In einer voll digitalisierten Welt ist das Internet unsere Achillesferse. Das Beispiel Taiwan zeigt aktuell eindrucksvoll, wie verwundbar moderne Staaten durch die Sabotage von Unterwasser-Kommunikationskabeln sind.
Laut Berichten der Deutsche Welle und der Los Angeles Times bereitet sich die taiwanesische Zivilschutzgruppe Ganghu proaktiv auf den Ernstfall vor. Ihr Fokus: Die Ausbildung von Bürgern an Funkgeräten.
Die Fakten zur digitalen Souveränität:
Abhängigkeit: Über 90 % des taiwanesischen Internetverkehrs laufen über submarine Kabel, die im Schnitt 7-8 Mal pro Jahr beschädigt werden.
Fallback-Lösung: Amateurfunk bietet eine dezentrale, von Infrastruktur unabhängige Kommunikation, die auch bei totalem Netzwerkausfall funktioniert.
Interessanter Vergleich: Obwohl Amateurfunk in Taiwan erst seit 1984 zivil genutzt werden darf, liegt der Anteil der lizenzierten Funkamateure mit 0,11 % bereits deutlich über dem deutschen Wert von ca. 0,073 %.
Relevanz für Deutschland und Europa
Nicht nur in Taiwan ist das Thema präsent. Auch in Deutschland gewinnt das Konzept des „Notfunks“ - etwa durch den DARC (Deutscher Amateur-Radio-Club) - an Bedeutung. Das Ziel: Die Unterstützung der Nachbarschaft und die Aufrechterhaltung der Informationsketten bei Katastrophenlagen oder Blackouts.
Resilienz bedeutet, nicht nur auf High-Tech zu vertrauen, sondern robuste Backup-Ebenen zu pflegen. Amateurfunk ist hierbei weit mehr als ein technisches Hobby. Er ist eine kritische Ressource für die zivile Sicherheit.
Quelle: https://www.dw.com/en/could-ham-radio-help-taiwan-survive-wartime-internet-outage/video-75435263
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