Was brauchen wir denn noch dringend in hannover?
Richtig, wir brauchen ein stadtbildkonzept.
Kann ich nur bestätigen, wenn ich mir hannover so angucke. Als erstes müsste die ruine des ihmezentrums mal weg oder wenigstens in einen zustand gebracht werden, der nicht mehr so postapokalyptisch aussieht… oh, die meinen das mit dem stadtbild ja ganz anders:
Die Landeshauptstadt Hannover legt mit dem Papier „Mit Sicherheit zusammen“ ein umfassendes Sicherheits- und Stadtbildkonzept vor, das Ordnung, Prävention, Städtebau, Sozialarbeit und Sauberkeit systematisch miteinander verzahnt. Ziel ist es, das Sicherheitsgefühl in der Innenstadt und in den Stadtteilen weiter zu stärken und gleichzeitig die hohe Lebensqualität der Stadt nachhaltig zu sichern […] „Sicherheit ist keine Einzelfrage, sondern eine zentrale Aufgabe. Hannover hat in den vergangenen Jahren viel erreicht – bei Ordnung, Prävention, Stadtgestaltung und sozialer Stabilisierung. Gleichzeitig nehmen wir Unsicherheitsgefühle sehr ernst. Diese erfordern eine dezernatsübergreifende Antwort“, erklärte Oberbürgermeister Belit Onay.
Die meinen „gefühlte sicherheit“ mit bullerei und sozjalarbeit. Dabei ist die ganze scheißstadt schon so voll mit bullerei und allerlei sicherheitsdiensten, dass ich mich immer häufiger nicht mehr wohl, sondern sicher fühle. Und dank der allgegenwärtigen überwachungskameras in der gesamten stadt fühle ich mich dabei auch noch beobachtet. Man darf diesen rechtsradikalen stadtbild-neusprech ja auch nicht dem zweitewahlkanzler Friedrich Merz von der umstrittenen rechtspopulistischen CDU überlassen!
Grüße auch an den würgermeister Belit Onay (scheißgrüne), der sich dafür hergibt, so etwas vorzustellen!
Aber hey, die haben auch konkretes programm:
Ordnungsbotschafter*innen in allen Stadtbezirken, neue Leitstelle
Ist „ordnungsbotschafter*ïnņ:e_n“ das, was man früher einfach „blockwart“ oder „helfer der volxpolizei“ genannt hat?
Neue Sicherheits- und Ordnungsverordnung mit klaren Regeln und erweiterten Eingriffsbefugnissen
Reicht das überall ausgeschilderte messerverbot in der innenstadt nicht mehr? Muss man jetzt auch noch jeden stadtbesucher „mit erweiterten befugnissen“ filzen?
Modernisierung und Ausbau der Videoüberwachung an Kriminalitätsschwerpunkten
So so, modernere kameras. Ich nehme mal an mit angelernten neuronalen netzwerken, biometrie und beliebiger wegeverfolgung von einzelpersonen. Wer nicht konsumiert, öffentlich lacht oder weint, vollbart trägt, in der einbahnstraße raucht oder eine komische frisur hat, ist verdächtig und wird von der bullerei rausgepickt.
Stärkung der Sicherheitspartnerschaften mit Landes- und Bundespolizei, insbesondere im Bahnhofsbereich
Gut, der bahnhof war immer schon scheiße. Das hat er mit allen größeren bahnhöfen auf der welt gemeinsam. Ein einziger sammelpunkt für kriminelle, die dort ihre opfer finden, und für alle, die einfach nirgends mehr hingehören, weil sie entgleist sind. Das sind übrigens richtig viele geworden, und der umgang unter ihnen ist ziemlich brutal geworden. Da bin ich ja mal gespannt, was die für tolle ideen gemeinsam mit der bullerei entwickeln.
Ausbau der Straßensozialarbeit und sozialer Präsenz in Innenstadt und Stadtteilen
So so, „sozjale präsenz“. So ein wort muss einem auch erstmal einfallen.
Einrichtung von Kontaktkiosken als niedrigschwellige Anlaufstellen für Ordnung und Sozialarbeit
Gibts da auch ne kanne bier und fluppen? Ach, das sind doch keine kioske, sondern eher so ordnungswachen? Also so etwas ähnliches wie die mobile polizeiwache auf dem maschseefest. Alles klar. Kein alkohol im dienst. Und lustiger neusprech in der PRessearbeit.
Konfliktmanagement im öffentlichen Raum und Präventionsarbeit, u. a. in der Nachtkultur
Bwahahahahaha, die nachtkultur von hannover! Der beweis, dass es noch toter als tot geht. Nachdem die letzten halbwegs erträglichen orte aus der innenstadt wegradiert wurden, ist davon nichts mehr übrig.
Städtebauliche Prävention durch hellere Räume, neue Beleuchtung, Platzaufwertungen und Stadtumbau
„Stadtumbau“ ist ein schönes wort, ich hätte da auch so den einen oder anderen vorschlag zu machen, so aus rein ästetischen gründen. Wie wäre es zur abwexlung mal mit wohnungsbau? Und was wird eigentlich aus den leerstehenden kaufhausgruften in der innenstadt? Die sind unvermietbar. Das geschäft existiert nicht mehr.
Sauberkeitsoffensive mit zusätzlicher Reinigung, Abfallfahndung, Bußgeldern und neuen Toiletten
So lange hier scheiß schnellfraß- und kaffeeplärreketten ihre sachen in müllverpackung anbieten dürfen, damit kunden eine sichtbare und ziemlich ekelhafte spur zu den scheißläden legen (nein, die mülleimer sind seit den achtziger jahren nicht mehr nennenswert größer und auch nicht mehr geworden), ist die abfallfahndung eigentlich eine ganz einfache sache. 😁️
Kostenlose öffentliche klos sind das, was es kaum noch gibt. Das heißt natürlich nicht, dass die leute jetzt nicht mehr müssen. Dementsprechend stinkt es an einigen stellen. Ich nenne den gestank „p’litischer wille“.
Stadtweite Sicherheitskampagne „Hannover – na sicher!“ zur Stärkung von Eigenverantwortung und Zusammenhalt
Ist „eigenverantwortung“ das, was man früher „bürgerwehr“ genannt hat, oder wird damit nur noch erzwungenes gefügigsein durch eine allgegenwart von bullerei und kameras gemeint.
(Um das klarzumachen: die damit adressierten probleme bestehen wirklich. Aber mit so einem neusprechreichen bullschitt, den sich ein paar spezjalexperten mit geisterwisschenschaftstudiumshindergrund aus ihrer kariösen kotaustrittsöffnung rausgedrückt haben, wird sich daran nix ändern. Das ist eher auf dem korrupzjons- und geldverbrennungsniewoh der city roofwalks. Oh, von denen habe ich ja lange nix mehr gehört. Und gesehen habe ich von diesem tollen projekt für das jahr 2025 auch nix. Das lag bestimmt an corona, da wäxt ja auch nix, wenn so eine pandemie ist. Wie sollen da dächer grün werden.)
#Hannover #Link #Neusprech #Sicherheit #Stadtbild