Viktoria Morasch stellt in Die ZEIT einige der wichtigen Fragen unseres Miteinanders, die nach dem „wie“.
Wie sollen wir einander begegnen, während wir wissen, was wir wissen? Wie sollen wir Geschwister sein, Kolleginnen und Kollegen, wie sollen wir Töchter sein und Väter, Liebespaare?
Während Gewalt gegen Frauen hauptsächlich von Männern ausgeübt wird, bürden wir Aufarbeitung und gesellschaftlicher Diskurs weiterhin den Betroffenen auf. Erst missbrauchen wir sie, und dann sollen sie sich noch selbst darum kümmern, dass und wie sie damit weiterleben, sich über Präventionsmaßnahmen Gedanken zu machen und zu wie sie mit andauerndem missbräuchlichem Verhalten umgehen.
Aber wir ist überhaupt wir?
In bester Täter-Opfer-Umkehr zwingen wir (alle) in unserer Gesellschaft die Mädchen und Frauen immer noch in ein wir (Frauen), in welchem sie sich selbst kümmern sollen um das, was wir (Männer / Gesellschaft) ihnen antun.
Viel zu lange ist es überfällig, dass sowohl Männer als auch Gesellschaft endlich Verantwortung übernehmen und ihre Pflicht erfüllen, systemische Gewalt zu beenden.
Mit friedlichem Mahnen und freundlichem Bitten haben wir (Frauen / Gesellschaft) lange genug erfolglos versucht, die Veränderungen zu erwirken. Wir (alle) sollten endlich anerkennen, dass diese Wege nicht zum Ziel führen. Wir (alle) müssen entscheiden, ob wir neue Methoden suchen, oder weitermachen mit dem Elend, dass so viele von uns (Frauen / Gesellschaft) misshandelt.
Der beste Zeitpunkt für die Revolution - ist jetzt.
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https://www.zeit.de/feuilleton/2026-02/gewalt-gegen-frauen-missbrauch-maenner