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Gerade im aktuellen politischen und gesellschaftlichen #KI Diskurs zeigt sich der #Solutionismus als eine fest verankerte Vorstellung, dass soziale Missstände wie Lehrkräftemangel, Pflegenotstand oder bürokratische Ineffizienz direkt
durch den Einsatz von KI-Systemen behoben werden
könnten, anstatt strukturelle Reformen oder gesellschaftliche Investitionen in den Blick zu nehmen. Sozialpolitische
Probleme sollen entsprechend technologisch »gefixt« werden. Das wird nicht nur der Natur dieser Probleme nicht
gerecht, sondern verhilft vor allem den industriellen Trägern von KI-Technologie zu einem erheblichen Ausbau ihrer Machtposition. Damit dient der solutionistische Blick nicht nur als Verkaufsstrategie für KI-Technologien, sondern auch als Legitimationsinstrument für eine technokratische Politik, die demokratische und soziale Aushandlungsprozesse in Bezug auf gegenwärtige Missstände umgeht.
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