn sich die Herden nachts in der Wildnis aufhalten, benötigen die Ziegen möglicherweise einen separaten Unterschlupf, da ihr dünneres Fell weniger Schutz bietet (Jeremias 1963: 206). Schafe, die ebenfalls nachts im Pferch gehalten werden, können sich in den Wintermonaten gegenseitig wärmen.

Die Größe einer Herde schwankt beträchtlich und hängt von einer Reihe von Variablen ab, unter anderem vom Zweck der Herde (Cribb 1991: 34-37). Eine Familie mit einer Herde von fünfundzwanzig bis sechzig Tieren kann mit ihrer Arbeit ihren Lebensunterhalt bestreiten (Johnson 1969: 10), und mit Herden von mehr als sechzig Tieren ist ein Überschuss möglich. Diese und größere Herden von 200-500 Tieren werden in der Regel in den Wildnisgebieten geweidet, außer im Sommer, wenn sie sich von den Stoppeln der abgeernteten Getreidefelder ernähren. Während ein fähiger Hirte bis zu 500 Schafe und Ziegen allein auf den offenen Weideflächen hüten kann, erfordert die umfassende Arbeit der Tierhaltung im Laufe eines Jahres (einschließlich der Herstellung von Milch- und Faserprodukten) eine Reihe fähiger Arbeiter.
Ein typisches Verhältnis von einem Männchen zu zehn Weibchen kennzeichnet eine Herde, die Milch, Wolle und Fleisch liefern soll (Gen 32,14). Sowohl Schafe als auch Ziegen gebären auf der Weide. männlichen Tiere werden für den Markt oder zum Opfern gekeult. Seit der Antike konnten die Hirten in einem guten Jahr auf eine Geburtenrate von 80 % für ihre Herden hoffen (Postgate & Payne 1975: 5), wobei die Geburtenverluste durch gelegentliche Zwillinge ausgeglichen wurden. Jakob berichtet, dass er so erfolgreich war, dass Labans Herde jährlich um 100 % zunahm (Gen 31:38). Bildlich gesprochen war die Gesundheit und Vermehrung einer Gemeinschaft ein Zeichen für gute Führung (Jer. 23:3).

Timothy S. Laniak – Hirten nach meinem Herzen

συναχθήσονται Fut. Pass. -άγω. πάντα τὰ ἔθνη alle Völker (wahrscheinl. Juden u. Nichtjuden; vgl. 28,18–20 sowie 1,1; 2,1–12; 3,15–16; 8,11). ἀφ-ορίσει Fut. -ορίζω (vgl. A3391) absondern, trennen, ἀπό τινος von jmdm./etwas. αὐτούς Mask.: sinngemäße Konstruktion (Bezug auf die Menschen aller Völker [A96]). ὥσ-περ V. 14. ποιμήν4 ένος ὁ Hirte. πρό-βατον Schaf. ἔριφος (Ziegen-)Bock bzw. Pl. (neben πρόβατα) einfach Ziegen; Schafe u. Ziegen liefen auf der Weide durcheinander; abends wurden sie oft getrennt: die Schafe vertragen die Kälte, die Ziegen aber müssen zum Schutz davor zusammengetrieben werden (Carson, Mt, S. 521).

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Die alte Synagoge hat einerseits gewisse Generationen, die ihre volle Strafe bereits empfangen haben, vom jüngsten Gericht ausgenommen;a andrerseits hat sie dieses aber auch wieder ausgedehnt selbst auf die Tiere u. die unfruchtbaren Bäume.

a. Sanh 10, 3: Das Geschlecht der Flut hat keinen Anteil an der zukünftigen Welt u. sie stehen nicht im (End-)Gericht; s. Gn 6, 3: Nicht wird richten mein Geist über den Menschen ewiglich (d. h. in der Ewigkeit beim jüngsten Gericht, s. bei Mt 24, 38 S. 964). — Die Leute von Sodom haben keinen Anteil an der zuk. Welt; aber sie stehen im Gericht. R. Nechemja (um 150) sagte: Weder jene noch diese stehen im Gericht; denn es heißt Ps 1, 5: „Darum werden die Gottlosen nicht stehen im Gericht, noch die Sünder in der Gemeinde der Gerechten.“ „Die Gottlosen“, das ist das Geschlecht der Flut; „die Sünder“, das sind die Leute von Sodom. Da sagte man zu ihm: In der Gemeinde der Gerechten werden sie nicht stehn, aber sie werden in der Gemeinde der Gottlosen stehn. — Das Geschlecht der Wüste hat keinen Anteil an der zuk. Welt, u. sie stehen nicht im Gericht; denn es heißt Nu 14, 35: In dieser Wüste sollen sie aufgerieben werden (in dieser Welt), u. da sollen sie sterben (für die zuk. Welt). So R. ʿAqiba († um 135). R. Eliʿezer (um 90) sagte: Vielmehr heißt es von ihnen Ps 50, 5: Versammelt mir meine Frommen, die den Bund mit mir (in der Wüste Sinai) beim Opfer schlossen. — Die Rotte Qorach wird nicht wieder heraufkommen; denn es heißt Nu 16, 33: Da bedeckte sie die Erde (in dieser Welt), u. sie verschwanden mitten aus der Versammlung (für die zuk. Welt). So R. ʿAqiba. R. Eliʿezer sagte: Über sie heißt es 1 Sm 2, 6: Jahve tötet u. macht lebendig, läßt in die Scheol hinabfahren u. führt herauf. ‖ TSanh 13, 2 (434): Die (unmündigen) Kinder der Gottlosen unter den Nichtisraeliten werden weder auferweckt noch gerichtet. Parallelstellen: TSanh 13, 6–12; pSanh 10, 29b, 48–29c, 24; Sanh 108a–110b; Aboth RN 36; pSchebiʿith 4, 35c, 29. ‖ Aus vorchristlicher Zeit s. Hen. 22, 13: (Die 4. Abteilung in der Scheol) ist so geschaffen für die Geister der Menschen, die nicht gerecht, sondern Sünder, ganz u. gar gottlos u. Genossen der Bösen waren; ihre Geister werden am Tage des Gerichts nicht bestraft werden, aber sie werden auch nicht von hier mit auferweckt werden. — Siehe Exk.: „Scheol“ usw. I, 2, e.
b. GnR 26 (17a): R. Elʿazar (um 270) hat gesagt: Es gibt niemand, der sich an einem Menschen verschuldet, es sei denn ein Mensch, gleich wie jener. R. Nathan (gegen 350?) sagte: Auch ein Wolf u. Hund. R. Huna b. Gorjon (wann?) sagte: Auch ein Stock u. ein Riemen, s. Jes 9, 3: Das Joch seiner Bürde u. den Stecken seines Nackens, die Rute seines Treibers hast du zerbrochen wie am Tage Midians מדין, d. h. wie am Tage des Gerichts כיום הדין. R. Acha (um 320) hat gesagt: Auch die unfruchtbaren Bäume werden dereinst Rede u. Rechenschaft geben müssen. Die Rabbinen sagten es auf Grund dieser Schriftstelle: Wie der Mensch, so der Baum des Feldes (so deutet der Midr Dt 20, 19). Wie der Mensch Rede u. Rechenschaft geben wird (im göttlichen Gericht), so werden auch die Bäume Rede u. Rechenschaft geben. — Parallelstelle mit zum Teil andren Autorenamen Midr Qoh 8, 9 (40a).

Strack & _Billerbeck – Kommentar zum Neuen Testament aus Talmud und Midrasch

Dem Glanz der Erscheinung des Menschensohnes entspricht das nunmehr einsetzende Geschehen. Alle Völker werden vor ihm versammelt. Wer dies zuwege bringt, bleibt unausgesprochen. Daß dieses unermeßliche Ereignis so unauffällig und wie von selbst sich ergibt, soll den Leser beeindrucken. In vergleichbaren atl Stellen ist es Gott, der alle Völker zum Gericht versammelt (vgl. LXX Joel 4,2; Zach 14,2; Is 66,18). Bereits das verwendete griechische Wort συνάγω ist ein Term der Hirtensprache und bereitet das gleich folgende Bild vor. Doch zunächst ist zu klären, wer genau mit allen Völkern bezeichnet ist. Die Vielzahl der Interpretationsvorschläge zeigt die Unsicherheit der Exegese an: alle Heidenvölker ohne Israel; alle Heidenvölker mit Israel; alle Christen bzw. alle von Jesus berufenen Völker16; alle Völker einschließlich der Christen. Die letztgenannte Auffassung verdient entschieden den Vorzug. Eine Ableitung hat aus dem Mt-Evangelium und nicht aus vorgegebenen atl Gerichtsschilderungen zu erfolgen. Für Mt aber ist der Begriff durch die Mission geprägt, die auch die Juden nicht ausschließt. Ihre heilsgeschichtliche Rolle ist zum Ende gekommen. Eine Ausklammerung der Juden aus allen Völkern verbietet sich ebenso wie die Gegenüberstellung der Völker mit der Kirche. Vor dem Gericht des Menschensohnes hat sich gerade die Kirche zu verantworten. Nachdem Mt seine Redekompositionen beharrlich am Ende auf den eschatologischen Gerichtsprozeß ausgerichtet und damit insbesondere die Jüngerschaft angesprochen hat, ist für das Ende der letzten Redekomposition kaum etwas anderes zu erwarten. Freilich wird Mt nicht den naiven Gedanken geteilt haben, daß am Ende alle Völker christlich geworden sind, wohl aber geht er davon aus, daß alle Völker in der ganzen Ökumene mit dem Evangelium vom Reich bekanntzumachen sind (24,14). Das Verhältnis der Kirche zu den Völkern ist anläßlich der Versammlung aller vor dem Thron des Menschensohnes anders zu bestimmen. Erneut ist auf die mt Idee von der Basileia des Menschensohnes aufmerksam zu machen, die wir bereits als eine universale Größe kennengelernt haben, die nicht mit der universalen Kirche identisch ist, die darüber hinausgreift und die gesamte (Menschen-)Welt umfaßt (vgl. besonders 13,38.41). Wenn der Menschensohn alle Völker vor seinem Thron aufstellen läßt, tritt seine Basileia, die bislang nicht erkannte und in ihrer Universalität nicht erkennbare, in Erscheinung. Die Kirche ist aus diesem Raum seiner Herrschaft selbstverständlich nicht ausgeschlossen.
Gericht ist Scheidung. Veranschaulicht wird sie mit der Scheidung, die ein Hirt am Abend mit seiner Herde vornimmt. Seit J. Jeremias hat es sich durchgesetzt, die Herde in Schafen und Ziegen getrennt sein zu lassen. Die Begründung lautete, daß die Ziegen nachts wärmer stehen müssen. Auch würden sich die weißen Schafe von den dunklen Ziegen abheben. Dies erhält symbolische Bedeutung. Doch ist für galiläische Hirten fraglich, ob sie Hürden besitzen. Die Herden nächtigen auf freiem Feld oder werden in Höhlen getrieben. So liegt ein anderer Grund für die Scheidung der Herde näher. Die männlichen werden von den weiblichen Tieren getrennt, weil letztere gemolken werden. Darum möchten wir die alte Übersetzung bevorzugen, die von Schafen und Böcken sprach. Das griechische Wort (ἔριφος, ἐρίφιον) empfiehlt dies sogar. Die rechte Seite ist glückverheißend, die linke ist die Seite des Unglücks. Diese Vorstellung ist nahezu in der gesamten Kultur der Antike verbreitet: „Hier ist der Ort, da der Weg nach beiden Seiten sich spaltet: wo der rechte zur Burg hinstrebt des mächtigen Pluto, führt zum Elysium uns die Bahn. Der linke dort aber straft die Bösen und schickt sie hinab zum Pfuhl der Verruchten“ (Vergil, Aen. 6,540–544)

Herders Theologischer Kommentar zum Neuen Testament

Also hier ist die Rede vom Richterthron Christi als dem Thron der Herrlichkeit. Es wird Gericht gehalten über alle lebenden Völker, und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet.
Mit dem Ausdruck »alle Völker« werden wohl all die zur Zeit lebenden Heidenvölker gemeint sein. Von den Toten wird nicht gesprochen. Auch wird nicht erwähnt, daß die Liebeswerke irgendwie »im Namen Jesu« getan worden sind. Und weil die »Gerechten«, von denen Jesus hier redet, ihre Liebeswerke, die sie getan haben, in keinerlei Beziehung zu dem Herrn Christus gesetzt haben, so könnte man auch von dorther meinen, daß es sich um Heidenvölker handelt. Und weil den »Gerechten« vom Richter dennoch das »Königreich« zugesprochen wird, so könnte man die Frage aufwerfen: Können Menschen selig werden allein durch Werke? Können Menschen selig werden ohne Glauben an den Herrn Jesus Christus, ohne von Ihm je gehört zu haben? Ja, könnte man nicht sogar die Frage so formulieren, daß soziale Tätigkeit, natürliche allgemeine Menschenliebe, Nächstenliebe zur Seligkeit genüge?
Es sind wahrhaftig allerschwierigste Fragen, die hier gestellt werden. Und wir werden den Sinn des Wortes vom Völkergericht nicht bis ins letzte lösen können.

Rienecker – Wuppertaler Studienbibel

Das Erscheinen aller Menschen vor ihm: „Und vor ihm werden alle Heidenvölker versammelt werden“ (Vers 32). Das Gericht des großen Tages wird umfassend sein. Jeder muss vorgeladen werden, dass er vor Christi Tribunal erscheint: alle Menschen, alle Völker, all die Völker, die aus einem Blut gemacht sind, „dass sie auf dem ganzen Erdboden wohnen sollen“ (Apg 17,26).

Die Trennung, die dann gemacht werden wird: „Und er wird sie voneinander scheiden“, wie bei der Ernte Weizen und Unkraut voneinander getrennt werden (s. Mt 13,25–30), guter Fisch und schlechter Fisch am Ufer, das Korn und die Spreu auf der Tenne. Übeltäter und Fromme leben hier zusammen und sind nicht eindeutig voneinander zu unterscheiden, doch an jenem Tag werden sie für immer getrennt werden. Sie können sich nicht selbst in dieser Welt voneinander trennen (s. 1.Kor 5,10), noch kann sie jemand anderes trennen (s. Mt 13,29), doch der Herr kennt die Seinen (s. 2.Tim 2,19) und er kann sie trennen. Dies wird damit verglichen, wie ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet.
Jesus Christus ist der große Hirte der Schafe (s. Hebr 13,20); er weidet jetzt seine Herde wie ein Hirte (s. Jes 40,11) und er wird bald zwischen denen unterscheiden, die ihm gehören und die ihm nicht gehören.
Die Frommen sind wie Schafe – unschuldig, sanft, geduldig, nützlich; Übeltäter sind wie Böcke, eine mehr verdorbene Art von Tier, unangenehm und ungebärdig. Die Schafe und die Böcke weiden hier den ganzen Tag lang auf der gleichen Weide, doch in der Nacht werden sie in verschiedene Pferche kommen. Nachdem er sie auf diese Weise geschieden hat, wird der Hirte „die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken“ (Vers 33). Christus ehrt die Frommen, wie wir denen gegenüber Respekt erweisen, die wir zu unserer Rechten stellen. Alle Teilungen und Unterteilungen werden dann abgeschafft bis auf die große Unterscheidung der Menschen in Heilige und Sünder, geheiligte und nicht geheiligte, die für immer bleiben wird.

Der Neue Matthew Henry Kommentar

    »Vor ihm« deutet auf den Richterstuhl, vor dem die Menschen erscheinen werden (vgl. Jes 66,18; Röm 14,10; 2 Kor 5,10). Das »versammelt werden« geschieht durch die Gerichtsengel (vgl. Mt 13,39.41-48ff.). Entscheidend ist nun, dass es sich um »alle Völker« handelt. Es sind »alle« jemals existierenden »Völker« gemeint. D. h., es geht wirklich um das allgemeine Weltgericht wie in Off 20,11ff. Jeder ersteht auf, jeder wird gerichtet (vgl. Hebr 9,27). Das Gericht über die Christen fand allerdings schon vorher statt (Mt 25,14ff.).

    Das Wesentliche an diesem Gerichtsvorgang ist das »Scheiden«. Während das Leiden in dieser Welt u. a. darin besteht, dass Böse und Gute gemischt sind – auch die Kirche ist nach Augustin ein corpus permixtum = eine vermischte Gesellschaft! -, treten jetzt beide auseinander. Das Verborgene wird offenbar. Natürlich ist die Scheidung zugleich Voraussetzung für das bevorstehende verschiedene Schicksal der Gruppen. Die Erläuterung »wie der Hirte die Schafe von den Böcken scheidet« greift auf Hes 34,17 zurück. Durch Hes 34,17 fällt der Einwand von Palästinakennern, der Hirte scheide nur »Schafe von den Ziegen«, weg. Denn »Schafe« und »Böcke« sind ein uraltes Bild für die Gerechten (4.Mose 27,17; 2.Sam 24,17; Ps 77,21; 80,2; 95,7; 100,3; Jes 53,7; Jer 11,19; Hes 34,5ff.; Mt 10,16; Joh 10,3ff.; Joh 21,16ff.) bzw. die Bösen (3.Mose 16,10.21ff.; Hes 34,17; Dan 8,4ff.). Darauf deutet auch die Fortsetzung hin. Die »rechte Seite« ist die Seite der Gnade (vgl. 1.Kö 2,19; Ps 16,11; 18,36; 73,23; 110,1; 118,15; Jes 45,1; Mt 22,44; 26,64; Mk 16,19; Apg 7,55; Röm 8,34; Eph 1,20; Kol 3,1; 1 Petrus 3,22; Hebr 1,3) , die »linke Seite« die der Ungnade.

    Gerhard Maier – Edition C

    Alle Nationen werden vor Ihm versammelt werden, das heißt jene, die nach den Gerichten Gottes gegen die Armeen der Schlacht von Harmagedon noch übrigbleiben. Der Herr beschreibt diesen Prozeß des Scheidens in Matthäus 24,38-41 mit anderen Worten: Dort sagt Er, daß einige zum Gericht weggenommen werden, während andere bleiben; und diese anderen sind nicht die gleichen wie die »Erwählten«, von denen es in V.31 heißt, daß sie versammelt werden. Es sind also drei verschiedene Gruppen da: Die Erwählten, die zum Gericht Hinweggerafften, und die Übriggebliebenen. (Im Gleichnis vom Unkraut und Weizen sind es nur zwei Gruppen). Diese drei Gruppen finden sich auch im vorliegenden Gleichnis: »Meine Brüder« (V.40) entspreichen »seinen Erwählten«; »die Schafe« entsprechen denen, die zurückbleiben; »die Böcke« entsprechen den Hinweggerafften.

    Benedikt Peters – Was die Bibel lehrt

    In Vers 31a gibt Jeschua den Zeitpunkt des Gerichts an: Wenn aber der Sohn des Menschen kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle Engel mit ihm. Daniel weist darauf hin, dass es ein 75-tägiges Intervall zwischen dem Ende der Trübsal und dem Beginn des messianischen Reiches geben wird (Daniel 12:11-13). Während dieser Zeitspanne wird eine Reihe von Dingen geschehen, von denen eines das Gericht über die Heiden sein wird.
    Während Jeschua den Ort des Gerichts ausließ, heißt es in Joel 3:1-3, dass es im Tal Joschafat stattfinden wird, dem Teil des Kidrontals, der die Altstadt und den Tempelberg vom Ölberg trennt.

    Die Heiden, die die Trübsal überleben, werden gerichtet werden; dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen, und vor ihm werden alle Nationen versammelt werden (Matthäus 25,31b-32). Der Begriff Nationen ist eine Übersetzung des griechischen Wortes für Heiden, ethnos, und so sollte es hier auch übersetzt werden. Letztlich geht es hier um das ewige Leben und die ewige Verdammnis für Einzelpersonen, die entweder gläubig oder ungläubig sind. Völker werden nicht in ihrer Gesamtheit danach beurteilt, ob sie gerettet sind oder nicht; deshalb sollte der Vers so lauten: „Dann wird er auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen, und vor ihm werden alle Heiden versammelt werden.“ Alle Heiden, die die Trübsal überleben, werden im Tal Josaphat zu diesem Gericht versammelt, das Jeschua als eine Trennung zwischen den Subjekten des Gerichts, den Schafen zu seiner Rechten und den Böcken zu seiner Linken, veranschaulichte (Matthäus 25:33).

    Das Gericht wird sich auf die Behandlung der Juden durch die Heiden während der Trübsal stützen und entweder Antisemitismus oder Pro-Semitismus offenbaren (Matthäus 25,34-45). Die Joel-Passage identifiziert die gleiche Grundlage. Der Messias wird mit den Schafen und den Ziegenheiden getrennt umgehen, wobei er mit den Schafen beginnt: Dann wird der König zu denen zu seiner Rechten sagen: Kommt, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Grundlegung der Welt an (Matthäus 25,34). Er lädt sie ein, in das messianische Königreich einzutreten, weil sie Ihn mit Nahrung versorgt haben, Ihm Wasser gegeben haben, Ihm Kleidung und Unterkunft gegeben haben und Ihn besucht haben, als Er krank und im Gefängnis war. Die Schaf-Heiden, die Jeschua die Gerechten nannte (Matthäus 25,37), die Gläubigen, werden antworten, dass sie sich nicht daran erinnern, Ihn in irgendeinem dieser Zustände gesehen zu haben, noch erinnern sie sich daran, irgendetwas von diesen Dingen für Ihn getan zu haben. Jeschua wird antworten: Wahrlich, ich sage euch: Insofern ihr es einem dieser meiner Brüder, diesen Geringsten, getan habt, habt ihr es mir getan (Matthäus 25:40b). Meine Brüder sind zu unterscheiden von den Schafen und den Böcken. Zu den Schafen und Böcken gehören alle Heiden, Gläubige und Ungläubige. Daher können die Brüder nicht eine andere Kategorie von heidnischen Gläubigen sein, sondern sind Jeschuas Brüder nach dem Fleisch. Die Joel-Passage sagt deutlich, dass das Gericht über die Heiden auf ihrer Behandlung der Juden in der Trübsal basiert. Außerdem zeichnet nur Matthäus diesen Abschnitt der Ölbergrede auf, und er konzentrierte sich auf das, was für das jüdische Publikum, für das das Evangelium geschrieben wurde, besonders relevant war. Jeschua wird zu diesen Schafsheiden sagen, dass alles, was sie für das jüdische Volk während der Trübsal getan haben, ihm angerechnet werden wird, als sei es ihm getan worden. Aus diesem Grund werden sie das messianische Königreich betreten.

    Arnold Fruchtenbaum – Jeschua – Das Leben des Messias aus einer messianisch-jüdischen Perspektive

    https://blog.thomas-pape.de/2026/02/20/dann-werden-alle-menschen-aus-allen-nationalitaeten-auflaufen-und-er-wird-sie-in-zwei-abteilungen-aufteilen-fast-so-wie-zwei-fussballmannschaften/ #Bibel #Glaube #Glauben #Jesus
    2026-02-19

    Glückselig der Mann, der nicht wandelt im Rate der Gottlosen, und nicht steht auf dem Wege der Sünder, und nicht sitzt auf dem Sitze der Spötter,2 sondern seine Lust hat am Gesetz Jehovas und über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht!3 #Bibel
    #Jehova
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    #Bibelstudium
    #Gott
    #Glauben

    blog.thomas-pape.de/2020/02/19

    2026-02-19

    youtu.be/rQWZK5U233s

    #Milliardäre wie Peter #Thiel würden am liebsten niemals #sterben – und sie #glauben, dass ihnen das auch zusteht.
    jacobin.de/artikel/superreiche

    #Wunsch nach #mehr, koste es was es wolle, einschließlich eines exzessiven Strebens nach materiellen Gütern, wobei ein gieriger Mensch durch die Bereitschaft ausgezeichnet ist, dass das Streben nach mehr auf #Kosten von anderen Menschen geht.
    lexikon.stangl.eu/33746/habgie

    #GierFrisstHirn

    2026-02-19

    Gehorchet euren Führern und seid unterwürfig; denn sie wachen über eure Seelen (als die da Rechenschaft geben sollen), auf daß sie dies mit Freuden tun und nicht mit Seufzen; denn dies wäre euch nicht nützlich.Elberfelder #Bibel
    #Jehova
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    blog.thomas-pape.de/2024/02/26

    2026-02-18

    Die christlichen Kirchen senden einen gemeinsamen Gruß zu #Ramadan an die muslimischen Gemeinden in #Dortmund - Auch für Christ:innen beginnt an Aschermittwoch die #Fastenzeit. #Kirche #Glauben #Religion #Islam
    nordstadtblogger.de/die-kirche

    Die Nordstadtblogger-Redaktion wünscht allen Menschen muslimischen Glaubens einen gesegneten Fastenmonat Ramadan. Muslim:innen weltweit fasten ab heute bis 19. März täglich von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang.

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