#Netzwerkdurchsetzungsgesetz

2025-08-23

Sie wollen einfach nichts lernen

In dervergangenen Woche hat Innenminister Dobrindt schon wieder die Neuauflage der Vorratsdatenspeicherung angekündigt. Vier höchstrichterliche Urteile, die die Massenspeicherung von Kommunikationsdaten unbescholtener Bürger:innen als unverhältnismäßig, grundrechtswidrig und sachlich nicht zielführend bezeichnet und immer wieder bekräftigt haben. Immer wieder pfeifen sie die falsche Melodie in den Wald.

Die Methode ist bekannt: Kindesmißbrauch im Internet – das schärfste Argument der Überwachungsfetischisten – dagegen müsse doch etwas getan werden! Und das einzige Mittel dagegen, wird seit einem Vierteljahrhundert wahrheitswidrig immer wieder behauptet, sei die Vorratsdatenspeicherung von Millionen Daten unbescholtener Bürger:innen. Dabei sind erst kürzlich wieder Gesetze der EU in Kraft getreten, die es erlauben würden, gegen Straftaten im Netz vorzugehen. Der Digital Services Act, der Digital Markets Act und neuerdings der AI-Act – ach ja und nicht zu vergessen das von Justizminister Heiko Maas damals mit Hängen und Würgen verabschiedete  Netzwerkdurchsetzungsgesetz – so heisst das wirklich. Aber leider gibt es seit Jahren ein eklatantes Vollzugsdefizit, das an systematisches Staatsversagen grenzt.

Nicht an Gesetzen mangelt es, sondern am Vollzug

Denn eigentlich bietet das letztere Gesetz die Möglichkeit, gegen Hass, Hetze und Kriminalität im Netz gegenüber dem Providern vorzugehen, die Entfernung von Inhalten und vor allem den Opfern von Kriminalität einen Anspruch auf Auskunft der Bestandsdaten der Täter gewährt – und damit natürlich bei Offizialdelikten auch der Polizei. Ein Gesetz, das Maas inzwischen selbst für zu harmlos hält. Dessen fehlende Durchsetzung aber der Hauptgrund ist, dass sexualisierte Gewalt, Hasskriminalität, weder von den Ermittlungsbehörden hartnäckig genug verfolgt werden, weil sie nicht genügend kompetentes Personal haben, noch die Bereitschaft bei der Politik besteht, gegen die Provider, die sich nach wie vor versuchen, ihrer Verantwortung für die übermittelten Inhalte zu entziehen, konsequent und mit hohen Strafen vorzugehen. Es geht nicht mehr und nicht weniger darum, die bestehenden Gesetze einfach einmal konsequent anzuwenden.

Ablenkungsmanöver statt Durchsetzung

Lieber erweckt die CDU/CSU ohne Widerspruch der SPD stattdessen den Eindruck, als ob die immer umfassendere Überwachung der Bevölkerung der Schlüssel zum Erfolg sei. Dabei sehen es Teile der Sicherheitsbehörden selbst kritisch, würden sie noch mehr Datenfriedhöfe durchforsten müssen. Die Anschaffung von “Palantir”, der höchst problematischen Software des antidemokratischen Tech-Oligarchen Peter Thiel, wäre quasi der zwingende nächste Schritt. Beide Maßnahmen nützen nicht nur de facto nichts zur Kriminalitätsbekämpfung und zur Eindämmung von Hass, Hetze und Demokratiefeindlichkeit im Netz – sie spielen den antidemokratischen Betreibern der (a)sozialen Netzwerke voll in die Hände – egal, ob sie in den USA oder in China sitzen.

Fataler Deal zulasten der Grundrechte droht

Noch schlimmer: Alle drei europäischen Gesetze einschließlich der Datenschutz-Grundverordnung, haben CDU und andere rechte Parteien wiederholt als Beispiele genannt, was sie meinen, wenn sie die angeblich überbordende Bürokratie beklagen. Und die Gerüchte aus Brüssel verstummen nicht, die kolportieren, dass im Rahmen der Trump’schen Zollerpressungen auch besprochen worden sein soll, inwieweit die EU bereit ist, die ohnehin noch nicht voll in Kraft getretenen vier Vorschriften zugunsten der Interessen der Tech-Milliardäre wieder aufzuweichen und ihnen in die Hände zu spielen.

Unwissen, keinerlei Problembewusstsein

Während aufgrund des Ukraine-Krieges und neuerdings auch im Zusammenhang mit Trumps Europapolitik und seines immer wieder erkennbaren Seitenwechsels hin zu Putin offiziell von “mehr Resilienz” der Systeme und Infrastrukturen in Europa – auch im Bereich der IT-Technik und der Raumfahrt – die Rede ist, gehen Politik und Verwaltung immer wieder den prioritären Systemen der US-Tech-Branche in die Falle. Anstatt ein eigenes wirklich soziales Netzwerk mit Unterstützung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks aufzubauen, eine eigene “Palantir”-ähnliche Software zu entwickeln oder zumindest Sicherheitsstandards für die eigene Verwaltung auf Basis von Linux und anderer Open Source Systemen zu schaffen, werden eigens dafür gegründete Institutionen, wie z.B.  die bundeseigene “ZENDIS GmbH” in Bochum, stiefmütterlich behandelt und auch die NRW-Landesregierung hofiert lieber Microsoft, die – natürlich gegen Millionensubventionen – im ehemaligen Braunkohletagebau ein Rechenzentrum errichten wollen.

2024-06-13

OLG Frankfurt: Antisemitismusbeauftragter verliert Verfahren gegen X

Für das Oberlandesgericht Frankfurt ist die Meldung diffamierender Tweets gegen Antisemitismusbeauftragten Blume nicht konkret genug für Plattform-Haftung.

heise.de/news/OLG-Frankfurt-An

#DigitalServicesAct #HateSpeech #Netzwerkdurchsetzungsgesetz #Recht #SocialMedia #Twitter #news

2024-04-26

Bundesrat: Ja zu einheitlichem Ladekabel und Digitalem-Dienste-Gesetz​

Bis Ende 2024 werden Ladekabel auf Basis von USB-C für Smartphones & Co. Pflicht. Und: Die Bundesnetzagentur soll den Kampf gegen Hass koordinieren.​

heise.de/news/Bundesrat-Ja-zu-

#Bundestag #DigitalServicesAct #Netzwerkdurchsetzungsgesetz #Netzpolitik #USBC #news

2024-04-17

@lobbycontrol

Da ist noch erheblicher , denn die jüngsten zeigen eindringlich , dass die ständig solchen Attacken und ausgesetzt sind, denn hier werden nun mal wichtige getroffen, die nicht nur betreffen(siehe , und und und....

2024-02-19

TikTok und der DSA: Brüssel nimmt sich ByteDance zur Brust

Die EU untersucht, ob sich TikTok an die Auflagen des DSA zu Jugendschutz und Transparenz hält. Es geht auch um Algorithmen und "Dark Patterns".  ​

heise.de/news/TikTok-und-der-D

#Datenschutz #DigitalServicesAct #EU #Jugendschutz #Facebook #Netzwerkdurchsetzungsgesetz #SocialMedia #TikTok #news

2023-12-29

Sechs Jahre Murks

Weil das #Netzwerkdurchsetzungsgesetz ( #NetzDG ) nicht gilt, muss #Twitter bzw. #X in Deutschland nicht wirksam gegen Hetzer vorgehen. Eine peinliche Blamage für das Bundesamt für Justiz.

djv.de/startseite/service/blog

2023-12-22

Substack lässt Nazis gewähren – keine Moderation

Moderation ist laut Substack offensichtlich Zensur. Rechtsextreme dürfen deshalb auf der Plattform ungehemmt ihre Sichtweisen äußern.

heise.de/news/Substack-laesst-

#DigitalServicesAct #Internet #Meinungsfreiheit #Netzwerkdurchsetzungsgesetz #news

Nordnick 🐘nick@hhmx.de
2023-12-18

Moin am Montag.

Mal wieder ein paar Gedanken meinerseits, diesmal zum Thema #Netzwerkdurchsetzungsgesetz, kurz #NetzDG.

Info siehe #Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Netzwerkdurchsetzungsgesetz

Das NetzDG bezieht sich auf soziale Netzwerke im #Internet mit mindestens zwei Millionen Nutzenden (Mitgliederkonten).

Weiß jemand, inwieweit das "kommerziell" dabei juristisch definiert und gefaßt ist?

Wird das z.B. auf mastodon.social anwendbar sein? Eine Instanz, die sich allmählich der Zwei-Millionen-Grenze annähert? Oder auf den oder die Betreiber? (mastodon.social und mastodon.online zusammen befinden sich noch viel näher an der Zwei-Millionen-Grenze).

Wird #Serversoftware wie #Mastodon Funktionen erhalten, die die Einhaltung der Auflagen des NetzDG unterstützen?

CC:
@Mastodon@mastodon.social
@Gargron@mastodon.social

2023-11-13

Strafbare Inhalte im Internet: BKA erhält 13.730 Meldungen

Von der Zentralen Meldestelle für strafbare Inhalte des BKA liegt eine Zwischenbilanz vor. Demnach resultieren die meisten Meldungen aus Facebook-Posts.

heise.de/news/Strafbare-Inhalt

#Bundeskriminalamt #HateSpeech #Netzwerkdurchsetzungsgesetz #SocialMedia #news

2023-11-03

FAQ: Das bedeuten DMA und DSA für uns

Das Gesetz über digitale Dienste (DSA) und das Gesetz über digitale Märkte (DMA) wollen einen sichereren digitalen Raum für alle Menschen in der EU schaffen.

heise.de/hintergrund/FAQ-Das-b

#DigitalMarketsAct #DigitalServicesAct #EU #Netzwerkdurchsetzungsgesetz #news

Christian Pietsch (old acct.)chpietsch@digitalcourage.social
2023-10-14

@stdevel @ueckueck @w4tsn

Am Ende fiel mir noch etwas auf. Im Mündlichen passieren solche Fehler natürlich leicht: #NetzDG steht nicht für #NetzwerkDurchsuchungsGesetz, sondern für #NetzwerkDurchsetzungsGesetz. Aber wenn ich richtig im Bilde bin, könnt ihr das gleich wieder vergessen, weil große Teile davon durch den #DigitalServicesAct #DSA der EU abgelöst wurden.

Unterm Strich finde ich es aber wichtig festzuhalten, dass man keinen Rechtsanwalt oder ein Jurastudium braucht, um eine Instanz im Fediverse zu betreiben. @digitalcourage betreibt inzwischen 4 Instanzen und hatte deswegen noch nie Behördenanfragen.

2023-10-13

Freitag: Google hilft bei Copyright-Klagen wegen KI, EU-Ermahnung für TikTok

Google-Support bei KI-Klagen + TikTok-Ermahnung wegen Hassvideos + Vorgehen gegen Hass im Netz + Milchstraße weniger massiv + Samsung wieder mit Exynos-Chips

heise.de/news/Freitag-Google-h

#DigitalServicesAct #Google #GoogleCloud #HateSpeech #KünstlicheIntelligenz #Netzwerkdurchsetzungsgesetz #Samsung #SamsungGalaxy #Smartphone #SystemonChip #SocialMedia #TikTok #Twitter #Urheberrecht #news

2023-10-12

Justizministerium: Ganzheitliches Vorgehen gegen Hass im Netz nötig

Das NetzDG gilt nicht mehr für große Plattformen, doch die Justiz führt darauf basierende Bußgeldverfahren gegen Telegram und X fort und setzt auf Kontosperren.

heise.de/news/Justizministeriu

#DigitalServicesAct #Google #HateSpeech #Facebook #Netzwerkdurchsetzungsgesetz #SocialMedia #TikTok #Twitter #news

Onlinejournalismus.deojour@social.ojour.de
2023-09-19

heise online: Hassrede: X/Twitter gibt deutlich mehr Nutzerdaten an deutsche Strafverfolger

Vor der Übernahme durch Elon Musk hat Twitter Strafverfolgern häufig widersprochen, wenn die Nutzerdaten wollten. Davon kann nun offenbar keine Rede mehr sein.
Hassrede: X/Twitter gibt deutlich mehr Nutzerdaten an deutsche Strafverfolger

Client Info

Server: https://mastodon.social
Version: 2025.07
Repository: https://github.com/cyevgeniy/lmst