#LINKSDERWOCHE | 2/2026: ProduktivitÀt, Lean und Agile
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Zettelkasten | Kreative Ordnung im digitalen Zettelkasten
Der berĂŒhmte Luhmannsche Zettelkasten ist schon lange ein stĂ€ndiger Begleiter bei meiner BeschĂ€ftigung mit dem Thema ProduktivitĂ€t. Lange habe ich den Fehler gemacht, ihn als eine Art âWissensdatenbankâ zu sehen, und erst vergleichsweise spĂ€t verstanden, dass er viel mehr ist. Das System von Luhmann zu verstehen, ist gar nicht so einfach. Oder vielleicht doch? Zumindest finde ich, dass Thomas Mathoi die Grundidee sehr gut zusammenfasst und verstĂ€ndlich macht. Den Zettelkasten auch als âkreative Ordnungâ statt als âDatenbankâ zu verstehen, kann tatsĂ€chlich dazu fĂŒhren, dass man immer wieder neue ZusammenhĂ€nge entdeckt. Das kommt mir immer wieder zugute, denn ich wĂŒhle gerne darin herum, wenn ich die Zeit und MuĂe habe. Mein Zettelkasten ist allerdings bei weitem noch nicht so gut optimiert wie der von Thomas Mathoi (mir fehlt die Geduld dazu).
https://www.mathoi.at/2026/01/09/kreative-ordnung-im-digitalen-zettelkasten/
Innehalten und WertschĂ€tzen | Das âBesondereâ im Alltag wertschĂ€tzen
Anna Koschinski hat mir diese Woche mit ihrem Blogartikel ĂŒber das gute alte âTelefonâ einen nostalgisch-philosophischen Impuls verpasst. Ich habe darĂŒber nachgedacht, wie die bestĂ€ndige VerfĂŒgbarkeit und Erreichbarkeit das besondere GefĂŒhl erodiert hat, dass gute GesprĂ€che etwas Wertvolles sind. Alles muss schnell gehen, wir halten viel zu selten inne, ehe wir âloslegenâ. Mehr Besonnenheit wĂŒrde uns guttun. Da bin ich mir sicher. Vielleicht ist das auch die ErklĂ€rung fĂŒr den Hype um Achtsamkeit.
https://anna-livia.de/telefon/
Inbox-Zero | Aufgabenorganisation mit Trello und E-Mail
Ich bin ein Fan von Kanban und meine Reise in diese Welt begann tatsĂ€chlich mit Personal Kanban. GTD hatte ich zu diesem Zeitpunkt bereits durch, aber die kontextualisierten Listen waren irgendwie gar nicht mein Ding und haben nicht optimal funktioniert. Ich habe den Ăberblick verloren. Das visuelle Element eines Kanban-Boards war fĂŒr mich hingegen sehr hilfreich. Das ist auch ein Grund, weshalb ich Obeya schon vor lĂ€ngerer Zeit fĂŒr mich entdeckt habe. Mit Trello lĂ€sst sich Personal Kanban recht gut umsetzen. Allerdings habe ich die E-Mail-Funktion, die Claudia Kauscheder beschreibt, nicht oft genutzt, da diese Option nicht in allen Projekten, in denen ich unterwegs bin, âerlaubtâ ist. Wer die Möglichkeit hat, sollte sie sich ruhig ansehen. Es könnte die eine oder andere Arbeitserleichterung mit sich bringen. Aber Achtung: Trello gehört zu Atlassian. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Ăbersee (nein, nicht im Königreich Trump). Das ist natĂŒrlich fĂŒr besonders datenschutzsensible Zeitgenossen ein Thema (jetzt wird auch klar, weshalb ich es in manchen Projekten nicht nutzen kann). Und noch etwas: Ein Board allein ist noch kein Kanban-System (dazu gehören Feedbackschleifen, die Begrenzung paralleler Arbeiten und noch ein paar Dinge). Dazu gibt es aber auch im Netz einiges zu finden.
https://abenteuerhomeoffice.at/zero-inbox-trello/
Gewicht los werden | Ballast, der uns bremst, abwerfen
Gewichtsverlust? Keine Angst, das ist nicht das Thema. Es gibt keine âAbnehmtippsâ fĂŒr ĂŒberflĂŒssige Pfunde von mir. Im Beitrag von Dan Rockwell geht es um einen anderen Ballast, den es gilt loszuwerden. Ballast, der uns belastet, zum Beispiel destruktive âMeetingmĂŒdigkeitâ, GlaubenssĂ€tze, das Unvermögen, loszulassen, und Ăhnliches. Ăber diesen Ballast können wir vermutlich alle ein Lied singen. Unter uns gesagt â aber nicht weitersagen â diesen Ballast loszuwerden, fĂ€llt mir deutlich leichter, als die ĂŒberflĂŒssigen Pfunde wieder loszuwerden đ Dazu noch ein Tipp: Klein anfangen und immer nur ein Thema bearbeiten. Dann geht es deutlich einfacher.
https://leadershipfreak.blog/2026/01/05/weight-loss-for-leaders/
Menschenzentrierte Terminplanung | Den Mensch bei der Terminplanung in den Fokus stellen
Meine Lieblingsfrage lautet: âWeshalb machen wir etwas fĂŒr wen mit welchem Ziel?â Als ich den zweiten Beitrag von Dan Rockwell in den âLinks der Wocheâ entdeckt habe, hat mich das daran erinnert. Ich habe verwundert festgestellt, dass ich meinen Terminkalender eben nicht nach meiner Lieblingsfrage ausrichte. Dabei ist es ganz simpel. Den Ansatz, einen menschenzentrierten Kalender zu fĂŒhren, werde ich daher frech von Dan Rockwell ĂŒbernehmen und mal sehen, wie gut es funktioniert. Menschen auch in der Terminplanung in den Fokus zu stellen, hat Charme. Insbesondere, wenn es uns gelingt, Termineinladungen entsprechend zu gestalten. In diesem Fall wird gleich doppelt ein Schuh daraus, so meine Hypothese, weil dann die QualitĂ€t der Besprechungen deutlich zunehmen sollte und Besprechungen, die besser per E-Mail hĂ€tten erledigt werden können, weniger werden.
https://leadershipfreak.blog/2026/01/06/build-a-people-centric-calendar/
E-Mails reduzieren | Strategien, Taktiken und MaĂnahmen fĂŒr ein schlankeres E-Mail-Postfach
Ich nutze im beruflichen Kontext konsequent die Teamdailys fĂŒr viele Dinge, die andere in E-Mails packen wĂŒrden. Das hat sehr dazu beigetragen, mein Postfach zu entschlacken. Dazu kommt, dass ich fĂŒr asynchrone Kommunikation auch viel auf die im jeweiligen Projekt eingesetzten Messenger setze. Auch dies hat dazu gefĂŒhrt, dass mein Postfach deutlich leerer geworden ist. Wenn möglich, ziehe ich RSS-Feeds Newslettern vor, da dies mein Postfach entlastet und mein Informationsmanagement deutlich erleichtert. Zudem finde ich viele meiner bewĂ€hrten âE-Mail-Strategienâ im Blogartikel von AndrĂ© Bosse wieder und kann daher bestĂ€tigen, dass es funktioniert. Allerdings musste ich mich auch erst â vor langer Zeit â von der Vorstellung verabschieden, dass viele berufliche E-Mails ein Zeichen von âWichtigkeitâ sind. Das sind sie nicht. Sie sind einfach nur Ballast, der den Blick auf das Wesentliche viel zu oft versperrt.
https://www.manage-dich-selbst.de/e-mails-reduzieren/
Zukunftsmut | Die Arbeitswelt besser gestalten
Die Nachrichtenlage zu Beginn des Jahres â ich hatte es in den Gedankenblitzen bereits angedeutet â ist alles andere als prickelnd. Das wandelnde Tupet ĂŒber dem groĂen Teich und andere seltsame Lebewesen im groĂen Tiergarten des Herren sorgen nicht gerade fĂŒr gute Stimmung. Doch wir sollten uns nicht entmutigen lassen. Die Zukunft ist noch nicht geschrieben. Sie wird erst jetzt gemacht. Und es liegt auch an uns, wie wir sie gestalten. In diesem Zusammenhang möchte ich auf den Blogartikel von Rita Redmann hinweisen, in dem sie ĂŒber Links zu Initiativen, BeitrĂ€gen und Artikeln fĂŒr mehr Zukunftsmut in Sachen Arbeitswelt auffordert. Und genau das brauchen wir. Mehr Mut und Gestaltungswillen fĂŒr die Zukunft! Wir haben es in der Hand.
https://britta-redmann.de/transformation/zukunftsmut-oder-warum-der-ruf-der-arbeitswelt-nur-so-gut-ist-wie-wir-ihn-machen/
LEAN
Tierische Methapher im Lean-Kontext | Weshalb ein Gephard nicht lean ist âŠ
In seinem Blogartikel greift Götz MĂŒller die ĂŒblichen Tier-Methaphern auf, die gerne verwendet werden, um zu verdeutlichen, worum es bei Lean geht. Wie er so schön sagt: âLean ist kein Zoo.â Es geht nicht darum, Tiere zu dressieren oder Gehege schöner zu gestalten. Es geht darum, das System so zu gestalten, dass die Beteiligten nicht gegen ihre eigene Natur arbeiten mĂŒssen. Weniger Zwang, mehr Fluss. Weniger Tempo, mehr Wirkung. Weniger Aktion, mehr Lernen.â Genau darum geht es. Bedauerlicherweise wird Lean immer noch hĂ€ufig mit rĂŒcksichtslosem âKosten runter, Gewinn raufâ gleichgesetzt. Und das ist es eben nicht, denn es ist auf langfristige und nachhaltige âOptimierungâ ausgelegt. Diese ist nicht immer spektakulĂ€r, sondern manchmal so gemĂ€chlich wie eine Schildkröte, dafĂŒr aber beharrlich und zielstrebig.
https://www.geemco.de/artikel/lean-ist-kein-zoo-aber-manche-organisationen-verhalten-sich-so/
AGILE
Alleinstellungsmerkmal | Best Practice erzeugt kein Alleinstellungsmerkmal
Das Thema âBest Practice und Alleinstellungsmerkmalâ könnte wieder in mehrere Rubriken passen. Da AgilitĂ€t aber auch viel mit Produktentwicklung zu tun hat, erscheint es mir angemessener, den Beitrag hier zu verlinken. Ich hoffe, Lars Richter ist damit einverstanden. So sehr ich die Orientierung an Best Practices verstehen kann, wird daraus selten ein Alleinstellungsmerkmal, sondern sehr schnell nur âAbkupfernâ. Damit gelingt keine Abgrenzung von den Mitbewerbern und man wird sehr schnell âaustauschbarâ. Es ist schwierig, sich oder besser das âAngebot, das man machtâ aus der Masse abzuheben. Die Herausforderung besteht also darin, das zu finden, wodurch man etwas Besonderes erschafft, das einen Mehrwert erzeugt. Wichtig ist auch, wenn wir vom Alleinstellungsmerkmal sprechen, denn man kann ein Alleinstellungsmerkmal haben, das keinen Nutzen stiftet. In diesem Fall braucht es auch keiner. Die Frage ist daher: Mit was können wir unseren âKundenâ einen Mehrwert liefern, den andere nicht haben und fĂŒr den der Kunde auch bereit ist zu zahlen? (Wink mit dem Zaunpfahl: echte QualitĂ€t zum Beispiel.)
https://scamper.blog/copy-paste/
Laterale FĂŒhrung | Was Agilisten von Freiwillgen lernen können âŠ
Gerne wiederhole ich: Wer lernen will, wie laterale FĂŒhrung funktioniert, und wer verstehen will, wie man Menschen mit intrinsischer Motivation âfĂŒhrtâ, sollte sich mit Freiwilligenorganisationen auseinandersetzen und dort als Teamfacilitator hospitieren. Es ist zwar schon ein paar Jahre her, aber ich habe damals als Hauptamtlicher mit hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern gearbeitet. Und ich muss klar und deutlich sagen: Die ehrenamtlichen Mitarbeiter waren fĂŒhrungstechnisch deutlich anspruchsvoller und herausfordernder â auch wenn sie bei der Stellenbewertung keine Rolle gespielt haben. In dieser Zeit habe ich viel ĂŒber gute MitarbeiterfĂŒhrung gelernt und vieles deutlich besser verstanden. Wer neugierig geworden ist, sollte sich den Blogartikel von Ursula Brummack zu GemĂŒte fĂŒhren. Er gibt viele Aspekte wieder, die ich aus dem eigenen Erleben â auch aus jener Zeit â mitgenommen habe. Nur so viel sei verraten: Ich profitiere heute noch von den Erkenntnissen von damals â auch im professionellen Kontext, in dem ich heute als Agile Coach, Teamfacilitator u. Ă€. tĂ€tig bin.
https://brummack.blog/freiwillige-vor/
Keine AbkĂŒrzung | Auch mit Scrum bleibt KomplexitĂ€t bestehen
Das âagile Heilsversprechenâ begleitet mich, seit ich mich mit AgilitĂ€t beschĂ€ftige. Schon damals habe ich immer wieder betont, dass echte AgilitĂ€t bedeutet, zu wissen, wann agile AnsĂ€tze sinnvoll sind und wann nicht. Und das sind sie nicht immer. Genauso war mir klar, dass KomplexitĂ€t nicht einfach verschwindet, nur weil ich eine agile Arbeitsweise anwende. Sie passt einfach besser zur KomplexitĂ€t. Sie löst sie aber nicht. Scrum ist auch nicht der einzige agile Weg, wie Mark Rehberg behauptet, und auch nicht immer der richtige. Scrum ist ein Entwicklungsrahmenwerk. DafĂŒr wurde Scrum entwickelt. Und dort wirkt Scrum auch. Scrum ist aber keine AbkĂŒrzung, sondern hilft und unterstĂŒtzt dabei, Dinge sichtbar zu machen, Erkenntnisse zu gewinnen und zu lernen. Es unterstĂŒtzt das organisationelle Lernen im Kontext der Entwicklung komplexer Lösungen. DafĂŒr wurde es gemacht. Darin liegt seine StĂ€rke. Alles andere weckt Erwartungen, die Scrum nicht erfĂŒllen kann. Ganz einfach.
https://www.scrum.org/resources/blog/scrum-ist-keine-abkurzung-komplexitat-verschwindet-nicht
Scrum verbrannt | Daran könnte es liegen âŠ
In eine Ă€hnliche Kerbe wie Rehberg schlĂ€gt das agile Urgestein Mike Cohn mit seiner Frage, ob wirklich Scrum gelebt wird oder etwas, das nur den Namen Scrum trĂ€gt, aber in weiten Teilen vom Scrum-Rahmenwerk abweicht. Hintergrund ist, dass Scrum in vielen Organisationen regelrecht verbrannt wurde â auch, weil bei der Implementierung aus âpragmatischenâ GrĂŒnden das Framework nochmals âreduziertâ wurde oder wichtige Elemente von Scrum gar nicht erst umgesetzt wurden. Dabei muss ich allerdings auch sagen, dass andere Faktoren hier ebenfalls eine Rolle spielen können. Beispielsweise, wenn das Umfeld nicht mitzieht und zum stĂ€ndigen Störfaktor eines Scrum-Teams wird, oder wenn Scrum fĂŒr Kontexte verwendet wird, fĂŒr die es nicht gemacht wurde. Es macht beispielsweise keinen Sinn, repetitive, standardisierte Funktionen oder prozessorientierte Kontexte in Scrum abbilden zu wollen, da Scrum ein Entwicklungsrahmenwerk ist und nicht fĂŒr solche Aufgaben geschaffen wurde. In diesen FĂ€llen kann Kanban der deutlich bessere Ansatz sein, weil es mehr Freiraum lĂ€sst und die Möglichkeit bietet, Workflows abzubilden.
https://www.mountaingoatsoftware.com/blog/are-you-really-doing-scrum-a-practical-scrum-litmus-test
Fehlannahmen | 10 Fehlannahmen, die mehr ausbremsen statt zu beschleunigen
Die Liste von Ryan Brook mit 10 Punkten, von denen einige nicht nur fĂŒr Produktentwicklung gelten dĂŒrften, die ein Team ausbremsen, enthĂ€lt so einige Fehlannahmen. Ich wehre mich zum Beispiel immer wieder gegen die Vorstellung, ein Team könnte mehr leisten, wenn man noch mehr Mitarbeiter hineinsteckt, obwohl das Team bereits die kritische GröĂe von 7 Teammitglieder ĂŒberrschritten hat oder gar der Gedanke, ein Person könnte in mehreren Teams produktiv arbeiten (begegnet mir leider viel zu oft und nein, es geht nicht â dazu hatte ich auch schon oft genug hier in den Links der Woche auf Why Limit WiP von Jim Benson verwiesen).
https://www.scrum.org/resources/blog/10-things-holding-your-product-team-back
Technisch Schulden | Wenn die Ăbergangslösung zum Dauerzustand wird
Im Kontext von Kaizen habe ich gelernt, dass Probleme am besten direkt gelöst werden sollten, sobald sie entdeckt werden, und dass man sich nicht mit schnellen (vermeintlichen) Lösungen zufriedengeben sollte, denn beides hat deutlich mehr Folgen, als uns oft lieb ist. Und doch ist die schnelle â als Interimslösung gedachte â Umsetzung in so vielen Projekten ein Dauerzustand, der nie wirklich gelöst wird. Einfach weil gilt: Aus den Augen, aus dem Sinn. So tĂŒrmen sich die âtechnischenâ und âorganisatorischenâ Schulden immer weiter auf. Genau deshalb gilt im Sinne von Kaizen: Entdeckst du ein Problem, dann löse es sofort und nimm dir dafĂŒr die Zeit, die du brauchst, um es richtig und grĂŒndlich zu machen. Mary Iqbal verdeutlicht dies in ihrem folgenden Blogpost noch stĂ€rker. Und nein, in diesem Fall ist âPragmatismusâ leider oft eben nicht angebracht.
https://www.rebelscrum.site/post/band-aids-live-forever
Agil Rahmenwerke | Continuos Coordination vorgestellt
Es gibt eine Vielzahl agiler Rahmenwerke, darunter auch einige weniger bekannte wie âContinuous Coordinationâ. Ich hatte es bisher auch nicht auf dem Radar und bin erst durch Felix C. Stein und seine Blogartikel darauf aufmerksam geworden. Vieles klingt sympathisch und interessant. Ich denke allerdings auch, dass â wie bei allen Rahmenwerken â gut ĂŒberlegt sein will, ob es zum Kontext, zur Zielsetzung und zum Umfeld passt. Wie Felix klar hervorhebt, mĂŒssen dazu auch die technischen Voraussetzungen vorhanden sein, was mit Sicherheit eine Herausforderung ist. Zumindest nach meiner Erfahrung in vielen Organisationen. Dennoch ergeben sich der eine oder andere Impuls und ich werde es mir auf jeden Fall genauer ansehen.
https://www.lean-agility.de/2026/01/continuos-coordination.html
Tiefe VerÀnderungen | Nachhaltige VerÀnderungen brauchen Zeit
Ich habe irgendwann einmal gelesen, dass Taiichi Ohno mehr als zehn Jahre gebraucht hat, um Kanban flĂ€chendeckend bei Toyota zu implementieren und zur Reife zu bringen, wie wir es heute kennen. 10 Jahre â da zuckt so mancher zusammen. Es muss ja heute immer sehr schnell gehen. Kaum hat man eine âTransformationâ begonnen, muss sie auch gleich FrĂŒchte tragen, obwohl der VerĂ€nderungsprozess eigentlich noch nicht richtig gestartet ist und noch nichts in der Organisation verankert ist. Daher gefĂ€llt mir der Blogartikel von Rudolf âRuediâ Gysi zum Thema âDeep Changeâ sehr gut. Es geht um tiefgreifenden Wandel, der erst einmal mit viel âWurzelarbeitâ beginnt. Und diese ist oft erst einmal unsichtbar. Die Wurzeln brauchen Zeit, und erst wenn sie tief im Boden verankert sind, können sie austreiben, sodass die Pflanze sichtbar wird. NatĂŒrlich werden wir nirgendwo 10 Jahre bekommen. Wenn ich allerdings möchte, dass die âPflanzeâ gut gedeiht, muss ich den Boden bereiten und Geduld haben.
https://agilereflection.org/deep-change-warum-die-wichtigste-transformation-unsichtbar-beginnt/
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