#FelixBanaszak

DER SPIEGEL | inoffiziellderspiegel_de@anonsys.net
2025-11-30
Der israelisch-palästinensische Konflikt drohte, die Grünen auf ihrem Parteitag zu spalten. In Hinterzimmern kämpften sie um Kompromisse. Nach Mitternacht hatte Pendeldiplomatin Franziska Brantner Erfolg.#Politik #Deutschland #Bündnis90DieGrünen #FranziskaBrantner #FelixBanaszak #Israel-Gaza-Krieg #Israel #Hamas #EhudOlmert
(S+) Parteitag: Stundenlang ringen die Grünen hinter den Kulissen um das heikle Thema Nahost
ntv Nachrichten - inoffiziellntv@anonsys.net
2025-11-29
Die Grünen haben ein Image-Problem: Sie gelten als abgehoben und lebensfremd, werden von Menschen nicht gewählt, denen sich die Partei verpflichtet fühlt. Zurück in der Opposition schlagen die Grünen einen schärferen Ton an - und nehmen auf ihrem Parteitag Konzerne ins Visier.#Politik #Bündnis90DieGrünen #CO2-Emission #FelixBanaszak #Klimaschutz #RobertHabeck #RicardaLang #Klimapolitik
Partei will ihren Ruf verbessern: Grüne blasen zum Klassenkampf für den Klimaschutz
2025-11-03

Ich finde es gut, dass ein bündnisgrüner Politiker aus dem Westen ein Büro außerhalb seines Wahlkreises im Osten eröffnet, um Präsenz zu zeigen.
Aber wann eröffnen ostdeutsche Bündnisgrüne ein Büro im Westen? Wir haben einigen Erfahrungsvorsprung mit dem Erkämpfen von Menschenrechten, Umbrüchen und dem Umgang mit rechten Mehrheiten.
#felixbanaszak
#bundnis90diegrunen
#ostdeutschland

Esther Menhard - netzpolitikgastautor.in@extradienst.net
2025-10-30

Verbrennerverbot

Stell Dir vor die Grünen regieren … und keiner merkt es

Die Grünen haben ein Problem. Obwohl sich die schwarz-rote Koalition über Kriegsdienstlotterie und Stadtbilder zerlegt, stagnieren sie auf dem Niveau der letzten Bundestagswahl. Vom Verlust der Koalition profitieren andere. Unübersehbar ist das Wahrnehmungsdefizit der Grünen.

Grünen-Vorsitzender Felix Banaszak hat dazu einen klugen Vorschlag. Grüne sollen „grüner werden“. Das Problem ist nur. Dafür reicht es nicht in der Bundestagsfraktion den „Herbst des Klimawiderstands“ auszurufen. Grün muss sichtbar Leitlinie von Regierungshandeln sein. Grün regieren aber findet seit dem Abgang von Robert Habeck nur noch in den Ländern statt.

Das Verbot nach 2035 keine Autos mit fossilen Verbrennungsmotoren in Europa mehr zuzulassen, ist Herzstück des Green Deal der Europäischen Union. Zusammen mit den Flottengrenzwerten und dem Emissionshandel 2 wird die Grundlage für den Klimaschutz im Verkehr gelegt. Ohne Dekarbonisierung des Verkehrs wird Europa sein Ziel verfehlen, 2050 klimaneutral zu sein.

Dieses Herzstück europäischer Klimapolitik wollen die 16 Ministerpräsidenten Deutschlands nun aushebeln – so ihr einstimmiger Beschluss vom 24. Oktober. Der Beschluss geht weit über die Forderungen der FDP hinaus, die auf klimaneutralen Treibstoff setzte. Offensichtlich war den Ministerpräsidenten klar, dass diese Fahrzeuge nie kommen würden. Sie sind zu teuer. Deshalb wollen die 16 Landesfürsten nun fossile Range-Extender und Plug-in Hybride auch nach 2035 weiter zulassen. Letztere emittieren im Realbetrieb kaum weniger als einfache Verbrenner.

Von den 16 Ministerpräsidenten ist einer grün. Sechs weitere regieren in Koalitionen mit den Grünen. In keiner dieser Landesregierungen war Protest gegen die Revision europäischer Klimapolitik zu vernehmen. Schlimmer noch. Die Attacke auf das Verbrennerverbot war von einer sehr bunten Koalition unter aktiver Beteiligung von Grünen vorbereitet worden.

Es fing an mit einem Brief der Autoländer Baden-Württemberg (grün-schwarz), Bayern (schwarz-blau) und Niedersachsen (rot-grün). Womit klargestellt ist, dass es sich nicht um einen innergrünen Strömungsstreit geht. Die schwäbischen Reformer um Winfried Kretschmann zogen gemeinsam mit den Küstenlinken Julia Willi Hamburg und Christian Meyer gegen das klimapolitische Vermächtnis von Frans Timmermanns zu Felde.

Umso fataler sind die industriepolitischen Konsequenzen. Dass die Interessen von Mercedes und Porsche auch ohne Staatsbeteiligung die Interessen von Baden-Württemberg sind, geschenkt. Mercedes wie Porsche haben es trotz langen Vorlaufs nicht geschafft, die Flottengrenzwerte einzuhalten. Sie haben zu lange darauf gesetzt, weiter fette Verbrenner zu verkaufen. So hat Baden-Württemberg ein Problem.

Das aber gilt schon für BMW und Audi in Bayern nicht, die beachtlich in Elektromobilität investiert haben. Dass Söder dabei war, hat weniger mit Industriepolitik zu tun. Ihm geht es um seinen antigrünen Kulturkampf. Für den muss mal die Wurst, mal der SUV herhalten. Gerade dies aber sollte für Grüne erst recht kein Grund sein, mit ihm gemeinsam Briefe zu schreiben. Es ist falsch, den Kakao zu schlabbern, durch den man gezogen wird.

Gänzlich bizarr aber ist die Beteiligung von Niedersachsen. Dem Land gehören 20 Prozent von VW. Volkswagen lieferte in 2025 über 520.000 E-Autos aus. Seine Produkte dominieren die Verkaufslisten in Deutschland. Der ID.7 und der ID.3 belegen die Plätze 1 und 2. Europaweit hat Volkswagen Tesla bei Elektroautos auf Platz 2 verdrängt. Auf der letzten IAA wurden jene Fahrzeuge der unteren Mittelklasse vorgestellt, die viel zu lange auf dem Markt nicht angeboten wurden.

Auch bei Volkswagen ist der Hochlauf der E-Autos langsamer als wünschenswert. Das lag am fehlenden Angebot für Normalverbraucher – und am abrupten Ende der Förderung unter der Ampel. Nun korrigiert Volkswagen seine Modellpalette. Prompt fügt der eigene Shareholder dem Ampel-Marktchaos mit einer Debatte zum Aussetzen des Verbrennerverbots ein neues hinzu.

Die Autoindustrie in Europa befindet sich in einem existenziellen Wettlauf mit China. Dieser wird ausgetragen auf dem Feld der Elektromobilität. VW samt Audi und auch BMW sind in diesem Wettlauf gerade dabei, von der rechten auf die mittlere Spur zu wechseln. Geht es nach den von Grünen gestellten und gestützten Ministerpräsidenten sollen sie nun bremsen und rechts auf die Standspur fahren, damit Mercedes und Porsche aufholen können. Währenddessen rauschen auf der Überholspur die Chinesen vorbei.

Der Beschluss der Ministerpräsidenten ist ein Musterbeispiel urdeutschen Industrielobbyismus. Der Langsamste bestimmt das Tempo. Innovatoren werden ausgebremst. Statt den Nachzüglern zu helfen, werden die Frontrunner bestraft. Ihre Investitionen werden entwertet, indem neue Verunsicherung in den Markt getragen wird. Wenn jetzt eine lange Debatte über die Aufweichung des Verbrennerverbots stattfindet, wird das den Absatz von E-Autos nicht befördern – im Gegenteil. Und dass mehr Chinesen und Scheichs dann Porsche und Mercedes kaufen, steht auch nicht zu erwarten.

Parallel zum Treffen der Ministerpräsidenten erhielten drei Wissenschaftler den nach Alfred Nobel benannten Preis für Wirtschaftswissenschaften, die zu Wachstum, Innovation und schöpferischer Zerstörung geforscht haben. Ihr Befund ist eindeutig. Technologische Innovationen sind bedeutende Wachstumstreiber. Wer Innovation bremst, verliert. Bremsen aber ist das Rezept der All-Parteien-Koalition der Ministerpräsidenten.

Sie haben nicht verstanden, dass sich die Märkte der Welt verändert haben. Autos werden künftig nicht mehr aus der Perspektive alter, weißer Männer verkauft. Der Typus Porsche-Poschardt ist ein aussterbender Kunde. Autokunden von heute wollen bequem ans Ziel kommen und dabei noch in den sozialen Medien interagieren. Sie glauben an Technik und nicht daran, besser zu sein, als ihre Assistenzsysteme.

Die Laufzeitverlängerung für eine untergehende fossile Technologie ist nicht nur industriepolitisch dumm. Für Grüne ist sie klimapolitisch fatal. Neben allen Phrasen zur Elektromobilität beschreiben die Ministerpräsidenten in schöner Offenheit die Folgen:„zusätzlichen CO2-Ausstoß“ durch Hybride und Range Extender. Der soll durch Beimischungen und Einsparungen in der Wertschöpfungskette wie grünem Stahl und die Nutzung erneuerbarer Energien ausgeglichen werden.

Diese Maßnahmen aber hängen an einem funktionierenden Emissionshandel und dem Kohlenstoffgrenzausgleich CBAM. Zu diesem Thema hatten sich die Ministerpräsidenten auch zwei Referenten eingeladen. Den Chef des Verbandes der Chemischen Industrie und der IGBCE. Beide lobbyieren dafür, das seit zwanzig Jahren bestehende Herzstück des europäischen Klimaschutzes zu beseitigen – den Emissionshandel. Er war in Deutschland von rot-grün durchgesetzt worden.

Bevor die nächste Ministerpräsidentenkonferenz dem innovationsfeindlichen Industrielobbyismus beim Emissionshandel nachgibt, hätte ich einen Vorschlag für Grüne in Landesregierungen: Wie wäre es mit einem Beschluss, in dem Katherina Reiche aufgefordert wird, die Blockade bei den gescheiterten Ausschreibungen für Off-Shore-Wind aufzugeben? Da könnten sich doch McPomm (rot-rot), Schleswig-Holstein (schwarz-grün), Hamburg und Niedersachsen (rot-grün) und Bremen (rot-grün-rot) gut zusammenfinden. Denn hier drohen durch den Investitionsattentismus tausende Arbeitsplätze verloren zu gehen.

Die Investitionsdelle beim Wind wird nicht nur die geforderten zusätzlichen Mengen erneuerbaren Strom verhindern. Es droht wie 2011 bei der Photovoltaik die Abwanderung einer ganzen Industrie nach China. Am Ende ist Europa vielleicht unabhängig von russischem Gas wie von US-Fracking, aber seine Technologie zur Stromerzeugung ist in chinesischer Hand. Eine Perspektive, die auch für die Autoindustrie droht, steht sie bei der E-Mobilität weiter auf der Bremse. Dem haben die Ministerpräsidenten unter grüner Zustimmung die Hand gereicht.

Stell Dir vor, Die Grünen regieren und keiner merkt es – kein gutes Rezept das grüne Wahrnehmungsdefizit zu überwinden.

Dieser Beitrag ist eine Übernahme aus dem Blog des Autors, mit seiner freundlichen Genehmigung.

Christophe Neffcneff@sciences.re
2025-10-28

#Lesenswert aus dem Blog von #FelixBanaszak

Wortgewaltige Sprachlosigkeit: Warum die Stadtbild-Debatte so ziellos ist #stadtbild #Duisburg

felixbanaszak.de/blog/gedanken

2025-10-01

#FelixBanaszak von den #gruenen bringt es auf den Punkt: Wenn #Merz und die #Union in dieser Art weitermachen, hinterlassen wir unseren Kindern und Enkeln nur noch eine verbrannte Erde!

#gas_um_jeden_preis
#fossilisten
#klimakrise

Ein Bild von Felix Banaszak mit dem Text seiner Befürchtung das die Union derzeit eine Politik betreibt, die unseren Kindern und Enkeln nur noch eine "verbrannte Erde" hinterlässt.
2025-09-19

@gesus Ein weiteres Beispiel für grüne Logik war der Auftritt von #FelixBanaszak im Immer & Edel in #Ruhrort, mit bester Aussicht auf die Katastrophe #KeineHalle2 Darauf angesprochen sagte Felix, er wisse nicht genug zur Situation, um etwas dazu sagen zu können, aber er sei mit dem Hafenvorstand per du. Dann rief er flehentlich nach den grünen Ratsherren aus Ruhrort, die aber nicht anwesend waren.

3/

2025-09-14

Die Saat des Neoliberalismus trifft NRW

Die Kommunalwahl in NRW ist gelaufen und sie hat weitgehend erwartete Ergebnisse gebracht. Zum einen sind die Rechten nun auch im Westen angekommen und wurden bei der Kommunalwahl gewählt, wenn auch geringer, als im Osten. Die Grünen sind auf ihr Ergebnis vor zehn Jahren zurückgefallen, die FDP bleibt abgeschlagen knapp über 3% und die Linke ist im Aufwind. Aber landauf, landab wurden die falschen Fragen gestellt und die falschen Antworten gegeben. Denn wer nach Berlin blickt oder zu den Landesregierungen, liegt bei der Interpretation der Kommunalwahlergebnisse falsch. Über die Kommunalpolitik bricht das politische Desaster herein, das 40 Jahre Sozialabbau, Ausplünderung der Kommunen und Privatisierung verursacht haben.

Der Verfall des Sozialstaates, und aufgrund dessen eine tiefe Verunsicherung vor allem ärmerer Bevölkerungsschichten, aber auch Deklassierungs- und Abstiegsängste beim Bürgertum und der unteren Mittelschicht kommen den Rechtsextremisten zupass. Dieser soziologische Befund von 2025 sollte zu denken geben. Er korelliert in vielen Punkten mit der Motivation vieler bürgerlicher Wähler:innen in den späten 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts, die nach rechts abdrifteten und NSDAP wählten – viele aus Protest, wie sie dachten.

  1. Wenn Hendrik Wüst bei rund 35% davon spricht, dass “die CDU die Wahl gewonnen” hat, mag er sich in der Tradition der West-CDU und ihrem Jammertal sehen. Ein großartiges Ergebnis aber ist das nicht. Gerade so nochmal davongekommen, bezeichnete es ein vom WDR beim Abendessen im Lokal interviewter CDU-Wähler richtig.
  2. Die SPD steht derzeit bei  22 % – für eine Partei, die einmal mit über 60% gewählte Bürgermeister im Land stellte, ein Desaster. Auch wenn Bärbel Bas mit Mut zur Beschönigung betonte, dass das erwartete Desaster für ihre Partei ausgeblieben sei. Stimmt nur insoweit, als 22% mehr sind als 15%-Umfragen im Bund.
  3. Die meisten Stimmen hat die SPD an die AfD verloren, insbesondere in den ehemaligen roten Hochburgen wie Gelsenkirchen, Recklinghausen, Bottrop und anderen Industriestandorten der Arbeiterkultur. Dazu passt, dass es in Gelsenkirchen und in Duisburg nach einer Stichwahl der OB-Kandidaten zwischen SPD und AfD aussieht.
  4. Die Grünen sind mit etwa 13% dort gelandet, wo sie vor 10 Jahren ebenfalls lagen – wie die grünen Hochburgen wie Köln, Bonn, Aachen und Münster abschneiden werden. In Köln steht die Bürgermeisterwahl so: Berivan Aimaz (Grüne) 28,1%, Torsten Burmester (SPD) 21,3% , Markus Greitemann (CDU) 19,5%. Im Rat bleiben die Grünen stärkste Kraft. Ähnlich gut schnitten die Grünen im Rat ab 25,1%  SPD 19,9%, CDU 19,1%- und auch in Münster liegen die Grünen im Rat deutlich vorn.
  5. Für eine Partei, die keinerlei Lösungen in der Kommunalpolitik anzubieten hat, hat die AfD mit über 14% phantastisch abgeschnitten. Sie sind, so zeigen Umfragen, für Menschen mit ausländerfeindlicher und verunsicherter Gesinnung schon lange keine Protestpartei, sondern eine bewusste Entscheidung.
  6. Die Linke hat zwar hinzugewonnen und liegt nun über 5,5%, aber ein klarer Erfolg ist ausgeblieben, was sicher mit der Schwäche der Kandidat:inn:en zu erklären ist. Die haben bei der Wahl der FDP offensichtlich überhaupt keine Rolle mehr gespielt, denn die hat es geschafft, über 2,2% zu verlieren und bei 3,7% landesweit zu landen.
  7. Die “sonstigen Parteien” landeten landesweit bei 7%, was die Behauptung der Landtagsmehrheit von SPD, CDU, Grünen und FDP widerlegt, die Parteienlandschaft in den Räten werde das Land unregierbar machen, weshalb sie das Kommunalwahlrecht geändert hatten – wobei ihnen das Landesverfassungsgericht glücklicherweise in den Arm gefallen ist und das alte Kommunalwahlgesetz wieder in Kraft gesetzt hat.

Keinerlei Stimmungsbarometer

Ist die Kommunalwahl NRW wirklich das, was ihr die Berliner Raumschifffahrer gerne zuschreiben würden? Mitnichten. Auch wenn sich die Berliner Journalist:inn:en seit Tagen bemühen, die NRW-Wahlen als solches zu interpretieren, machen gerade die bisherigen Ergebnisse in ihrer regionalen Gebundenheit deutlich, dass Merz und Klingbeil viel zu wenig Auswirkungen auf die NRW-Kommunalpolitik hatten, dass irgendwelche politischen Schlüsse über die Berliner Koalition daraus abzuleiten wären.

Desaster von 40 Jahren neoliberaler Politik

Was die Menschen in NRW – und auch in allen anderen westlichen Bundesländern, außer vielleicht Bayern – besorgt macht, sind die dramatischen Entwicklungen der Lebensverhältnisse zum Schlechten, jedenfalls von den Bürger:inne:n subjektiv gefühlt, die letztlich alle auf eine Austeritäts- und Sparpolitik gegenüber den Kommunen seit etwa 40 Jahren zurückzuführen sind.

Schlechter, unpünktlicher und unkomfortabler öffentlicher Nahverkehr, marode Brücken und öffentliche Plätze, versiffte Schulen und Schultoiletten, geschlossene Turnhallen und verfallende Sportplätze, geschlossene Schwimmbäder, zerstörte Straßen mit Schlaglöchern überall, fehlende Unterkünfte, eine krasse Mietsteigerung und Wohnungsnot bei gleichzeitiger Verknappung sozialen Mietangebots. Dazu in vielen Städten eine offene Drogen- und Obdachlosenszene, deren viele Kommunen mangels Geld und Unterkünften nicht mehr Herr werden. Und dann müssen auch noch Flüchtlinge untergebracht werden! Gefundenes Fressen für die Hetze der Rechtsextremisten, die für alle sozialen Probleme Migrant:inn:en verantwortlich machen und obendrein in gewohnter Art ihr Kampffeld um die Flüchtlingsunterbringung fanden.

Den Mangel verwalten

Die anhaltende Schließung sozialer Einrichtungen und keine oder nicht genügend Pflegeplätze, fehlendes Personal im Gesundheitssystem und in der Altenhilfe, Lehrer:innen und Erzieher:innenmangel in jeder Kommune. Ganz überwiegend nicht von den kommunalen Räten zu verantworten, sondern von der Bundes- und Landespolitik, die seit Jahren den Städten und Gemeinden neue Aufgaben aufgebrummt haben, ohne ihnen die dafür notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen – aber gerade die Kommunalpolitik wird für diese Mißstände verantwortlich gemacht.

Dies alles führt zusammen mit den rassistischen Kampagnen der rechten und konservativen Parteien zur Verunsicherung, was die öffentliche Sicherheit betrifft. Und die soziale Verunsicherung vertieft sich angesichts der Drohungen des Kanzlers, das ohnehin knapp bemessene Bürgergeld noch weiter kürzen zu wollen.

Da ist es nicht verwunderlich, wenn die Leidtragenden dieser Entwicklung nicht bereit sind, sich von der CDU und Bundeskanzler Merz noch als diejenigen beschimpfen zu lassen, die zuwenig arbeiten, über ihre Verhältnisse leben und zuviel soziale Leistungen, sprich Bürgergeld bekommen. Im Statement eines AfD-Kandidaten, der sich selbst als einen bezeichnete, der früher SPD und Grüne gewählt und unterstützt habe, wurde dieser Aspekt der Ursachen durchaus glaubhaft deutlich.

AfD von CDU gepäppelt

Auch die Ergebnisse von Grünen und AfD haben weniger bundespolitische Ursachen. Die Grünen sind wie schon bei der Bundestagswahl zum einen das Opfer einer breiten rechten Diffamierungsoffensive, deren Protagonisten vom bratwurstfressenden Söder über die Verbrenneroffensive der CDU/VDA – Lobbyistin Hildegard Müller beim Automobil über die Rückkehr zur Steinzeit – Energiepolitik mit fossilen Kraftwerken und Atomspinnereien von Wirtschaftsministerin Reiche, bis zur EU-Chefin von der Leyen. Die Verharmlosung der Umweltfolgen und die politisch absurde und wirtschaftspolitisch schädliche Kehrtwende der CDU/CSU hin zu den klimaleugnenden Positionen der AfD ebenso, wie die Übernahme von deren Forderungen in der Migrationspolitik, hat bisher nur der AfD genützt und sie immer stärker werden lassen.

Grüne in eigenen Fehlern gefangen

Dass Grüne “nur” auf die Wahlergebnisse von 2015 zurückgefallen sind, ist aber nur insofern positiv, als sie auf eine stabile Stammwähler:innenschaft hindeuten. Sie haben nämlich zwar über 7% Wähler:innenstimmen verloren, können aber von Glück sagen, dass ihre Ergebnisse von vor fünf Jahren so exorbitant gut waren, dass ihr Ergebnis von 2025 noch leicht über dem von 2015 liegt. Beruhigend ist dies vor allem deshalb nicht, weil die Partei zumindest im Bund ihre Rolle offensichtlich nicht wieder gefunden hat. Vielmehr ist sie nach dem Schock der von der FDP gesprengten Ampelkoalition und der Flucht ihrer Spitzenkräfte Baerbock und Habeck voll ins Tief der Ratlosigkeit gefallen. Das Statement ihres – als links gelabelten – Parteivorsitzenden Banaszak zum Wahlergebnis: “Wir spüren, dass der Wind uns ins Gesicht bläst, aber wir wissen, wie man aus Wind Energie macht”  ist angesichts der Situatiuon wohl so oberflächlich und dfiffus, dass selbst für Gutmeinende kaum ein grünes Profil erkennbar wird. Überhaupt wird jetzt deutlich, welch ein Fehler es für die Grünen war, auf Habecks Drängen mit Banaszak und Franziska Brantner zwei stromlinienförmige Funktionäre aus der dritten Reihe der Fraktion nach vorn zu schieben, die nach Habecks Kalkül die Regierungspolitik störungsfrei begleiten sollten, aber nun ohne Regierung aus eigener Kraft keinerlei Profil mehr deutlich machen. Omid Nouripur und Claudia Roth, von Jürgen Trittin gar nicht zu reden, fehlen in der grünen Aussenpolitik, die überhaupt nicht mehr stattfindet So fehlt es grüner Politik an Analysefähigkeit, Schärfe der Kritik und Klarheit im Kurs gegen Merz und Klingbeil und vor allem an eigenem inhaltlichem Profil. Dazu mangelt es an inner- und außerparlamentarischer Kampagnefähigkeit.

Was tun? (Lenin)

Nun wird es in NRW erst einmal Wahlkämpfe um die Stichwahlen um Bürgermeisterämter geben, bei denen die Grünen gute Chancen haben, und Beriwan Aymaz Köln gewinnen müsste, wenn sie sich nicht in Sachen 1. FC Köln und seinem Trainigsgelände verharkt. Aus den Kommunalwahlen im einwohner:innenstärksten Bundesland muß aber die Politik insgesamt eine Lehre ziehen. Den Populisten der AfD wird man nicht den Boden entziehen, solange Sozialabbau, Verfall der Infrastruktur, begleitet von Beschimpfungen der Unterschichten, sie lägen in der sozialen Hängematte, einhergehen. Nur dann, wenn SPD, Grüne und auch CDU deutlich machen, dass sie die Probleme vor Ort verstanden haben und danach handeln, wird sich das Klima verändern, könnte die AfD überflüssig werden. Die Stimmenzuwächse der Linken machen Mut und sie sollten manchen Grünen, wie etwa Winfried Kretschmann, eine Lehre sein, schnellstens die Beschimpfung der eigenen Jugendorganisation  einzustellen und froh zu sein, dass überhaupt noch links motivierte Jugendliche bereit sind, sich für die Grünen zu engagieren.

 

renovatio06renovatio06
2025-08-26

Und jetzt demontieren die auch noch Jahrzehnte erfolgreicher ! Das grenzt eigentlich an , diese "Politik"! Ich meine natürlich , nicht ! instagram.com/reel/DNxVSBDWpoN/

2025-08-19

Eure Fragen, meine Antworten Teil 2 – mit #FelixBanaszak youtube.com/watch?v=9SnWRhwm-6I

2025-08-04

Also das man Deutschland nicht liebt. ok.
Aber stattdessen Duisburg?

#Patriotismus #grüne #FelixBanaszak #Banaszak

φօӀìէìҟచąէçհ🇩🇪🇪🇺PolitikWatch
2025-07-31

(Die Grünen)
quelle: gmx

To: 🤬

2025-07-07

Danke lieber Herr #FelixBanaszak #Grüne

.... eine Wohltat dir zuzuhören.👍 🙏

👍 #PaulaPiechotta

Thema #Klimaschutz und #GrenzRetourePolen der amtierende #Regierung

2025-07-06

Felix Banaszak:
"GaLiGrü an Friedrich Merz und Julia Klöckner. Und: Happy Pride! 🌈"

#Grüne #GrüneHadern #FelixBanaszak #Pride #CSD #Köln #CSDKöln #CSDKöln2025 #Merz #Klöckner

2025-06-17

Felix Banaszak:
"Was braucht Politik in einer Zeit der Krisen? Ehrlichkeit - und Empathie.

Es geht darum, Menschen ernst zu nehmen in ihren Sorgen. Aber als Gestalterinnen ihres Lebens, nicht als Empfänger der Regierungsverkündung.

#FranziskaBrantner & ich in der #faznet:"

gruene.de/artikel/unser-kueche

#Grüne #GrüneHadern #FelixBanaszak

2025-05-21

Friedensträumer, Atomkraftgegner, Hassobjekte – „ZDF-Frontal: Die Grünen“ (2025)

Mir geht dieses Genre inzwischen, eigentlich, gelinde gesagt, am Rücken vorbei. Doch gehören Dokumentationen wie diese inzwischen offenbar zum Standardrepertoire der ÖRR-Anstalten. Nach „Kevin allein zuhaus“, „Schicksalsjahre eines Kanzlers“ und „Inside CDU“ nun also die nächste, wenig investigative, aber dafür um so größere mehrteilige Reportage – dieses Mal eben über die Grünen? (ZDF. Neu)

2025-04-28

Felix Banaszak, Bundesvorsitzender der Grünen:
"Ich finde die Haltung von Julia Klöckner nur konsequent:

Wenn die 'Christlichen' Parteien Werte wie Nächstenliebe schon nicht mehr leben, sollen es die christlichen Kirchen doch bitteschön auch nicht mehr.

Oder so still und verborgen, dass niemand den Widerspruch bemerkt."

#Grüne #GrüneHadern #FelixBanaszak #JuliaGlöckner #CDUCSU #Merz #Kirche

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