TIL: «Idiotikon» (als Bezeichnung für z.B. ein Dialektwörterbuch wie https://idiotikon.ch) geht auf griechisch idios ‘abgesondert, eigen, privat’ zurück; ein Idiotikon ist also ein ‘Verzeichnis der einer gewissen Landschaft eigenen [und deshalb erklärungsbedürftigen] Ausdrücke’.
— https://de.wikipedia.org/wiki/Idiotikon#Begriffs-_und_Wissenschaftsgeschichte
![Der Begriff Commons (von latein. communis; von cum und munus; engl. common; dt. gemein(sam)) bezeichnet Ressourcen (Code, Wissen, Nahrung, Energiequellen, Wasser, Land, Zeit u. a.), die aus selbstorganisierten Prozessen des gemeinsamen bedürfnisorientierten Produzierens, Verwaltens, Pflegens und/oder Nutzens (Commoning) hervorgehen.[1][2][3] Commons werden vielfach „jenseits von Markt und Staat“ verortet, womit vor allem gemeint ist, dass in Commons-Kontexten andere Handlungslogiken dominieren als in diesen beiden Bereichen.[4][5]
Begriffsabgrenzung
Die Vielschichtigkeit wie auch die unterschiedlichen Verwendungsweisen und Übersetzungen des Begriffs Commons führen häufig zu Missverständnissen.
Der Geographieprofessor James McCarthy betrachtet Commons als Schlüsselbegriff, “a complex word with a wide range of active meanings, involving ideas and values, with which we attempt to understand, represent and influence the practices and relationships central to contemporary culture and society”[6] Der US-amerikanische Commons-Forscher David Bromley merkte 1992 an, dass es in der Literatur über natürliche Ressourcen und Umweltpolitik schwierig sei, ein so missverstandenes Konzept wie das der Commons zu finden.[7]
Ähnlich wie im Deutschen gemein bzw. Gemeinheit, hat auch das englische Commons im Verlauf der Zeit Bedeutungsverschiebungen von vernakular bzw. gemeinsam hin zu allgemein, ordinär und bösartig, hinterhältig, niederträchtig erfahre...](https://files.mastodon.social/cache/media_attachments/files/115/349/056/414/801/341/small/5635ee6286d6fe1e.png)







